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Info und Diskographie Steve Hillage

Steve Hillage ist ein englischer Musiker, der am 02.08.1951 in Chingford/London geboren wurde. Steve Hillage wurde zuerst bekannt als Gitarrist der Spacerock Band Gong. Später konzentrierte er sich mehr oder weniger auf seine Solokarriere.

Hillage spielte schon Ende der 1960er in einer Bluesband unter anderem mit Dave Stewart. Nach der Auflösung der Band ging Hillage an die Kent University in Canterbury und kam so mit der Canterbury Szene um Caravan in Verbindung. Hillage begann zwar erstes Solomaterial zu schreiben, gründete aber im Jahr 1971 erst mal die Band Khan. Die Band tourte viel und veröffentlichte im Jahr 1972 ihr erstes Album Space Shanty. Schon im Spätjahr 1972 wurde die Band aufgelöst, weil die Plattenfirma offensichtlich wenig Vertrauen in die Musik der Band setzte.

Hillage schloss sich der Band von Kevin Ayers an und interessierte sich bald für die Musik der Band Gong, der er sich nach ein paar Sessions anschloss. Nachdem deren Gründungsmitglied Daevid Allen ging, wurde Hillage zur zentralen Figur von Gong. Hillage prägte den Sound von Gong für drei Alben nachhaltig. Hillage gefiel aber seine zentrale Rolle in der Band nicht, er kam auch mit der geplanten Annäherung an den Jazz-Rock weniger gut zurecht. So ging er noch Ende des Jahres 1975 um seine Solokarriere zu starten.

Das erste Solo-Album Album Fish Rising nahm Hillage mit Unterstützung der Gong-Kollegen auf. Das Album lief ordentlich, war aber nicht extrem erfolgreich. Hillage machte sich in der Folge eher einen Namen durch seine Mitarbeit auf Mike Oldfields Orchesteraufführungen von Tubular Bells und Hergest Ridge.

Hillage kam danach in Kontakt mit Todd Rundgren, der das zweite Album von Hillage in den USA produzierte. Das Album L wurde allgemein positiv bewertet. L ist das erfolgreichste Album von Hillage, es hielt sich 12 Wochen in den UK-Charts und kam bis auf Platz 10. Hillage hatte sich mittlerweile einen guten Ruf als technisch versierter und einfallsreicher Gitarrist erspielt.

Mit dem nächsten Album Motivation Radio versuchte sich Hillage von seinem Hippie-Image zu lösen. Die Songs wurden kürzer und waren etwas weniger experimentell gestaltet, das Album klang relativ funky. Motivation Radio kam wiederum ganz gut an, war aber nicht ganz so erfolgreich wie L und kam im UK nur auf Rang 28. Hillage versuchte mit dem nächsten Album Green wieder etwas mehr im alten Sound zurück zu kehren. Das Album war aber deswegen nicht erfolgreicher und erreichte nur Rang 30 der UK-Charts.

Insgesamt war Hillage wohl etwas unzufrieden mit seinen Erfolgen, den auch das folgende Live Album schaffte es gerade mal mit Mühe in die Top 30. Problematisch war, dass seine Musik im krassen Gegensatz zur Punkmusik jener Tage stand. Auch mit dem folgenden Album konnte Hillage nicht mehr punkten, er wurde vom Punk und vom New-Wave überrollt. Hillage selbst fand aber Gefallen am Punk, er war begeistert von der Energie und Freiheit des Punk. 1978 nahm er im Rahmen eines Punk-Konzertes in Reading an einer Jam-Session mit Punkbands teil. Stilistisch versuchte sich Hillage auf dem Album Open modernen Stilistiken zuzuwenden. Seine Symbiose konnte allerdings nicht so richtig begeistern und das Album fiel im Prinzip durch.

Insgesamt wurde es ruhiger um den Soloartisten Hillage. Er verlegte sich stärker auf das Produzieren anderer Künstler und arbeitete unter anderem mit den Simple Minds oder etwa Cock Robin.

1990 fand sich Hillage wieder mit seiner Partnerin Giraudy und dem DJ Alex Paterson zu einer Art Ambient Dance Band zusammen. Die Band System 7 war in der Underground Szene von London durchaus angesagt, der ganz große Erfolg blieb jedoch aus. Aber immerhin brachte es System 7 von 1991 bis 2004 auf sieben Alben. Später produzierte Hillage unter anderem eine Ethno Musical Show mit Namen 1,2,3 Soleils. Ziemlich überraschend kam es im Jahr 2006 wieder zu einer Zusammenarbeit mit Gong, nachdem Hillage und Giraudy als Steve Hillage Band auf der Gong Unconvention in Amsterdam einige alte Songs spielten. Auch im Jahr 2008 stieß Hillage bei einem Auftritt wieder einmal zum Original Gong Line-Up.

 

Diskographie (Auszug)

  • (1975) Fish Rising
  • (1976) L
  • (1977) Motivation Radio
  • (1978) Green
  • (1979) Live Herald
  • (1979) Rainbow Dome Musick
  • (1979) Open
  • (1983) For To Next / And Not Or
  • (1994) BBC Radio 1 Live
  • (2003) Light in the Sky
  • (2004) Live at Deeply Vale Festival 1978'
  • (2008) Evan Marc & Steve Hillage - Dreamtime Submersible

mit System 7

  • System 7 (1991)
  • 777 (1993)
  • Point 3 Fire / Water (1994)
  • Power of Seven (1996)
  • Golden Section (1997)
  • Seventh Wave (2001)
  • Encantado (2004)