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CD-Kritik AC/DC - Stiff Upper Lip

Interpret: AC/DC

Titel: Stiff Upper Lip

Erscheinungsjahr: 2000

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Stiff Upper Lip ist das (international) 13. Album der Band AC/DC. Erschienen ist Stiff Upper Lip im Februar 2000. Verglichen mit den großen Erfolgen der Band verkaufte sich das Album eher dürftig, in den USA etwa erreichten AC/DC mit dem Album nur Platin für 1 Mio. verkaufter Exemplare. Auch die ausgekoppelten Singles Stiff Upper Lip, Safe In New York City und der Sattelite Blues waren nicht übermäßig erfolgreich.

Vielleicht waren viele Fans etwas verunsichert. Immerhin hielt sich die Band zuvor mit neuen Alben zurück und enttäuschte eher, wenn sie mal etwas Neues produzierte. Aber im Fall Stiff Upper Lip durfte man Entwarnung geben, denn AC/DC waren zurück. Sie klangen seit For Those About To Rock nicht mehr so gut. Das sahen zumindest viele Kritiker und Fans so.

Eingespielt wurde das Album mit Brian Johnson (lead vocals), Angus Young (lead guitar), Malcolm Young (rhythm guitar, backing vocals), Cliff Williams (bass guitar, backing vocals) und Phil Rudd (drums). Ein verlässliches Team, das in der Regel gut funktioniert.

Die Songs:

  • "Stiff Upper Lip" klingt nach den frühen AC/DC. Das ist wunderbar hart groovender Blues Rock mit einem Johnson, der selten oktanhaltiger klang.
  • "Meltdown" shuffelt etwas langsamer, wieder klingt das angenehm nach den frühen AC/DC, nur die Gitarrenparts klingen besser.
  • "House of Jazz" hat wenig mit Jazz zu tun, aber umso mehr mit klassischen AC/DC Sounds.
  • Auch "Hold Me Back" haut in die frühe Kerbe und hätte gut auf Let There Be Rock gepasst.
  • "Safe in New York City" setzt den Reigen fort, Rock'n'Roll pur mit einer Rose Tattoo Note.
  • "I Can't Stand Still" ist ein weiterer Song alter Prägung mit formidablen Gitarrenparts. Ein Song, der die Stärken der Band zeigt: auch wenn es sich nur um Variationen bekannter Blues-/Boogieschemata handelt, überzeugt die Band.
  • Und es geht weiter mit Retro Sounds. "Can't Stop Rock 'n' Roll" ist ein klassischer AC/DC Rocker und Johnson erinnert überraschend stark an Bon Scott.
  • "Satellite Blues" war eine Singleauskopplung. Aus meiner Sicht ähnelt der Song in der Grundstruktur Highway To Hell, ohne dessen Qualität zu erreichen.
  • "Damned" hängt soundmäßig auch in der Phase Highway To Hell. Das klingt etwas besser als der Satellite Blues, fällt aber wiederum leicht ab.
  • "Come and Get It" legt dafür wieder zu. Die Band präsentiert einen schönen Boogie-Rock mit viel Bluesfeeling und Whiskygetränkten Refrain und einer gewissen Nähe zu alten ZZ Top Sounds.
  • "All Screwed Up" legt weiter zu - der Song fängt wüst an und erinnert an die wilden Led Zeppelin. Die Band reichert den Song danach einfach mit Gitarrenparts in bester AC/DC Tradition an. Das klingt ungemein cool.
  • "Give It Up" geht abschließend back to the roots - ein klassischer Four To The Bar, ohne Schnörkel und direkt auf den Punkt gespielt.

Fazit Auch wenn sich AC/DC gerne selbst zitieren (was von Kritikern oft bemängelt wird und wurde), zitieren sie sich hier doch so geschickt, dass man bei Hören fast schon wieder begeistert ist. Die Jungs gehen retro - in die eigene Geschichte wohlbemerkt und landen irgendwo in der Phase zwischen Let There Rock und Highway To Hell. Bruder George Young sorgte für eine erstaunlich fette und dichte Produktion, die insgesamt besser klingt als alte Aufnahmen. So erhält man eine schnörkellose und zeitgemäße Interpretation von Blues-Rock, Boogie und Rock'n'Roll. Nach wie vor ist das keine innovative Musik, aber eben das, was die Band so überzeugend wie wenige andere kann.

Trackliste

  1. Stiff Upper Lip 3:34
  2. Meltdown 3:41
  3. House of Jazz 3:56
  4. Hold Me Back 3:59
  5. Safe in New York City 3:59
  6. Can't Stand Still 3:41
  7. Can't Stop Rock 'n' Roll 4:02
  8. Satellite Blues 3:46
  9. Damned 3:52
  10. Come and Get It 4:02
  11. All Screwed Up 4:36
  12. Give It Up 3:54

Tour Edition

Disc 1

  1. Stiff Upper Lip 3:34
  2. Meltdown 3:41
  3. House of Jazz 3:56
  4. Hold Me Back 3:59
  5. Safe in New York City 3:59
  6. Can't Stand Still 3:41
  7. Can't Stop Rock 'n' Roll 4:02
  8. Satellite Blues 3:47
  9. Damned 3:52
  10. Come and Get It 4:02
  11. All Screwed Up 4:36
  12. Give It Up 3:54

Disc 2

  1. Cyberspace 2:59
  2. Back in Black (Live - Plaza De Toros, Madrid, 1996) (Young, Young, Johnson) 3:41
  3. Hard as a Rock (Live - Plaza De Toros, Madrid, 1996) 4:51
  4. Ballbreaker (Live - Plaza De Toros, Madrid, 1996) 4:41
  5. Whole Lotta Rosie (Live - Plaza De Toros, Madrid, 1996) (Young, Young, Bon Scott) 5:27
  6. Let There Be Rock (Live - Plaza De Toros, Madrid, 1996) (Young, Young, Scott) 11:53
  7. Stiff Upper Lip (Music video) 3:50
  8. Safe in New York City (Music video) 4:01
  9. Satellite Blues (Music video) 3:55

Live Video - Stiff Upper Lip Live 2001 (Aufnahmen von einem Auftritt im Olympiastadtion München)

  1. Stiff Upper Lip (Young, Young)
  2. You Shook Me All Night Long (Young, Young, Johnson)
  3. Problem Child (Young, Young, Scott)
  4. Thunderstruck (Young, Young)
  5. Hell Ain't a Bad Place to Be (Young, Young, Scott)
  6. Hard as a Rock (Young, Young)
  7. Shoot to Thrill (Young, Young, Johnson)
  8. Rock and Roll Ain't Noise Pollution (Young, Young, Johnson)
  9. What Do You Do for Money Honey (Young, Young, Johnson)
  10. Bad Boy Boogie (Young, Young, Scott)
  11. Hells Bells (Young, Young, Johnson)
  12. Up to My Neck in You (Young, Young, Scott)
  13. The Jack (Young, Young, Scott)
  14. Back in Black (Young, Young, Johnson)
  15. Dirty Deeds Done Dirt Cheap (Young, Young, Scott)
  16. Highway to Hell (Young, Young, Scott)
  17. Whole Lotta Rosie (Young, Young, Scott)
  18. Let There Be Rock (Young, Young, Scott)
  19. T.N.T. (Young, Young, Scott)
  20. For Those About to Rock (We Salute You) (Young, Young, Johnson)
  21. Shot Down in Flames (Young, Young, Scott)

Rezensent: MP

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