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KurzInfo und Diskographie: Boomtown Rats

The Boomtown Rats waren eine irische Band, die von 1975 bis 1986 aktiv war und zu den wichtigen Protagonisten des Punk bzw. des Post Punk/New Wave gezählt werden. Dabei ist der Name Boomtown Rats vor allem eng mit dem Namen Bob Geldof verbunden. Der war Leadsänger der Band und kam später als Veranstalter von Charity Events wie Band Aid zu Ehren - er wurde von der Queen zum Knight Commander of the Order of the British Empire ernannt.

Erste Erfolge im Punkboom

Die Boomtown Rats kamen um 1975 in der Besetzung Bob Geldof, Garry Roberts (Gitarre), Gerry Cott (Gitarre), Johnny Fingers (eigentlich John Moylett, Keyboard), Pete Briquette (eigentlich Patrick Cusack, Bass) und Simon Crowe (Schlagzeug) in Dublin zusammen. Sie feierten erste Erfolge auf der Höhe des Punkbooms im Jahr 1977, damals konnten sie ihre erste Single Looking After Number One in die britischen Charts bringen. Kurz später brachten sie ihr Debütalbum The Boomtown Rats heraus, welches sich gut verkaufte.

Erfolgreicher war das zweite Album A Tonic For The Troops mit den Singleauskopplungen Like Clockwork, She's So Modern und Rat Trap. Hier war schon längst klar, dass die Rats keine harte Punkband waren, sondern eher dem New Wave zuzuordnen waren. Im nachhinein wird auch die Meinung vertreten, dass jegliche Punkattitüde der Band rein marketingtechnische Gründe hatte.

Die musikalische Grundausrichtung wurde spätestens 1979 mit der Hitsingle I Don't Like Mondays klar. Thematisch ging es um den Amoklauf einer Schülerin in Kalifornien, die bei der Vernehmung meinte, sie mag einfach keine Montage. Musikalisch war die Band komplett im New Wave bzw. moderaten Rock gelandet. Das folgende Album "The Fine Art Of Surfacing" lief ganz gut.

Im Jahr 1980 feierten die Boomtown Rats mit dem Song Banana Republic ihren letzten Top 10 Erfolg. Nicht mehr ganz so gut lief das 1981er Album "Mondo Bongo", welches die Hörer durch etliche Experimente vielleicht etwas verstörte. Auch die beiden letzten Bandalben -"V Deep" (1982) und "In The Long Grass" (1984) konnten nicht mehr an die großen Erfolge der Band heranreichen.

1986 - Auflösung der Boomtown Rats

Das offizielle Ende der Band wurde im Rahmen des Self Aid Konzerts im Jahr 1986 zelebriert - nach dem Auftritt war das Kapitel Boomtown Rats beendet.

Geldof kam, wie eingangs erwähnt, vor allem als Initiator des Band Aid Spektakels mit Midge Ure zu Ehren. Außerdem konnte er, zusammen mit Ex Boomtown Rat Pete Briquette, moderate Erfolge als Solokünstler feiern. Weniger erfolgreich waren die Soloambitionen von Gerry Cott. Auch Johnnie Fingers und Simon Crowe waren mit der Band Gung Ho nur mäßig erfolgreich - Fingers wechselte später zur japanischen Band Greengate, Crow wurde bei der Band Jiggerypipery gesichtet.

Diskographie Boomtown Rats

Studio

Compilations

  • The Boomtown Rats' Greatest Hits (1987)
  • Loudmouth (1994)
  • The Best of the Boomtown Rats (2003)
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