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Albumbesprechung Black Sabbath - Sabbath Bloody Sabbath

Interpret: Black Sabbath

Titel: Sabbath Bloody Sabbath

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Heavy-Metal, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Sabbath Bloody Sabbath ist das fünfte Studio Album der Band Black Sabbath. Das Album erschien im Jahr 1973. Black Sabbath verfeinerten hier ihre Vorstellung des Heavy Metal, welche gemeinhin als Vorläufer des Black-Metal und Doom-Metal betrachtet wird. Außerdem wirkt die Musik auf dem Album überraschend komplex und ist üppig instrumentiert. Toni Iommi und Geezer Butler versuchten sich auf dem Album sogar am Moog und anderen Synthesizern und für den Song Sabbra Cadabra holte man den ehemaligen Yes Keyboarder Rick Wakeman als Verstärkung.

Das Album wird von vielen Fachleuten als eines der wichtigen Alben des Heavy Metal betrachtet. Es war das erste und eines der wenigen Sabbath Alben, welches bei Erscheinen überwiegend gute Kritiken erhalten hat. In den USA gab es Platin für das Album und in den Charts ging es bis Rang 11. Im UK erreichte die Band sogar Rang vier der Charts. Dort gab es 1975 Silber für über 60.000 verkaufter Exemplare.

Die Aufnahmen zum Album waren wohl nicht ganz so einfach. Black Sabbath versuchten in den USA aufzunehmen. Allerdings gab die Band nach einem Monat ohne irgendwelche Ergebnisse auf und ging zurück nach England. Dort mieteten sie Schloss Clearwell und spielten u. a. in den Verließen des Schlosses. Hier war es Toni Iommi, der irgendwann das Riff zu Sabbath Bloody Sabbath klimperte. Der Bann schien gebrochen.

Was Black Sabbath vorlegten, war schon beachtlich. Sabbath Bloody Sabbath ist eines der vielschichtigsten Alben der Band. Die Basis bilden nach wie vor die Trademark Riffs von Iommi. Die meisten Songs sind aber recht komplex aufgebaut und weisen interessante Instrumentalparts auf. Das beginnt schon mit dem Titelsong, der sicher zu den wichtigen Songs der Band gehört. Ein klassisches Iommi Riff und interessante Instrumentalbreaks geben dem Song das gewisse Etwas. Ähnlich gut klingt der Mix auf Looking For Today. Sabbra Cadabra stellt in der Hinsicht sicherlich einen der interessantesten Songs der Band dar. Die Instrumentalparts tendieren Richtung Prog-Rock, was sicherlich auch Rick Wakemans Keyboardarbeit geschuldet ist. Auch der Synthielastige Song Who Are You ist untypisch für die Band - klingt aber interessant. Gelungen ist auch das Instrumental Fluff, auf dem Iommi außer dem Bass alle Instrumente selbst spielt.

Die restlichen Songs klingen selten nach reinem Black Sabbath Metal, da sie mit mehr oder weniger interessanten Instrumentalparts gespickt sind.

Fazit Black Sabbath legten mit Sabbath Bloody Sabbath ein überzeugendes Album vor. Aus meiner Sicht ist Sabbath Bloody Sabbath das beste Album der Band. Wer nur den reinen klassisch harten Riffrock der Band liebt, für den dürfte das Album aber nicht die erste Wahl sein. Wer aber mit kleinen Experimenten und Ausflügen Richtung Psychedelic und Prog keine Probleme hat, der sollte sich das Album unbedingt einmal anhören.

Trackliste

  1. Sabbath Bloody Sabbath 5:45
  2. A National Acrobat 6:16
  3. Fluff 4:11
  4. Sabbra Cadabra 5:59
  5. Killing Yourself to Live 5:41
  6. Who Are You? 4:11
  7. Looking for Today 5:06
  8. Spiral Architect 5:29

Rezensent: MP

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