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Info und Diskographie: King's X

King's X zählen zu den hochgelobten Hard-Rockbands aus den USA, wegen ihrer einfallsreichen und stilübergreifenden Musik wird die Band oft dem Prog-Rock/Prog-Metal zugeordnet. Stilistisches Merkmal der Band ist die Vermengung verschiedener Stile wie Hard Rock, Funk, Soul und vor allem die bandtypischen Vokalharmonien, die oft an die Beatles erinnern.

King's X genießt bei Kritikern und einer kleine Schar von Musikfans einen sehr guten Ruf, sie konnte das aber nie in bare Münze umsetzen. Die Albumverkäufe blieben zumindest immer weit hinter den Erwartungen zurück. Auch Versuche, sich stärker am Mainstream zu orientieren, scheiterten.

Die Bandgeschichte kann bis 1979 zurückverfolgt werden. Da trafen sich Bassist Doug Pinnick und Drummer Jerry Gaskill in Springfield, Missouri, um in einem Projekt mitzuwirken. Das Projekt wurde bald aufgelöst, die beiden spielten eine Weile beim Gitarristen Phil Keaggy. Sie trafen während einer Tour erstmals auf den Gitarristen Ty Tabor, 1980 kam es zu einem intensiveren Kontakt zwischen Tabor und Pinnick. Die Chemie stimmte. So schlossen sich Tabor, Pinnick und Gaskill mit dem Gitarristen Can McCollam in der Band The Edge zusammen. Man spielte in der Clubszene Springfields als Top 40 Band vor allem klassische Rocksongs. 1983 verließ der vierte Mann, mittlerweile war das Kirk Henderson, die Band. Tabor, Pinnick und Gaskill machten als Trio weiter und nannten sich nun Sneak Preview. Man kann sagen, dass sich damit die Urbesetzung der King's X herauskristallisiert hatte. Die Drei konzentrierten sich stärker auf das eigene Songwriting und brachte ein erstes Album heraus.

1985 zog es die Band nach Houston, wo sie einen Vertrag bei Star Song Records bekommen sollten. Das klappte zwar nicht, dafür wurde eine andere Plattenfirma auf die talentierte Band aufmerksam. In der Phase legte sich das Trio den neuen Bandnamen King's X zu, der auf Vorschlag des Produzenten Sam Taylor angenommen. Es soll, so erzählte die Band einmal, geschichtliche Hintergründe haben. Es handle sich um ein Königliches Siegelmal. Wenn ein Bote den Brief mit dem Siegel überbrachte und das Siegel war gebrochen, dann bedeutete das den Tod für den Boten. Viele Fans sind jedoch der Meinung, der Name habe einen religiösen Background und sei auf Jesus und das Kreuz zurückzuführen. Bezüglich der Aussprache scheint es doch so zu sein, dass der Bandname nicht King's Cross sondern King's X (das X wie der Buchstabe in etwa äx) ausgesprochen wird. Zumindest hält es Gitarrist auf Videos seiner Guitar Lessons auf der Guitar World so.

1988 brachte die Band als King's X ihr erstes Album heraus. Out Of The Silent Planet bekam gute Kritiken, allerdings blieben die Verkäufe weit hinter den guten Kritiken zurück. Das Debütalbum schaffte es bis Platz 144 der Billboard Charts.

1989 erschien das Album Gretchen Goes To Nebraska. Das Album wird heute als ein Meilenstein der Band gewertet. Die Band hatte ihren außergewöhnlichen Hard-Rock Sound weiter kultiviert. Trotz aller guten Kritiken verkaufte sich das Album aber kaum besser als das Debütalbum. Allerdings wurde z. B. der Song Over My Head immer mal wieder in MTV und im Radio gespielt, was der Band immerhin etwas half. Faith, Hope, Love konnte im Jarh 1990 endlich die Top 100 der Charts knacken, die ausgekoppelte Single It's Love lief ebenfalls ordentlich. Faith, Hope, Love dürfte der größte Erfolg der Band gewesen sein. Das Album erreichte die höchste Chartplatzierung und hielt sich über 20 Wochen in den Charts. 1991 folgten die ersten größeren Auftritte. Zuerst als Opener für AC/DC, dann zusammen mit Living Colour. King's X schloss einen neuen Vertrag mit Atlantic Records. Im selben Jahr spielte die Band einen Song für den Film Bill & Ted's verrückte Reise durch die Zeit ein.

Das vierte Album erschien 1992 und hieß schlicht King's X. Die Band hatte ihren Grundsound deutlich geändert. Alles klang dunkler und bedrohlicher. Das kam bei den Fans nicht ganz so gut an, das Album war weit weniger erfolgreich als der Vorgänger. Wesentlich besser lief das 1994er Album Dogman. Das Album war schlichter gestrickt, der Grundsound etwas härter. Das Album kam wieder in die Top 100 und erreichte nach Faith, Hope, Love die beste Chartnotierung der Band. Allerdings blieben die Plattenverkäufe erneut hinter den Erwartungen der Plattenfirma zurück. 1996 erschien mit Ear Candy das letzte Album von King's X bei Atlantic. Das Album verkaufte sich schlecht, der Plattenvertrag wurde aufgelöst. Die Band wechselte zu Metal Blade Records und änderte das Aufnahmeprocedere komplett. Ab sofort spielte die Band ihre Album zusammen ein, d. h. man stützte sich nicht mehr auf Kompositionen, welche die Musiker alleine kreierten und ins Studio mitbrachten. Um Kosten zu sparen, wurden die Alben ab sofort in Tabor's eigenem Studio produziert und aufgenommen. Bei Metal Blade Records erschienen die Alben Tape Head , Please Come Home... Mr. Bulbous, Manic Moonlight, Black Like Sunday und Live All Over The Place.

Die drei Musiker (vor allem Bassist Pinnick) setzten sich in ihren Texten gerne mit religiösen Themen auseinander, vor allem Bassist Pinnick schien sehr christlich orientiert zu sein. Nachdem er sich im Jahr 1998 als Homosexuell geoutet hat, verlor die Band die Fans im christlichen Lager. Ihre Alben wurden aus christlichen Shops verbannt, vorher boten gerade diese Shops gerne die Produkte von King's X an. Für die Band und vor allem Pinnick war dies eine sehr einschneidende Erfahrung. King's X versuchten sich ungeachtet dessen weiter in einer zeitgemäßen Version ihrer Musik, ohne jedoch kommerziell in die Erfolgsspur zu wechseln. 2005 wechselte King's X erneut die Plattenfirma und ging zu Inside Out Music. Dort erschien das Album Ogre Tones. Produziert wurde es vom Heavy Spezialisten Michael Wagener. 2008 erschien das zwölfte Studioalbum der Band, XV. Es wurde, wie immer, von Kritikern sehr gut bewertet. Immerhin reichte es in den US-Billboard Charts für Rang 145 und in den US-Indie Charts sogar für Rang 12.

Diskographie (Auszug)

  • Sneak Preview (1983, als Band Snake Preview)
  • Out of the Silent Planet (1988, offizielles Debütalbum als King's X)
  • Gretchen Goes To Nebraska ( 1989)
  • Faith Hope Love (1990)
  • King's X ( 1992)
  • Dogman (1994)
  • Ear Candy (1996)
  • Best of King's X ( 1997)
  • Tape Head (1998)
  • Please Come Home... Mr. Bulbous (2000)
  • Manic Moonlight (2001)
  • Black Like Sunday ( 2003)
  • Live All Over The Place (2004)
  • Ogre Tones (2005)
  • XV (2008)
  • Tales From the Empire (2009)
  • Live Love in London (2010)
  • Burning Down Boston (2012)