KurzInfo und Diskographie AC/DC

AC/DC: Wurzeln Schottland, aus Australien stammend, zuletzt in den Niederlanden residierend. Botschaft: schnörkelloser minimalistischer Hard-Rock. So könnte man die Band AC/DC ganz kurz beschreiben. Tatsächlich hat sich die Band um die Brüder Young eindeutig dem härteren Rock'n'Roll bis Hardrock verschrieben. Den bringt sie nun seit ca. 1973 in immer ähnlicher Form zu Gehör. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder man mag es, oder man mag es nicht. Dazwischen gibt es nicht viel.

Die Band AC/DC kommt, wie erwähnt, aus Australien. Dort wurde sie 1973 von den Brüdern Angus Young und Malcolm Young gegründet. Die Familie Young stammt aber ursprünglich aus Schottland. Von Anfang an konzentrierte sich die Band auf eine harte Variante des Rock'n'Roll mit einigen Zitaten aus dem Blues.

Malcolm und Angus Young zogen mit ihrer Familie 1963 aus Glasgow nach Sydney. Mit dem Musikvirus wurden beide schon früh infiziert, ihr Bruder George spielte schon früh bei der bekannten Band Easybeats Gitarre. Wahrscheinlich färbte das auf Malcolm und Angus ab. Beide fingen an Gitarre zu spielen und hatten bald erste Bands am Start. 1973 wurde die Band AC/DC gegründet, der sowohl Malcolm als auch Angus angehörten. Dazu holten sie sich Colin Burgess an den Drums, Larry Van Kriedt am Bass und den Sänger Dave Evans. Somit stand das erste Line-Up der Band. Ein Jahr später wurde die erste Single der Band veröffentlicht. 1974 kam es zur ersten entscheidenden Umbesetzung in der Band. Man ersetzte Dave Evans durch den Sänger Bon Scott, was für viele Fans die eigentlich Geburt der Band AC/DC bedeutete. Scott hatte zu dem Zeitpunkt schon einiges hinter sich gebracht und war ein, im wahrsten Sinn des Wortes, alter Hase des Business. Weitere entscheidende Veränderungen folgten 1975, als man Phil Rudd an die Drums holte sowie Mark Evans an den Bass. In der Besetzung konnte sich die Band konnte sich schnell einen guten Bekanntheitsgrad erspielen.


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Nachdem im Jahr 1975 in Australien die Alben High Voltage und TNT auf dem Markt kamen, debütierten AC/DC 1976 mit dem Album High Voltage international. High Voltage wurde zwar kein ganz großer Erfolg, aber die Band erreichte zumindest die Top 200 in den USA. Das war nicht schlecht. Außerdem konnte die Band ihre Fanbase damit deutlich vergrößern. Man nahm auch in Europa von der Band Notiz, wenngleich sie hier in der Regel nicht mehr als ein Insidertip war. Noch im gleichen Jahr 1976 legte die Band das Album Dirty Deeds Done Dirt Cheap vor, welches ähnlich erfolgreich wie High Voltage war.


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Let There Be Rock erschien im Jahr 1977. Das Album war erfolgreicher als die beiden Vorgänger, auch in Europa nahm eine größere Hörerschaft Kenntnis von dieser Rock'n'Roll Kapelle aus Australien. Mit Let There Be Rock hatte die Band ihr Konzept des typischen Hard Rock a la AC/DC praktisch vervollkommnet. Drums und Bass gaben der Band ein wuchtiges und groovendes Fundament. Darüber spielte Malcolm eine zwingende und tighte Rhythmusgitarre. Sänger Bon Scott schrie und kreischte, was die (Kopf-)Stimme hergab. Angus Young würzte das Unternehmen mit schönen Soli, die etwas von Chuck Berry und viel Blues hatten. Eigentlich könnte man sagen, dass die Band einfach eine harte Variante des Rock'n'Roll spielte - zumindest sieht sich die Band selbst immer als eine Rock'n'Roll Band. Nach dem Album Let There Be Rock ging Bassist Mark Evans, er wurde durch Cliff Williams ersetzt.

Mit dem Livealbum If You Want Blood You've Got It untermauerte die Band ihren Ruf als hervorragende harte Rock'n'Roll Kapelle. Ihr schnörkelloser Stil sorgte auch dafür, dass die Band im Punkboom kaum unterging und immer bekannter wurde.


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1979 brachten AC/DC das Album Highway To Hell heraus. Mit Highway To Hell gelang der Band der endgültige Durchbruch. In den USA ging es in die Top 20, im UK in die Top 10. Der Titelsong wurde weltweit zur Hymne, AC/DC wurden zu einer der bekanntesten Bands des härteren Rock. Plötzlich schien alles hervorragend zu laufen. Aber das Schicksal machte der Band erst mal einen dicken Strich durch die Rechnung. Anfang 1980 starb Sänger Bon Scott, mutmaßlich durch Ersticken nach zu hohem Alkoholgenuss. Die Band war geschockt, zumal man gerade am nächsten Album arbeitete. Erstaunlicherweise hatte die Band aber schnell einen Ersatz gefunden und verpflichtete Sänger Brian Johnson (vorher bei Geordie), der zusammen mit der Band den Rest des Albums einspielte.


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Das Album wurde Back In Black getauft. Das Cover war komplett in schwarz gehalten. Sozusagen könnte man es als eine Hommage an den gestorbenen Sänger Scott deuten. Viele Fans hatten damals große Sorge, ob und wie es mit der Band nach dem Tod von Bon Scott weitergehen sollte. Für Hardcore Fans stellte sich die einfache Frage: kann ein so einzigartiger Sänger wie Scott ersetzt werden? Mit Brian Johnson traf die Band eine recht gute Wahl. Er konnte Scott sicherlich nicht vergessen machen, aber er konnte die Lücke einigermaßen gut füllen. Fakt ist: Back in Black brach so ziemlich alle Rekorde. Es dürfte das erfolgreichste Hard-Rock Album aller Zeiten sein. Die Verkaufszahlen hatten im Jahr 2008 die 40 Millionen Grenze überschritten, womit es auch zu den erfolgreichsten Alben aus Rock und Pop gehört.


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Das nächste Album For Those About To Rock erschien im im Jahr 1981. Es konnte den überragenden Erfolg des Vorgängeralbums nicht annähernd bestätigen, was aber auch kaum zu erwarten war. Die Band war sicherlich noch in einer Findungsphase. Daran bemessen lieferten AC/DC mit For Those About To Rock sicherlich ein gut gelungenes Album ab, auch wenn es in der Diskographie oft etwas untergeht.

Nach dem Release von For Those About To Rock schied der langjährige Drummer Phil Rudd aus persönlichen Gründen aus der Band aus. Auf den beiden folgenden Studioalben Flick Of The Switch und Fly On The Wall saß Simon Wright an den Drums. Weder Flick Of The Switch noch Fly On The Wall konnten an den großen Erfolg der Vorgängeralben anknüpfen. Musikalisch lief es nicht ganz so gut. Irgendwie schien die Band in einer Krise zu stecken. Vielleicht waren die Musiker noch durch den Tod von Bon Scott beeindruckt, auch der Weggang von Rudd machte sich bemerkbar.

Etwas besser lief es mit dem Album Who Made Who im Jahr 1986. Das Album stellte als Soundtrack eine Zusammenstellung einiger Songs der Band dar, es gab nur drei neue Songs. Aber die Fans sahen immerhin eine gewisse Aufwärtsentwicklung bei AC/DC.


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Weiter aufwärts ging es mit dem Album Blow Up Your Video, das mit dem Song Heatseeker wieder einmal einen Singleerfolg brachte. Nach dem Album verließ Drummer Simon Wright die Band, er wurde durch Chris Slade (ex- Manfred Mann's Earthband) ersetzt.

1990 erschien das Album The Razors Edge, mit dem die Band endgültig in die Erfolgsspur zurückfand. Unterstützt durch die Hitsingle Thunderstruck verkaufte sich das Album blendend und konnte in vielen Ländern die Top 10 erreichen.


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Die Band ließ sich danach aber Zeit, erst im Jahr 1995 erschien das nächste Album Ballbreaker. Zuvor stieß der alte Drummer Phil Rudd wieder zur Band, was dem Bandsound insgesamt gut getan hat. Wieder konnte sich das Album hoch in den Charts platzieren und verkaufte sich gut. Die Fans der Band waren zufrieden, AC/DC waren wieder da. Nach Ballbreaker folgte aber wieder eine lange Pause, erst im Jahr 2000 erschien das Album Stiff Upper Lip. Das Album war insgesamt zwar nicht ganz so erfolgreich wie Ballbreaker, überzeugte Fans und Kritiker aber größtenteils. Beachtlich war die Rückkehr zu alten Sounds gepaart mit einer vergleichsweise fetten Produktion, für die Bruder George Young verantwortlich war.


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Ab 2000 machte sich die Band noch rarer als zuvor. Die Fans mussten immerhin bis 2008 warten, als die Band mit Black Ice ein neues Studioalbum veröffentlichte. Und was soll man sagen: AC/DC waren in klassischer Manier da: kompromisslos, schnörkellos und auf den Punkt. Den Fans gefiel es - sehr sogar. Black Ice schaffte es praktisch in allen wichtigen Charts auf Platz 1 und war einer der überragenden Verkaufserfolge des Jahres 2008.

Anfang 2014 geisterte das Gerücht der Auflösung von AC/DC durch die Presse. Die Band dementierte dies, leider musste man aber schließlich eines eingestehen: Malcolm Young war so schwer erkrankt, dass er nicht mehr in der Lage war, Musik zu machen. Er wurde durch einen Neffen von Angus und Malcom, Stevie Young, ersetzt. Die Band produzierte so das neue Studioalbum Rock Or Bust. Nach dem Release des Albums wurde schließlich bekannt, dass Drummer Phil Rudd in seinem Heimatland wegen versuchten Mordes angeklagt werden soll.

Auf einer Tour im Jahr 2016 überraschte die Band mit dem Leadsänger Axl Rose, der aber lt. Band lediglich kurzfristig als Ersatz für den Erkrankten Brian Johnson einsprang. Außerdem kündigte Bassist Cliff Williams seinen Abschied an. Ob Drummer Rudd nach Absitzen seines Hausarrests zur Band zurückkehren wird, blieb zunächst offen.

 

Diskographie AC/DC (Auszug)

Soundtracks

  • 1986 Who Made Who
  • 2010 Iron Man 2 (Soundtrack zum gleichnamigen Film mit älteren Songs der Band)

Live

  • 1978 If You Want Blood (You've Got It)
  • 1992 Live und Live als Doppel CD Collectors Edition
  • 1997 Live From The Atlantic Studios
  • 1997 Let There Be Rock The Movie
  • 2012 Live At River Plate