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CD-Kritik AC/DC - Bonfire

Interpret: AC/DC

Titel: Bonfire

Erscheinungsjahr: 1997

Genre: Hard-Rock

 

Rezension/Review
When I'm f..king big shot I'm calling my solo album Bonfire.

So soll es Bon Scott geäußert haben. Zum Soloalbum kam es bekanntlich nicht mehr, Scott starb schon am 19. Februar 1980. Diese 1997 veröffentlichte Box Bonfire steht ganz im Zeichen des legendären Bon Scott, obwohl eigentlich nur vier der fünf CDs von bzw. mit ihm eingesungen sind.

Zum Inhalt der Box

CD 1: Live From The Atlantic Studios

Dieses Live Album wurde 1977 in den Atlantic Studios in New York aufgezeichnet. Es handelte sich dabei um eine Art Promoalbum von Atlantic Records, veröffentlicht wurde es erstmals 1978 auf LP sowie 1986 auf CD. Der Anfang des Masterbands wurde irgendwann zerstört. Daher musste man Live Wire und Rocker nachbearbeiten.

CD 2 und CD 3: Let There Be Rock: The Movie - Live in Paris

Diese beiden CDs bildeten den Soundtrack zum Film Let There Be Rock. Aufgenommen wurde das Material im Rahmen der Highway To Hell Tour im Pavillon de Paris in Paris am 9 Dezember 1979. 1980 wurde der Konzertfilm veröffentlich, auf CD war das Material zuvor noch nicht veröffentlicht worden. Die CDs enthält die Version von T.N.T, die auf dem Film fehlt. Dafür gibt es auf dem Konzertfilm Interviews mit der Band, die auf CD fehlen.

CD 4: Volts

Volts wurde speziell für Bonfire als dessen vierte CD veröffentlicht. Es handelt sich um eine Compilation von Alternativversionen älterer Songs.

Infos zu den Songs:

  • Dirty Eyes ist ein sehr früher Song, sozusagen der Ursong von Whole Lotta Rosie.
  • Touch Too Much besitzt einen anderen Text und andere Riffs als die Highway To Hell Version.
  • If You Want Blood You've Got It gleicht dem Song von Highway to Hell, der Text ist jedoch anders.
  • Back Seat Confidentialist ist ein früher Bandsong, aus dem sich Beating Around the Bush von Highway to Hell entwickelte.
  • Get It Hot besitzt einen anderen Text und ein paar andere Riffs als der Song von Highway To Hell.
  • Sin City ist eine Live Aufnahme von Midnight Special.
  • She's Got Balls ist eine Liveaufnahme aus dem Bondi Lifesaver,
  • School Days ist ein Chuck Berry Song, den die Band auf der Australien Version von T.N.T. aufgenommen hatte.
  • It's a Long Way to the Top (If You Wanna Rock 'n' Roll) stammt von der Australien Version T.N.T bzw. der internationalen Albumversion High Voltage.
  • Ride On stammt von Dirty Deeds Done Dirt Cheap, zum Schluss gibt es hier als Hidden Track Intervieweinspielungen.

CD 5: Back In Black

Zu dem Album muss man sicherlich nicht mehr viel sagen. Es war das erste Album nach dem Scotts Tod, Brian Johnson übernahm den Gesang. Die Band betrachtete das Album damals schon als eine Huldigung an Bon Scott. Für das Bonfire Boxset wurde das Album remastered.

Zu diesen fünf CDs gibt es ein schön gemachtes Booklet mit Information und Bildern zu Bon Scott und AC/DC und einigen netten Liner-Notes von Bon, Angus und Malcolm.

Fazit Nicht alle Fans waren mit dem Output auf Bonfire zufrieden. Es gab nach ihrer Ansicht zu viel Material, welches der Fan schon kannte. Mit Back In Black war außerdem ein Album dabei, welches Bon nicht eingesungen hatte. Allerdings verteidigten AC/DC die Box als Huldigung an Bon Scott, es hätte einfach kaum Material mit Bon gegeben, welches zu dem Zeitpunkt nicht schon veröffentlicht worden war. Egal - das Beiheft ist schön gemacht. Die Atlantic Session klingt erdig und gut. Die Volts CD mit den Rohfassungen alter Songs sollte für den AC/DC Fan interessant sein. Die beiden Live CDs für Let There Be Rock kannte man inhaltlich vom Movie, da hätte es gerne etwas anderes sein dürfen. Über Back In Black muss nicht mehr viel gesagt werden, dennoch stellt sich die Frage, warum dieses Album hier reingepackt wurde. Für Europa hätte die australische T.N.T Pressung mehr Sinn gemacht. In der Form riecht der Release schon stark nach reiner Marketingstrategie. Ein AC/DC-Fan wird nämlich um so ein Boxset kaum herumkommen, auch wenn er das meiste Material schon kennt. Wer sich für die Bon Scott Ära interessiert, findet hier ein akzeptables Paket - er könnte sich aber genauso gut die Alben von High Voltage bis Highway To Hell zulegen.

 

Trackliste

Live from the Atlantic Studios

  1. Live Wire (T.N.T.) 6:16
  2. Problem Child (Dirty Deeds Done Dirt Cheap) 4:40
  3. High Voltage (T.N.T.) 5:57
  4. Hell Ain't a Bad Place to Be (Let There Be Rock) 4:14
  5. Dog Eat Dog (Let There Be Rock) 4:42
  6. The Jack (T.N.T.) 8:37
  7. Whole Lotta Rosie (Let There Be Rock) 5:11
  8. Rocker (T.N.T.) 5:33

Let There Be Rock: The Movie - Live in Paris

Disc 1

  1. Live Wire (T.N.T.) 8:04
  2. Shot Down in Flames (Highway to Hell) 3:39
  3. Hell Ain't a Bad Place to Be (Let There Be Rock) 4:31
  4. Sin City (Powerage) 5:25
  5. Walk All Over You (Highway to Hell) 5:07
  6. Bad Boy Boogie (Let There Be Rock) 13:21

Disc 2

  1. The Jack (T.N.T.) 6:05
  2. Highway to Hell (Highway to Hell) 3:31
  3. Girls Got Rhythm (Highway to Hell) 3:20
  4. High Voltage (T.N.T.) 6:32
  5. Whole Lotta Rosie (Let There Be Rock) 4:55
  6. Rocker (T.N.T.) 10:45
  7. T.N.T. (T.N.T.) 4:14
  8. Let There Be Rock (Let There Be Rock) 7:34

Volts

  1. Dirty Eyes 3:21
  2. Touch too Much 6:34
  3. If You Want Blood (You've Got It) 4:28
  4. Back Seat Confidential 5:24
  5. Get it Hot 4:17
  6. Sin City 4:58
  7. She's Got Balls (From Bondi Lifesaver) 7:57
  8. School Days (T.N.T., australische Pressung) 5:24
  9. It's a Long Way to the Top (If You Wanna Rock 'n' Roll) (T.N.T.) 5:15
  10. Ride On (Dirty Deeds Done Dirt Cheap) 10:03

Back in Black (Remastered)

  1. Hells Bells 5:13
  2. Shoot to Thrill 5:18
  3. What Do You Do for Money Honey 3:36
  4. Givin' the Dog a Bone 3:32
  5. Let Me Put My Love into You 4:15
  6. Back in Black 4:16
  7. You Shook Me All Night Long 3:30
  8. Have a Drink on Me 3:59
  9. Shake a Leg 4:06
  10. Rock and Roll Ain't Noise Pollution 4:16

Australische Ausgabe (hier unterscheiden sich die beiden Let There Be Rock CDs und die Volts CD von der europäischen Pressung):

Let There Be Rock

  1. Live Wire (T.N.T.) 8:04
  2. Shot Down in Flames (Highway to Hell) 3:39
  3. Hell Ain't a Bad Place to Be (Let There Be Rock) 4:31
  4. Sin City (Powerage) 5:25
  5. Bad Boy Boogie (Let There Be Rock) 13:21
  6. The Jack (T.N.T.) 6:05
  7. Highway to Hell (Highway to Hell) 3:31
  8. Girls Got Rhythm (Highway to Hell) 3:20
  9. High Voltage (T.N.T.) 6:32
  10. Whole Lotta Rosie (Let There Be Rock) 4:55
  11. Rocker (T.N.T.) 10:45
  12. Let There Be Rock (Let There Be Rock) 7:34

Volts

  1. Dirty Eyes (First title and lyrics to riffs of Rosie) 3:21
  2. Touch too Much (Same title as the track on Highway to Hell, different lyrics and music) 6:34
  3. If You Want Blood (You've Got It) (First recording) 4:28
  4. Back Seat Confidential (First title and Lyrics to the riffs of Beatin' Around the Bush) 5:24
  5. Get it Hot (Same title as the track on Highway to Hell, different lyrics and music) 4:17
  6. Sin City (Live from The Midnight Special) 4:58
  7. Walk All Over You 5:07
  8. T.N.T. 4:14
  9. She's Got Balls (From Bondi Lifesaver) 5:57
  10. School Days (T.N.T.) 5:24
  11. It's a Long Way to the Top (If You Wanna Rock 'n' Roll) (T.N.T.) 5:15
  12. Ride On (Dirty Deeds Done Dirt Cheap) 10:03

Rezensent: MP