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CD-Kritik Bryan Adams - Cuts Like A Knife

Interpret: Bryan Adams

Titel: Cuts Like A Knife

Erscheinungsjahr: 1983

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Cuts Like a Knife ist das dritte Soloalbum von Bryan Adams. Es erschien im Jahr 1983 und bedeutete den Durchbruch für Adams, denn mit dem Album schaffte er es zum ersten Mal in die Top 10 der US-Albumcharts. Außerdem konnte er die Singles "Straight From The Heart", "Cuts Like A Knife" und "This Time" gut in den Singlecharts platzieren. Cuts Like A Knife wird von Kritikern und Fans zu den besten Bryan Adams Alben gezählt.

In Kanada war Bryan 1983 schon sehr bekannt. Mit diesem Album verschaffte er sich in den USA erstmals nachhaltig Gehör. Im Sog des Erfolges nahm man auch in Europa zum ersten Mal von Bryan Adams Notiz. Alles was danach kam, war im Prinzip noch erfolgreicher und Adams agierte bis in die 1990er kommerziell extrem erfolgreich. Danach machte er sich etwas rar und konzentrierte sich immer wieder auf seine große Liebe, die Fotografie.

Musikalisch kann man das Album in drei Hauptstilistiken aufteilen: Balladen, softe Rocksongs und etwas schnellere Rocksongs. Der Gitarrenanteil ist auf diesem Album, bzw. seinen frühen Alben bis 1989, höher als auf den späteren Werken.

Eine Spezialität Adams waren sicherlich immer einschmeichelnde Rocksongs im Mid-Tempo. Er konnte hier locker Songs produzieren, die eingängig genug waren und Mitsingpotential entfalteten, die aber andererseits nie zu seicht waren. Auf dem Album hat er einige solcher Songs angesammelt, u. a. "The Only One", "This Time", "What's It Gonna Be" und "Let Him Know". Bemerkenswert ist das Intro zu This Time, welches die deutsche Band PUR m. E. wohl auch irgendwann einmal gehört haben muss. Diese Songs funktionieren allesamt sehr gut, einzig "Let Him Know" wirkt etwas verunglückt.

Balladen sind eine weitere Spezialität von Adams, das hat man später leider etwas überdeutlich feststellen müssen. Die beiden Balladen auf diesem Album sind aber gut gelungen. "Straight From The Heart" ist eine solche Ballade, es ist eine der besten Adams-Balladen. "The Best Was Yet to Come" ist noch softer gestaltet und wirkt nachdenklicher.

Zum dritten gab es den Gitarrenrocker Adams, der immer in der Lage war, angenehm rockige Gitarrensongs vorzulegen. Auch davon gibt es auf diesem Album. Das Highlight stellt dabei der Titelsong "Cuts Like A Knife" dar. Cuts Like A Knife gehört zu den Trademark Songs von Adams, den er Live immer gerne spielte. "I'm Ready" legt tempomäßig zu, "Don't Leave Me Lonely" besitzt auch viele gute rockige Gitarrenparts. "Take Me Back" könnte man, trotz eines eher verschleppten Tempos, auch zu den Gitarrenrockern Adams' zählen.

Fazit Bryan Adams legte mit Cuts Like A Knife ein wichtiges Frühwerk vor. Musikalisch gibt es nicht viel zu mäkeln, es handelt sich größtenteils um klassischen Adams-Gitarrenrock: mal härter, mal softer und mal balladesk. Ein Händchen für gute Melodien hatte Adams schon immer, das zeigt er hier wiederholt. Die Songs sind handwerklich gut gelungen, die Band performt gut. Der Titelsong und die Ballade Straight From The Heart ragen aus den Songs heraus, die anderen Songs sind ordentlich bis gut gelungen. Nur "Let Him Know" fällt deutlich ab und wäre aus meiner Sicht verzichtbar gewesen.

Trackliste

  1. The Only One (Bryan Adams, Jim Vallance) 3:14
  2. Take Me Back (Adams, Vallance) 4:49
  3. This Time (Adams, Vallance) 3:18
  4. Straight from the Heart (Adams, Eric Kagna) 3:30
  5. Cuts Like a Knife (Adams, Vallance) 5:16
  6. I'm Ready (Adams, Vallance) 3:58
  7. What's It Gonna Be (Adams, Vallance) 3:39
  8. Don't Leave Me Lonely (Adams, Vallance, Eric Carr) 3:09
  9. Let Him Know (Adams, Vallance) 2:56
  10. The Best Was Yet to Come (Adams, Vallance) 3:03

Rezensent: MP