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CD-Kritik AC/DC - Black Ice

Interpret: AC/DC

Titel: Black Ice

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Black Ice ist das 15. Studioalbum der Hard-Rock Dauerbrenner AC/DC. Das Album erschien im Jahr 2008. Die Fans mussten lange warten, denn das Vorgängeralbum Stiff Upper Lip stammt aus dem Jahr 2000.

Black Ice schlug prächtig ein. Schon in den ersten Wochen sollen über 1,7 Mio. Alben verkauft worden sein. Bis Mai 2009 gingen nach offiziellen Angaben 7,2 Mio. Exemplare weltweit über die Ladentheken. Das ist im Downloadzeitalter eine sensationelle Zahl. Black Ice schoss in 29 Staaten von 0 auf 1.

Die Kritiker waren vom Album durchaus angetan, auch wenn die Spitzenbewertungen ausblieben. Aber bei AC/DC ist das fast normal, denn stilistisch bleibt sich die Band nun seit Jahrzehnten mehr als treu. Von daher bleiben die Überraschungen naturgemäß aus und die Kritiken können eigentlich selten Spitzenniveau erreichen. Ungeachtet dessen, liefert die Band eben auch zuverlässig ordentliche Alben ab (von wenigen schwächeren Produktionen abgesehen).

Auch auf Black Ice halten die wackeren Aussies, die zum Großteil aus Schottland stammen und jetzt in den Niederlanden wohnen, an gewohnten Rezepturen fest: nie ganz schnell, selten ganz langsam. Four To The Bar, immer einen guten Groove und immer mal wieder eine Prise Boogie bzw. Blues. Das war es auch schon. In allerbester Tradition wird das Album mit Rock'n'Roll Train eröffnet, der Song gibt den Kurs vor - mal sehr ähnlich (Skies On Fire, War Machine, Smash N Grab Spoilin' For A Night, Black Ice) oder etwas schneller (Big Jack, Anything Goes, Wheels, Money Made).

Es gibt wenige Songs, welche aus dem vorgenannten Raster herausfallen. Decibel etwa klingt stark nach ZZ Tops Waiting For A Bus. Auch Stormy May Day unterscheidet sich mit den Slidegitarrenparts etwas von den anderen Songs. She Likes Rock'n'Roll ist relativ aufwändig konzipiert und wirkt vor allem über den guten Refrain. Rocking All The Way ist eine Art klassischer Hard-Rock mit fast schon balladesken Zügen.

Fazit AC/DC stellen ein Phänomen dar. Die Band legt seit Jahrzehnten immer wieder ähnlich klingende Alben vor. Und die Leute sind begeistert - ich muss mich auch immer wieder dazu zählen. Dabei wirkt es fast schon unfair, wenn man AC/DC dafür gute Bewertungen gibt, während man bei anderen Bands Veränderungen anmahnt. Aber manche Bands brauchen das nicht. Da will man genau das hören, was die Band schon immer machte. AC/DC gehören dazu, ähnlich ist es bei Motörhead. Wenn AC/DC ein neues Album aufnehmen, dann erwartet man genau so etwas. Keine Spielereien, keine Experimente - einfach nur AC/DC in Reinform. Und Black Ice ist AC/DC in Reinform. Vielleicht ist es sogar eines der besten AC/DC Alben. Dennoch muss man fair bleiben und das Album nicht in den blauen Himmel hochloben, zumal AC/DC eigentlich wenig riskieren und immer auf bekannte Grundmuster zurückgreifen.

Trackliste

  1. Rock 'N Roll Train 4:21
  2. Skies on Fire 3:34
  3. Big Jack 3:57
  4. Anything Goes 3:22
  5. War Machine 3:09
  6. Smash N Grab 4:06
  7. Spoilin' for a Fight 3:17
  8. Wheels 3:28
  9. Decibel 3:34
  10. Stormy May Day 3:10
  11. She Likes Rock N Roll 3:53
  12. Money Made 4:15
  13. Rock N Roll Dream 4:41
  14. Rocking All the Way 3:22
  15. Black Ice 3:25

Rezensent: MP