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KurzInfo und Diskographie: Atlantis

Atlantis entstand 1972 aus den Resten der Band Frumpy. Mit dabei waren Inga Rumpf (voc), Jean-Jacques Kravetz (key) und Karl-Heinz Schott (bass). Dazu gesellten sich Frank Diez (git) und Curt Cress (dr). Frumpy und Atlantis muss man in jeder Form eng verwandt sehen. Frumpy galt als eine der besten deutschen Bands jener Tage, diesen Ruf übernahmen Atlantis praktisch unbesehen. Im Februar 1973 kam das Debütalbum Atlantis heraus. Die Band schaffte es wieder in die vorderen Ränge, wenn es um Newcomer Polls ging. Allerdings blieben die Umsätze etwas hinter den Erwartungen zurück. Als Grund musste man eine verunglückte Releasepolitik des Labels ausmachen - mit dem Release des Atlantis Debütalbums wurde auch nachträglich eine Live LP von Frumpy auf den Markt gebracht, und die Frumpy Scheibe lief deutlich besser.

Auch Atlantis lebte zweifellos von den hervorragenden Leistungen aller beteiligten Musiker, aber Sängerin Inga Rumpf setzte die Akzente, kompositorisch bestimmte sie mit Jean-Jacques Kravetz den Sound der ersten beiden Alben. Relativ früh fing aber auch eine gewisse Fluktuation innerhalb der Band an. Curt Cress und Frank Diez verließen die Band nach dem Debütalbum. Für Cress setzte sich Udo Lindenberg (uns Udo!) an die Drums, George Meier übernahm den Platz von Diez. Sowohl Lindenberg als auch Meier waren nur Interimslösungen, sie verließen die Band nach einer England-Tour. Dafür kamen Ringo Funk (Drums) und Dieter Bornschlegel (Gitarre) zur Band. In der Besetzung wurde das zweite Album "It's Getting Better" eingespielt. Es war wieder einmal vor allem ein Beweis für die beachtliche "schwarze" Stimme von Inga Rumpf. In der Phase kam u. a. der Sounds zu der Ansicht, die Band sei die "englischste aller deutschen Bands". Nach dem Album musste die Band Jean-Jaques Kravetz ersetzen, für ihn kam Rainer Schnelle, der wiederum 1974 durch Adrian Askew ersetzt wurde. Außerdem ging Dieter Bornschlegel, der durch Alex Conti ersetzt wurde. In dieser Besetzung wurde schließlich das dritte Atlantis Album "Ooh Baby" eingespielt. Conti und Askew übernahmen einen Großteil der Kompositionen und präsentierten ein zeitgemäßes Album mit funky Einschlag. 1975 folgte ein gefeiertes Live-Album und die Band ging anschließend auf US-Tour. Dort spielten Atlantis als Vorgruppe von Lynyrd Skynyrd, was sich auf den Bandsound auswirken sollte. Atlantis wollten rockiger werden. Es wurde damals auch klar, dass Alex Conti nicht zu halten war. Für Conti, der in den USA noch als möglicher Gitarrist bei Lynyrd Skynyrd gehandelt wurde, kamen gleich zwei Gitarristen: Frank Diez und Rainer Marz. Damit stand der neuen musikalischen Marschroute nichts mehr im Weg. In neuer Besetzung kam 1975 das Album "Get On Board" auf den Markt. Die Band klang, wie versprochen, rockiger - erreichte aber mit dem neuen Sound weder Kritiker noch Fans so recht. Die Luft war dann schnell raus, im Januar 1976 stiegen Inga Rumpf und Karl-Heinz Schott aus, was der Auflösung der Band gleichkam. Posthum gab es das Album Best Of sowie das Album Top Of The Bill, welches späte Studioaufnahmen der Band enthielt. Sieht man von ein paar eher kurzlebigen Reunions ab, war das Kapitel Atlantis geschlossen.

 

Diskographie Atlantis (Auszug)

  • 1973 - Atlantis
  • 1973 - It' Getting Better
  • 1974 - Ooh Baby
  • 1975 - Atlantis Live
  • 1975 - Get On Board
  • 1978 - Top Of The Bill

 

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