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KurzInfo und Diskographie: Bad Company

Bad Company war oder ist eine Rock Band aus England. Bad Company konnte man anfangs im Prinzip als eine Art Supergroup des Rock bezeichnen. Die Band kam um 1973 zusammen. Gründungsmitglieder waren Paul Rodgers und Simon Kirke von Free, Mick Ralphs von Mott The Hoople und Boz Burrell von King Crimson.

Auch wenn die Band gerne als Hardrock Band gehandelt wurde, so liegen ihre Wurzeln doch eher im härteren Blues-Rock und ihre Entwicklung ging vergleichsweise schnell Richtung AOR. 1974 legte die Band das Debütalbum Bad Company vor. Das Debütalbum wurde ein Megaseller. Es erhielt in den USA 5fach Platin und im UK Gold, gehört zu den meistverkauften Rockalben der 1970er und bildet einen Meilenstein der Rockmusik. Auch das zweite Album Straight Shooter konnte sich sehr gut verkaufen und wurde mit 3fach Platin und einmal Gold ausgezeichnet. Die Chartnotierungen waren aber schon schwächer. Der Trend setzte sich mit Run With The Pack fort. Das Album verkauft sich gut, konnte insgesamt aber nicht an die Erfolge der beiden ersten Alben anknüpfen. Trotz guter Kritiken schien sich die erfolgreiche Bandphase hier schon dem Ende zuzuneigen. Burnin' Sky lief schlecht, Desolation Angels lief zwar besser und ließ eine gewisse Hoffnung aufkommen. Nach einer längeren Pause folgte aber mit Rough Diamonds wieder ein eher erfolgloses Album. Die Band schien ausgelaugt und löste sich zunächst auf.

Danach war vier Jahre Pause. Ralphs, Burrell und Kirke riefen die Band 1986 wieder ins Leben, allerdings ohne Sänger Rodgers. Mit Brian Howe nahmen sie einen Sänger ins Team, der vorher unter anderem bei Ted Nugent war. Howe passte ganz gut ins Team und das Album Fame And Fortune war eigentlich nicht schlecht. Allerdings konnte sich die Band damit nach Ansicht vieler Kritiker nicht wesentlich von anderen gitarrenlastigen Bands unterscheiden, kommerziell war das Album nicht sehr erfolgreich. Wesentlich besser lief Dangerous Age. Das Album erhielt gute Kritiken und konnte Goldstatus erreichen. Noch besser verkaufte sich Holy Water, vor dessen Aufnahme Boz Burrell die Band verließ. Here Comes Trouble konnte sich ebenfalls gut platzieren und ordentlich verkaufen, enttäuschte jedoch insgesamt. Nach dem Album ging Sänger Howe.

Die Band heuerte als neuen Sänger Robert Hart an, der stimmlich in ähnlichen Bereichen wie Paul Rodgers sang. Bad Company bewegte sich mit Hart im damals noch beliebten AOR Bereich. Die Erfolge hielten sich aber doch in Grenzen, nachdem sich die großen Erfolge nicht mehr einstellen wollten, löste sich die Band 1997 auf.

Im Jahr 1998 beschlossen Kirke und Paul Rodgers, dass man wieder zusammen etwas machen könne. Das Ergebnis war die Bad Company Anthology von 1999, für die vier neue Songs eingespielt wurden. Das Album chartete zwar nicht hoch, verkaufte sich aber gut und erhielt Platin. Es folgte eine kurze, recht erfolgreiche Tour. Danach kam es im Jahr 2001 zu einer erneuten Wiedervereinigung der Band durch Kirke und Rodgers. Das Ergebnis war die Live DVD Merchants of Cool.

Paul Rodgers schloss sich danach kurzzeitig Queen an. Der alte Stammbassist verstarb im Jahr 2006. Im Jahr 2008 gab es eine kurzlebige Version von Bad Company um Mick Ralphs in der Besetzung Robert Hart, Mick Ralphs, Dave Bucket Colwell, Jaz Lochrie und Harry James. Robert Hart wurde überraschend schnell wieder durch Paul Rodgers ersetzt, dessen Ausflug zu Queen nicht gerade von Erfolg gekrönt wurde.

Diskographie (Auszug)

  • 1974 Bad Company
  • 1975 Straight Shooter
  • 1976 Run With the Pack
  • 1977 Burnin' Sky
  • 1979 Desolation Angels
  • 1982 Rough Diamonds
  • 1986 Fame and Fortune
  • 1988 Dangerous Age
  • 1990 Holy Water
  • 1992 Here Comes Trouble
  • 1993 What You Hear Is What You Get: The Best of Bad Company
  • 1995 Company of Strangers
  • 1996 Stories Told & Untold
  • 1999 The Original Bad Company Anthology
  • 2002 Merchants of Cool, Live
  • 2006 Live in Albuquerque 1976