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Review Birth Control - Getting There

Interpret: Birth Control

Titel: Getting There

Erscheinungsjahr: 1996

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Getting There ist der Titel eines Albums der Band Birth Control. Das Album erschien im Jahr 1998 in der damaligen Stammbesetzung Bernd Nossi Noske (Vocals, Drums, Percussion), Horst Stachelhaus (Bass), Peter Engelhardt (Gitarre) und Xaver Fischer (Keyboards). Es war leider das letzte Album mit Horst Stachelhaus, der 1998 verstarb.

Die Songs

Mit "When The Night Falls" geht die Band zögerlich zu Werke. Ein weniger harter Song mit einem Mix aus AOR und Prog, der nicht ganz überzeugt. "Garden Of Gold" klingt mit den Lucy In The Sky Arpeggien und Leslie-Orgelsounds stärker retro, aber auch etwas verschlafen. Mit "Love Strike" gibt die Band zu einem schönen Bassintro von Horst Stachelhaus mehr Gas, der gesamte Song erinnert endlich etwas an frühe Birth Control Arbeiten. Vor allem im Mittelteil geht, im Retro-Sinn, angenehm die Post ab.

"Simpler As It Seems" ist ein etwas verwirrender Song, der patchworkartig aufgebaut ist. Das beginnt balladesk, legt dann riffrockig zu, danach gibt es einen Part mit Sprechgesang dem wiederum der beste Part mit klassischem Rock folgt.

"All That I Want" rumpelt hart. Es ist so ein Song nach dem Muster Haudrauf und rocke, allerdings mit guten Orgelparts und einem angenehmen Gitarrensolo von Engelhardt. "Getting There" wirkt, ähnlich wie Simpler As It Seems, etwas zerfahren. Das Instrumental kann aber mit guten Parts punkten.

"The Rose" ist der längste Song des Albums. Eine Akustikballade hört man von Birth Control nicht oft, so gesehen eine interessante Sache. Hervorzuheben ist vor allem die schöne Gitarrenarbeit von Engelhardt gepaart mit schönen Basslines von Stachelhaus und Nossis gutem Gesang. "Hard Times" rockt danach wieder hart, relativ straight, aber mit interessanten Läufen nahe an Blackmore/Lord. Der Refrain ist m. E. jedoch etwas zu eingängig konzipiert.

"Will Someone Know My Name" baut auf einem kurzen Kernthema auf, welches bei verschlepptem Tempo permanent wiederholt wird. Das baut eine psychedelische Stimmung mit gewissen Längen auf. Das Album endet mit dem zweiten Instrumental, "360 Degrees Of the Cycle". Nossis Groove ist cool, der gesamte Song ist unterhaltsam gestaltet und lässt das Album angenehm ausklingen.

Fazit Getting There ist ein weiteres ordentliches Album von Birth Control aus den 90ern. Es ist eben auch mit allem behaftet, was damals viele ihrer Alben ausmachte: einige recht gute Elemente, aber auch viel Füllmaterial, das einfach nicht überzeugend ist. Auch wenn die Band hier etwas stärker Richtung AOR tendiert, wirkt das Album auf mich im direkten Vergleich zum Vorgänger Jungle Life homogener.

Trackliste

  1. When The Night Falls (06:12)
  2. Garden Of Gold (05:43)
  3. Love Strike (04:28)
  4. Simpler As It Seems (05:59)
  5. All That I Want (04:00)
  6. Getting There (04:35)
  7. The Rose (07:07)
  8. Hard Times (03:38)
  9. Will Someone Know My Name (03:37)
  10. After 360 Degrees Of The Cycle (04:37)

Rezensent: MP