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Albumbesprechung Dewa Budjana - Zentuary

Interpret: Dewa Budjana

Titel: Zentuary

Erscheinungsjahr: 2016

Genre: Fusion

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Zentuary ist der Titel eines Albums von Dewa Budjana. Das Album erschien 2016 bei Favored Nations in Kooperation mit Moonjune Records.

Budjana ist so etwas wie ein Popstar in Indonesien, im Rest der Welt dürfte er mittlerweile eher als virtuoser Jazz-Fusion Gitarrist bekannt sein. Dass er dieses Album auf Steve Vais Label Favored Nations veröffentlichte, deutet auf eine exponierte Stellung in der Gitarrenszene hin.

Nun ist Budjana aber mehr als nur ein Solomusiker. Auf Zentuary spielt Budjana sogar in einer Art Bandformat mit Drummer Jack DeJohnette, Bassist und Stickman Tony Levin sowie Keyboarder/Drummer Gary Husband. Als Special Guests dabei sind der Überschallgitarrist Guthrie Govan, Tim Garland (Saxofon), Danny Markovich (Saxofon), das Czech Symphony Orchestra und die indonesischen MusikerInnen Saat Syah, Ubiet und Risa Saraswati.

Musikalisch bleibt es beim bewährten Mix aus westlichem Fusion und den Einflüssen aus Budjanas Heimat. Dancing Tears könnte man gleich zum Auftakt als musikalischen Wegweiser bezeichnen: weltmusikalische Einflüsse, treibender klassischer Jazz-Fusion aber auch immer wieder etwas experimentell bis verspielt. Budjana und Levin feuern heiße Unison-Läufe ab, Budjana selbst pendelt als Gitarrist zwischen zappaeskem Material und McLaughlin Läufen. So ähnlich geht das dann weiter: Budjana glänzt mit seinen Skills, die mal nach Holdsworth, nach McLaughlin, Ralph Towner oder nach Zappa klingen. Daneben Levin mit unruhigen und bisweilen hoch virtuos blubbernden Bassläufen, DeJohnette mit seinem ausgefuchsten groovigen Spiel und Husband mit Sounds zwischen klassischem 80sFusion und klassischem Prog. Nicht zu vergessen die hervorragenden Gastmusiker auf diesem Album, für Gitarristen vor allem interessant der Beitrag von Guthrie Govan auf Suniakala.

Fazit Bei Budjana darf man noch mit einigem rechnen, aber Zentuary könnte das große Werk Budjanas sein bzw. werden. Budjana wirkt so selbstbewusst und locker, dass er sich weiter freispielen konnte. Musikalisch hat er seine Nische mit seinem speziellen Mix aus Fernost und Westlichem Fusion sowieso schon lange gefunden. Das klingt hier mal lyrisch, spacig, stellenweise auch etwas abgedreht oder wahlweise mal hart rockend. Überzeugend ist es in jedem Fall.

Trackliste

Disk 1

  1. Dancing Tears 09:16
  2. Solas PM 09:18
  3. Lake Takengon 07:45
  4. Suniakala 08:42
  5. Dear Yulman 08:22
  6. Crack In The Sky 07:38

Disk2

  1. Pancaroba 08:13
  2. Manhattan Temple 10:03
  3. Dedariku 10:49
  4. Ujung Galuh 07:13
  5. Uncle Jack 10:53
  6. Zentuary 02:49

Rezensent: MP