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Info und Diskographie: Jimi Hendrix

Jimi Hendrix (eigentlich James Marshall Hendrix bzw. geboren als Johnny Allen Hendrix) ist einer der wichtigsten Rockmusiker überhaupt und er dürfte zu den einflussreichsten Gitarristen überhaupt gehören. Hendrix wurde am 27. November 1942 geboren und starb leider schon am 18. September 1970. Über Hendrix' äußerst kurzes Leben wurde schon sehr viel geschrieben und auch viel spekuliert. Von daher reicht es sicherlich, wenn man sich einen kurzen Abriss über faktisch belegbare Daten ansieht.

Geboren wurde Hendrix in Seattle. Sein Vater war bei der Army, seine Mutter war bei seiner Geburt wohl erst 17 Jahre alt. Sie nannte ihn Johnny Allen und gab den Jungen in die Obhut von Freunden. Sein Vater nahm ihn zu sich, als er aus der Army ausschied und änderte Jimis Namen in James Marshall. Jimi hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Sein Eltern ließen sich scheiden, als er 9 Jahre alt war. Es ist wohl so, dass die Familie relativ schwer geschlagen war. Jimi's Mutter litt wohl unter einer fortschreitenden Leberzirrhose, beide Schwestern und ein Bruder waren gesundheitlich eingeschränkt. Außerdem schien die Familie immer in gewisser Armut zu leben. Kaum verwunderlich, dass sich Jimi in seiner Kindheit zu einem besonders empfindsamen und scheuen Menschen entwickelte. Seine Mutter starb, als Jimi 15 Jahre alt war. Dies war wohl auch der Zeitpunkt, als Jimi mit dem Gitarrespiel anfing. Jimi Hendrix wird häufig als einer der wenigen richtigen Autodidakten bezeichnet. Er brachte sich das Spielen bei, indem er anderen zuhörte bzw. zusah. Nur selten holte er sich wohl konkrete Tipps von anderen Gitarristen. Als er 17 Jahre alt war, bekam er von seinem Vater die erste E-Gitarre. Auf seinen später außergewöhnlichen Stil mit den vielen Showffekten soll der Gitarrist Raleigh Snipes einen großen Einfluss gehabt haben, außerdem übernahm Jimi damals auch den Duckwalk von Chuck Berry.

Schnell schloss sich Jimi Hendrix als Gitarrist verschiedenen lokalen Bands an. 1961 trat Hendrix (eher notgedrungen) für zwei Jahre in die Army ein. Hier lernte er auch seinen späteren musikalischen Wegbegleiter, den Bassisten Billy Cox, kennen. Nach seinem Wehrdienst spielte er mit Cox in Clarksville als The Casuals zusammen (später King Kasuals). Irgendwie fand Jimi hier aber nicht seine Bestimmung und er zog 1964 nach New York City. Im Apollo Theatre gewann Hendrix einen Amateur Contest. Aus einer erhofften Solokarriere wurde es aber erst mal nichts. Hendrix verdingte sich als Gitarrist bei den Isley Brothers, später u. a. bei Little Richard, Curtis Knight oder Joey Dee. Bei Curtis Knight konnte sich Hendrix erstmals als Komponist zeigen. 1966 formierte er eine eigene Band, The Blue Flame. Hier agierte er als Jimmy James. Um die Zeit kam über eine Freundin von Keith Richards der Kontakt zum Stones Manager Oldham zustande. Der war wohl weniger angetan vom Gitarristen Hendrix und dessen Musik. Dafür kam aber der Kontakt zum ehemaligen Animals Basssisten Chas Chandler zustande. Der war vollauf begeistert, als er Hendrix' Version von Hey Joe hörte.

Chandler brachte Hendrix nach London und formierte mit dem Bassisten Noel Redding und Drummer Mitch Mitchell die Band The Jimi Hendrix Experience. Von da an ging es eigentlich Schlag auf Schlag. Mit seiner Version von Hey Joe (angelehnt an eine alte Tim Rose Version) konnte die Experience erste Erfolge einheimsen. Die nächsten Singles Stone Free, Purple Haze und The Wind Cries Mary konnte die Erfolge bestätigen und das Debütalbum Are You Experienced verkaufte sich prächtig. Hendrix war damit im Prinzip schon zum Superstar geworden. The Jimi Hendrix Experience legte mit den Alben Axis: Bold as Love sowie Electric Ladyland zwei nicht minder erfolgreiche Alben vor. Erstaunlich war dabei vor allem, dass Hendrix zuerst in Europa (hier vor allem in England) sehr erfolgreich war und sich erst etwas später in den USA durchsetzen konnte.

1968 formierte Redding eine andere Band, weil er selbst eigentlich Gitarrist war und wohl lieber Gitarre spielen wollte. Er und Hendrix sahen sich immer weniger und schon auf Electric Ladyland spielte Hendrix einige Bassparts selbst ein. Nach einem Konzert Ende Juni 1969 verkündete Redding offiziell, dass er die Experience verlassen hat. Hendrix ging in die USA, um einen neuen Bassisten zu suchen. Dort spielte er wieder mit seinem alten Kumpel Billy Cox zusammen. Zusammen mit einem Übergangsdrummer spielte Hendrix mit Billy Cox eine Show, zum Woodstock Festival stieß Mitchell zur Band. Den letzten offiziellen Auftritt der Experience gab es am 09. September 1969 in der Dick Cavett Show.

Hendrix bekam wohl Probleme mit seinem Produzenten, dem er noch ein Album mit neuem Material schuldig war. Hendrix gründete mit Billy Cox und Buddy Miles die Band Of Gypsys, mit der er im Jahr 1970 das Live Album Band of Gypsys mit neuem Material vorstellte. Im Anschluss daran war wieder die Rede von einer Reunion der Experience mit Redding und Mitchell. Allerdings war Redding nie bei den Sessions dabei. Im Prinzip bestand die neue Ausgabe der Experience aus Hendrix, Cox und Mitchell. Von Hendrix Fachleuten wird diese Band Heute als Cry Of Love bezeichnet. Die Band tourte zunächst bis August 1970. Im August 1970 wurde Hendrix' eigenes Studio, das Electric Lady Studios in New York eröffnet. Hendrix nahm in den nächsten zwei Monaten viel Material dort auf. Danach spielte er mit Cox und Mitchell auf dem Isle Of Wight Festival. Die Band schloss eine Europatournee an, allerdings bemerkte man, dass Hendrix ausgebrannt war. In Arhus verließ Jimi die Bühne mit der kryptischen Aussage

Ich bin schon seit einer Weile tot.

Nach weiteren durchwachsenen Auftritten spielte Hendrix seinen letzten Auftritt in Soho/London mit Eric Burdon und The War. Am frühen Morgen des 18. September 1970 wurde Hendrix tot in einem Hotelzimmer in London aufgenommen. Die Umstände des Todes sind nach wie vor nicht ganz geklärt worden. Hendrix' Leichnam wurde später nach Seattle zurückgebracht. Sein offizielles Grab ist heute im Greenwood Memorial Park, Renton, Washington.

Offiziell hat Hendrix bis zu seinem Tod eigentlich nur wenige Alben herausgebracht, genau genommen sind es nur vier: drei mit der Experience und eines mit der Band Of Gypsys. Stellenweise werden vier posthum veröffentlichte Studioalben auch zu seiner Diskographie gezählt. Danach kam jedoch eine schier unüberschaubare Anzahl an Alben von Hendrix heraus. Material gibt es - so hörte man von seinen Hinterbliebenen - genug. Angeblich war Hendrix ein Studiofreak, der zu Lebzeiten unglaublich viel Material eingespielt haben soll. Zumindest sind seine Rechteverwerter ständig mit irgendwelchen "neuen" Alben am Start.

Diskographie (Auszug)

The Jimi Hendrix Experience

Jimi Hendrix/Band of Gypsys

Posthume Studioalben

  • The Cry of Love (1971)
  • Rainbow Bridge (1971)
  • War Heroes (1972)
  • Loose Ends (1974)

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