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CD-Kritik AC/DC - Back In Black

Interpret: AC/DC

Titel: Back In Black

Erscheinungsjahr: 1980

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Back in Black ist das (international) sechste Album der Band AC/DC. Back In Black wurde 1980 veröffentlicht und markiert einen Meilenstein der Rockmusik. Mit über 50 Mio. verkaufter Exemplare gehört es zu den meistverkauften Rockalben, in jedem Fall ist es das meistverkaufte Album aus dem Bereich Hard-Rock/Heavy Metal. Alleine in den USA gab es 22-fach Platin.

Es ist das erste Album der Band, nachdem Bon Scott 1980 im Alter von 33 Jahren das Zeitliche segnete. Nach einer kurzen Bedenkzeit beschloss die Band, AC/DC weiterleben zu lassen. Man holte sich dazu Sänger Brian Johnson (ehemals Geordie). Zusammen mit Produzent Robert Mutt Lange wurde das Album in der Besetzung Brian Johnson - lead vocals, Angus Young - lead guitar, Malcolm Young - rhythm guitar, backing vocals, Cliff Williams - bass guitar, backing vocals und Phil Rudd - drums, percussion eingespielt.

AC/DC hatten nach Highway To Hell zusammen mit Bon Scott einiges an Material zusammenbekommen, was dann eben mit Brian Johnson fertiggestellt wurde. Dazu steuerte Johnson Texte bei, Malcolm und Angus machten die Musik klar. Und die Musik auf dem Album hat es in sich - es ist zweifellos das Album mit der größten Hitdichte auf einem AC/DC Album. Mit Hells Bells, Shoot to Thrill, You Shook Me All Night Long, Back in Black und Rock and Roll Ain't Noise Pollution enthält das Album einige der bekanntesten Bandsongs. Letztgenannter Song Rock and Roll Ain't Noise Pollution war mit Rang 15 in Großbritannien die höchstplatzierte Auskoppelung des Albums.

Die Songs:

  • Mit Glockengeläut wird der Songzyklus eröffnet. Was wie ein Andenken an Bon Scott klingt, zündet bald mit zwingenden Riffs und einem zwingenden Groove, "Hells Bells".
  • Etwas mehr Drive gibt es auf "Shoot To Thrill". Es ist einer der klassischen AC/DC Song, der einfach nur Laune macht.
  • "What Do You Do For Money Honey" macht munter weiter mit einem zwingenden Groove und einem kaum weniger zwingenden Refrain. Auch hier passt alles, auch wenn Johnson aus meiner Sicht an seine Grenzen stößt.
  • "Given The Dog A Bone" knüpft an den rauen Rock'n'Roll der Frühphase von AC/DC an. Was soll man sagen: auch hier gibt es ein offizielles Pfund.
  • "Let Me Put My Love Into You" wirkt etwas komplexer, was vor allem mit der ausgefuchsten Gitarrenarbeit von Malcolm und Angus zu erklären ist.
  • Der Titelsong "Back In Black" ist ein weiteres Groovemonster und wird gerne als Übung für den angehenden Rhythmusgitarristen verwendet.
  • "You Shook Me All Night Long" knüpft qualitativ an Hells Bells an - ein weiterer Klassiker der Band.
  • "Have A Drink On Me" ist eine schöne Reminiszenz an frühe Sounds der Band.
  • "Shake A Leg" legt an Tempo zu - viel Rock'n'Roll und durchaus eine Nähe zum rüden Pub-Rock.
  • Einen mehr als würdigen Abschluss gibt es mit dem erdigen Song "Rock And Roll Ain't Noise Pollution".

Fazit Vom Höllengeläut auf Hells Bells bis zur Feststellung, dass Rock'n'Roll keine Lärmverschmutzung ist, zünden AC/DC ein Feuerwerk guter Ideen, cooler Riffs und zwingender Grooves und Refrains. Obwohl Johnson aus meiner Sicht nicht besser war als der selige Bon, macht er seine Sache gut und passt vor allem gut zur Band. Er wiederum kann sich auf die geölte Rhythmusmaschine mit Rudd und Williams stützen und einige geniale Riffs der Brüder Young.

Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass AC/DC so kurz nach dem Tod von Scott so etwas gelingen könnte. Umso bemerkenswerter ist die Leistung. Back In Black ist ein Meilenstein, den jeder Rockfan einmal gehört haben sollte.

Trackliste

  1. Hells Bells 5:10
  2. Shoot to Thrill 5:17
  3. What Do You Do for Money Honey 3:33
  4. Given the Dog a Bone (auch Givin' The Dog A Bone oder Giving The Dog A Bone) 3:30
  5. Let Me Put My Love into You 4:16
  6. Back in Black 4:14
  7. You Shook Me All Night Long 3:30
  8. Have a Drink on Me 3:57
  9. Shake a Leg 4:06
  10. Rock and Roll Ain't Noise Pollution 4:15

Rezensent: MP