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Info und Diskographie: Gong

Gong gehören zu den wichtigen europäischen Prog-Rock Bands, genauer gesagt wird die Band zum so genannten Space-Rock gezählt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Band immer versucht hat, mit ihren Werken ganze Mythologien zu kreieren bzw. erzählen.

Die Geschichte der Band ist recht bewegt und interessant. Gong wurde vom Australier Daevid Allen 1967 in Frankreich gegründet, weil der wegen Visa-Problemen nicht mehr nach England einreisen konnte. Mit Gilli Smyth, einer englischen Professorin an der Sorbonne, gründet er die Band. Gong mussten sich aber nach den Studentenunruhen erst einmal auflösen, Allen und Smyth mussten nach Mallorca fliehen. Dort wiederum fanden sie den französischen Saxophonisten Didier Malherbe, mit dem sie musizierten. Die Band wurde von einem Filmregisseur zur Fertigstellung eines Soundtracks nach Paris eingeladen. Dort unterzeichneten sie einen Plattenvertrag, aus dem die ersten vier Alben hervorgingen. 1971 folgte ein legendärer Auftritt beim Glastonbury Festival, danach eine ausgedehnte Tour durch England. Dort bekamen sie einen Plattenvertrag mit Virgin Records.

1973 stieß Gitarrist Steve Hillage zur Band. Hieraus entstanden die mithin bekanntesten Werke der Band: die Radio Gnome Trilogy mit den Alben Flying Teapot (Radio Gnome trilogy, part 1), Angel's Egg (Radio Gnome trilogy, part 2) und You (Radio Gnome trilogy, part 3). 1975 kam es zu einem großen Split. Daevid Allen verließ die Band, ebenso Gilli Smyth und Tim Blake. Die klassische Phase der Band war damit zu Ende. Steve Hillage übernahm zunächst die Geschicke, aber auch er verließ 1976 die Band und startete eine Solokarriere.

Von der frühen Besetzung war jetzt nur noch Didier Malherbe dabei. 1977 stieß Drummer Pierre Moerlen (ein Franzose) zur Band und wurde defacto zum Bandleader. 1977 verließ Malherbe die Band. Moerlen baute ein komplett neues Line-Up auf, das sehr rhythmusorientiert war. Er nannte die Band nicht Gong, sondern Gong Expresso und später Pierre Moerlen's Gong. Parallel dazu starten übrigens Daevid Allen und Gilli Smyth pseudo-Gong Bands: Planet Gong und Mother Gong. 1992 kam es zu einer Reunion der Band Gong durch Daevid Allen, der wieder aus Australien nach Europa zurückkam. Diese Reunion hielt bis 2001.

Im Jahr 2003 wurde ein neues Line-Up gebildet, das sich Acid Mothers Gong nannte. Mit der klassischen Gong hatte das nur noch wenig zu tun. Wesentlich interessanter bezüglich der Original-Gong waren zweifellos die Gong Family Unconventions, welche es nach der Auflösung von Gong ab 2001 gab. Auf den Unconventions traten Bands auf, die irgendwie mit Gong verwandt waren. Das größte bislang war das 2006er Uncon in Amsterdam, wo praktisch alle Beteiligten incl. der Original Gong auftraten. Für das Jahr 2009 wurde im Rahmen des 40-jährigen Bandjubiläums schießlich eine Tournee der alten Gong-Truppe angekündigt, im Spätjahr gab es sogar ein neues Album, 2032. Gründungsmitglied Daevid Allen ist am 13.03.2015 verstorben.

Diskographie (Auszug)

  • 1969: Magick Brother
  • 1971: Bananamoon (Daevid Allen solo)
  • 1971: Glastonbury Fayre (
  • 1971: Camembert Electrique
  • 1971: Continental Circus
  • 1971: Obsolete
  • 1973: Flying Teapot (Radio Gnome trilogy, part 1)
  • 1973: Angel's Egg (Radio Gnome trilogy, part 2)
  • 1973: Greasy Truckers Live at Dingwalls Dance Hall
  • 1974: You (Radio Gnome trilogy, part 3)
  • 1975: Shamal
  • 1977: Gong est mort, vive Gong! (Live album)
  • 1977: Gong Live Etc (Live album)
  • 1992: Shapeshifter
  • 2000: Zero to Infinity
  • 2001: Live to Infinity (Live album)
  • 2003: The World of Daevid Allen and Gong
  • 2004: Acid Motherhood
  • 2007: Mothergong O Amsterdam (Mother Gong)
  • 2009: 2032

Als Mother Gong

  • 1979: Fairy Tales
  • 1981: Robot Woman
  • 1982: Robot Woman 2
  • 1986: Robot Woman 3
  • 1988: Fish In The Sky
  • 1990: The Owl And The Tree (with Daevid Allen)
  • 1991: Wild Child
  • 1993: She Made The World Magenta
  • 1994: Eye
  • 1994: Tree In Fish
  • 2005: I Am Your Egg

Pierre Moerlen's Gong

  • 1976: Gazeuse! (Expresso in Nord Amerika)
  • 1978: Expresso II
  • 1979: Downwind
  • 1979: Time is the Key
  • 1980: Pierre Moerlen's Gong Live
  • 1980: Leave It Open
  • 1986: Breakthrough
  • 1988: Second Wind
  • 1998: Full Circle Live '88
  • 2004: Pentanine

als Gong Maison

  • 1989: Gong Maison