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Info und Diskographie BAP

BAP ist eine Rockband, die aus Köln stammt und deren besonderes Merkmal vor allem die in der Mundart Kölsch dargebotenen Songs sind. Hauptinitiator der Band ist Wolfgang Niedecken, der als Sänger und Hauptsongwriter der Band seinen Stempel aufdrückt.

BAP gehört, gemessen an den Verkaufszahlen, zu den erfolgreichsten Bands in Deutschland. Das ist verwunderlich, zumal sich die kölschen Texte nicht jedem gleich erschließen. Allerdings hat es sich die Band meist nicht nehmen lassen, die Texte auch hochdeutsch zu drucken. BAP scheint ein durchaus erfolgreiches Konzept gefunden zu haben. Die Band spielt einen relativ klassischen Rock, der vor allem von Bands wie den Kinks oder auch den Rolling Stones beeinflusst wird. Dazu kommt der recht große Einfluss von Singer Songwritern wie Bob Dylan und Bruce Springsteen, der sich vor allem auf das Songwriting von Niedecken auswirkt. BAP bedient mit dieser Musik weniger die ganz jungen Fans als vielmehr die "erfahrenen" Musikhörer.

BAP gibt es schon seit 1976. Neben Niedecken waren damals Hans Heres, Wolfgang Klever, Manfred "Schmal" Boecker, Wolfgang "Wolli" Boecker und Bernd Odenthal mit von der Partie. Heute ist nur noch Niedecken von dieser Originalbesetzung übrig. Die Band konnte dann im Jahr 1979 ihr erstes Album BAP rockt andere kölsche Leeder veröffentlichen. Mit dem Album gelang der Band ein erster Achtungserfolg. Etwas besser lief es mit dem zweiten Album Affjetaut im Jahr 1980. Der Durchbruch gelang BAP dann mit dem dritten Album Album Für usszeschnigge, das in Deutschland auf Platz 1 der Charts kam. Auf dem Album war der Riesenhit Verdamp lang her enthalten, daneben auch einige der frühen Trademark Songs wie Waschsalon oder Müsli Män.

BAP konnte diesen großen Erfolg mit den Alben bis 1990 meistens wiederholen und teilweise sogar steigern. Vun drinne noh drusse enthielt die großen Hits Kristalnaach und Do kanns zaubere, Bess demnähx zeigte die guten Livequalitäten der Band. Den folgenden Alben Zwesche Salzjebäck un Bier und Ahl Männer, aalglatt fehlten dann jedoch die ganz großen Hits. Die beiden Alben toppten zwar die Charts, konnten sich aber nicht mehr ganz so lange in den Charts halten.

Da Capo setzte den Trend fort und warf mit Fortsetzung folgt keine überragende Single mehr ab. Auch X für e' U bestätigte den Trend, wobei die Band hier mit Alles Em Lot eine schöne Ballade auskoppelte.

Das Livealbum affrocke bestätigte den Abwärtstrend und schaffte es nicht auf Platz 1 der Charts, genauso wenig gelang das dem Studioalbum Pik-sibbe. Es war im Jahr 1993 das erste BAP Album seit 1981, das Platz 1 der Charts verfehlte. Amerika bestätigte den Abwärtstrend des Album Pik-sibbe, wieder fehlte der ganz große Hit. Die Band schien etwas ausgelaugt. Nach dem Album war erst mal Pause. Das langjährige Bandmitglied Steve Borg verließ BAP. Erst drei Jahre später, im Jahr 1999, erschien mit Comics & Pin-Ups das nächste Album der Band. Auch wenn das Album auf Platz 1 der Charts gelangte, gab es für das Album eher mäßige Kritiken. Die Band schien sich in eine Sackgasse gespielt zu haben. Im Anschluss gingen Effendi Büchel und Gitarrist Major Heuser. Mit Major Heuser verließ ein Musiker die Band, den viele als den bestimmenden Musiker neben Niedecken angesehen haben. Major beeinflusste mit seinem Gitarrespiel sicherlich den Sound der Band nachhaltig. Im Prinzip wurden oft vergleiche wie Jagger (Niedecken) und Richards (Major) angestellt. Die alten Fans befürchteten somit nach dem Ausstieg Majors das Schlimmste. Das nicht gut gelungene Album Tonfilm schien diese Befürchtungen zu bestätigen. Allerdings konnte die Band dann im Jahr 2001 das gut gelungenen Album Aff un zo präsentieren, wieder gelang der Sprung an die Spitze der Charts. Der neue Gitarrist Helmut Krumminga konnte den Weggang von Major mehr als wettmachen, das wurde mit dem Album klar.

Dennoch lief es nach 2001 nicht mehr ganz so rund. Das Live Album Övverall schaffte es nur auf Platz 8 der Charts, die DVD Viel Passiert konnte sich gerade mal in den Top 60 platzieren. Mit Sonx konnte die Band einen kurzen Aufwärtstrend verbuchen (Platz 3 der Charts), den sie mit der Compilation Dreimal Zehn Jahre nicht ganz bestätigen konnte. Danach hörte man fast drei Jahre nicht viel von BAP. Die Band meldete sich aber mit dem erstaunlich frisch wirkenden Album Radio Pandora im Jahr 2008 erfolgreich zurück. Das Album schaffte wieder einmal die Topposition der Charts. 2011 erschien das Album Halv Su Wild, weitere Bandaktiväten mussten aber erst einmal auf Eis gelegt werden, nachdem Niedecken schwer erkrankte.

Diskographie (Auszug)

Studio-Alben

  • 1979 BAP rockt andere kölsche Leeder
  • 1980 Affjetaut
  • 1981 Für Usszeschnigge
  • 1982 Vun drinne noh drusse
  • 1984 Zwesche Salzjebäck un Bier
  • 1986 Ahl Männer, aalglatt
  • 1988 Da Capo
  • 1990 X für 'e U
  • 1993 Pik Sibbe
  • 1996 Amerika
  • 1999 Comics & Pin-Ups
  • 2001 Aff un zo
  • 2004 Sonx
  • 2008 Radio Pandora (Plugged)
  • 2008 Radio Pandora (Unplugged)
  • 2011 Halv Su Wild
  • 2016 Lebenslänglich (als Niedeckens BAP)

Compilations

  • 1995 Wahnsinn - Die Hits von 79-95
  • 1999 Tonfilm
  • 2005 Dreimal zehn Jahre (2CD)

Live

  • 1983 Bap live - Bess demnähx
  • 1991 Affrocke - Live
  • 2002 Övverall (2CD)
  • 2009 Live und in Farbe
  • 2011 Volles Programm
  • 2014 Das Märchen vom gezogenen Stecker