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KurzInfo und Diskographie Marianne Faithfull

Marianne Faithfull wurde am 29.12.1946 in Hampstead/London geboren. Faithfull ist Sängerin und Schauspielerin, erste Bekanntheit erlangte sie aber vor allem als Wegbegleiterin (aka Groupie) der Rolling Stones in den späten 1960ern.

Faithfull begann in den 1960ern zunächst als Sängerin und sie konnte ihre ersten beiden Alben Come My Way und Marianne Faithfull gut in den Charts platzieren. Bis 1969 folgten weitere, eher erfolglose Alben. Wesentlich bekannter wurde sie, wie eingangs erwähnt, als Freundin von Mick Jagger, was ihr einige Popularität in den gängigen Boulevard-Zeitungen einbrachte. Nach der Trennung von Mick Jagger erlangte sie bald wieder eine gewisse Popularität in den Massenblättern, weil sie angeblich mit dabei war, als Jim Morrison 1971 in Paris verstarb. Ob es so war oder nicht hat Faithfull jedoch nie bestätigt.

Musikalisch war Marianne Faithfull bis 1976 mehr oder weniger weg von der Bildfläche. Relativ überraschend veröffentlichte sie 1976 das Album Dreamin My Dreams und 1978 Faithless. Beide Alben wurden wohl auch als Package auf den Markt gebracht. In die Charts schafften es die Alben aber nicht.

1979 folgte das Album Broken English, welches man als einen Meilenstein ihrer Karriere bezeichnen kann. Für viele Fans ist es das beste Faithfull Album, auch Marianne bezeichnete das Album stets als einen Meilenstein ihrer Karriere. Die Singles The Ballad Of Lucy Jordan und der Titelsong Broken English wurden erfolgreich als Singles ausgekoppelt. Faithfull konnte die Zuhörer dabei mit ihrer rauen und dunklen Stimme in den Bann ziehen. Vor allem in Europa konnte sie große Erfolge mit dem Album feiern.

Nach dem großen Erfolg des Albums zog Faithfull nach New York, wo das nächste Album Dangerous Acquaintances im Jahr 1981 erschien. Faithfull versuchte sich damals, erfolglos, von ihrer Drogensucht zu kurieren. Der exzessive Lebensstil zeigte erste negative Auswirkungen, u. a. manifestiert in gesundheitlichen Problemen und desaströsen Auftritten etwa im Rahmen der beliebten Show Saturday Night Live. 1983 folgte das Album A Child's Adventure, das nicht nachhaltig überzeugen konnte. Wenige Neues gab es mit Rich Kid Blues (1984), die Plattenfirma legte nur eine Sammlung alter Songs aus dem Jahr 1971 plus wenigen neuen Aufnahmen.

Im Jahr 1985 unternahm Marianne Medienberichten zu Folge einen entscheidenden Schritt, um sich von den Drogen zu lösen. Nach dem wohl erfolgreichen Entzug erschien im Jahr 1987 das Album Strange Weather, mit dem sie wieder überzeugen konnte. Das Album wird von Fachleuten auf Augenhöhe mit Broken English als eines der besten Alben von Marianne Faithfull bezeichnet. 1990 spielte sie eine Rolle in der Wall Aufführung von Roger Waters und nahm das Album Blazing Away auf, das wieder eine Sammlung aus alten Aufnahmen enthielt.

Große Beachtung erfuhr Marianne Faithfull mit ihrer musikalischen Auseinandersetzung Weill'scher Musik, die sie auf The Seven Deadly Sins und einer eigenen Aufführung der Dreigroschenoper realisierte. 1997 sang sie für Metallica einen Track auf dem Album ReLoad ein und trat auch im dazugehörigen Video auf.

Nach 2000 erschienen wenige Alben von Faithfull. Allen Alben war gemein, dass sie sich nicht besonders gut verkauften. Wichtiger für Marianne Faithfull schien aber ohnehin ihr Weg in die Schauspielerei bzw. ihre Aktivitäten als Theaterdarstellerin. Seit 2004 lebt Marianne Faithfull in Paris. Im Jahr 2006 wurde bekannt, dass Marianne unter Brustkrebs leidet, wobei sie die Krankheit aber wohl durch eine frühe Erkennung im Griff haben soll. Allerdings wurde dann im Jahr 2007 bekannt, dass sie wohl schon längere Zeit an Hepatitis-C leiden soll. Im Jahr 2008 erschien ein neues Album von Marianne Faithfull. Eine dazu geplante Tournee musste aber aufgrund gesundheitlicher Probleme der Künstlerin abgesagt werden. Im Frühjahr 2011 erschien ein weiteres Soloalbum, Horses and High Heels. Faithfull überraschte die Kritiker mit einem runden Album. Die Erfolge hielten sich indes in Grenzen, viel mehr als Chartplatzierungen in den 30ern, etwa Rang 34 in Deutschland, sprangen nicht heraus.

 

Diskographie Marianne Faithfull

  • Come My Way, 1965
  • Marianne Faithfull, 1965
  • Go Away From My World, 1965
  • North Country Maid, 1966
  • Faithfull Forever, 1966
  • Loveinamist, 1967
  • The World Of Marianne Faithfull, 1969
  • Marianne Faithfull's Greatest Hits, 1969
  • Dreamin' My Dreams, 1976
  • Faithless, 1978
  • Broken English, 1979
  • As Tears Go By, 1980 (Compilation)
  • Dangerous Acquaintances, 1981
  • A Child's Adventure, 1983
  • Rich Kid Blues, 1984
  • Strange Weather, 1987
  • The Very Best Of, 1987 (Compilation)
  • Greatest Hits, 1987 (Compilation)
  • Blazing Away, 1990
  • The Little Bird, 1993 (Compilation)
  • Faithfull: A Collection, 1994 (Compilation)
  • Secret Life, 1995
  • 20th Century Blues, 1996
  • The Seven Deadly Sins/Die Sieben Todsünden, 1998
  • A Perfect Stranger - The Island Anthology, 1998 (2 CDs, 1979-95)
  • The Best Of, 1999 (Compilation)
  • Vagabond Ways, 1999
  • It's All Over Now Baby Blue, 2000 (Compilation)
  • True, The Collection, 2000 (Compilation)
  • Stranger on Earth: An Introduction to Marianne Faithfull, 2001 (Compilation)
  • Kissin' Time, 2002
  • The Best of Marianne Faithfull: The Millennium Collection, 2003(Compilation)
  • Before The Poison, 2004
  • Marianne Faithfull: The Collection, 2005 (Compilation)
  • Easy Come Easy Go, 2008
  • Horses And High Heels, 2011
  • Give My Love To London, 2014

Filmographie Marianne Faithfull

  • Made in U.S.A (1966)
  • Anna (1967)
  • I'll Never Forget What's 'is Name (1967)
  • La Motocyclette (1968)
  • Hamlet (1969)
  • Lucifer Rising (1972)
  • Madhouse Mansion (1974)
  • Assault on Agathon (1975)
  • The Turn of the Screw (1992) (narration)
  • When Pigs Fly (1993)
  • Shopping (1994)
  • Moondance (1995)
  • Crimetime (1996)
  • Intimacy (2001)
  • Far From China (2001)
  • Nord-Plage (2004)
  • Paris, je t'aime (Episode "Le Marais") (2006)
  • Marie Antoinette (2006)
  • Irina Palm (2007)
  • House of Boys (2007)