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Info und Diskographie: Mars Volta

The Mars Volta ist eine Band, die im Jahr 2001 in El Paso, Texas entstand. Die Band wird häufig dem Genre Prog-Rock zugeordnet, da sie Elemente aus Jazz, Punk, Klassik und auch aus lateinamerikanischer Musik in ihrer Musik aufnimmt. Im Prinzip kennt die Band aber praktisch keine Grenzen und nimmt alles Mögliche und Unmögliche in ihre Musik auf. So gesehen können Alben von The Mars Volta geradezu eine Tour-De-Force durch die Musikgeschichte darstellen. Der Stil der Band ist daher auch hochgradig komplex und polarisiert, mehr oder weniger, stark.

Das erste Werk von The Mars Volta erschien im Jahr 2002. Es handelte sich um die EP Tremulant. Im Jahr 2003 folgte das Debütalbum De-Loused In The Comatorium. Es handelt sich um eine Art Konzeptalbum, auf dem die Band quer durch alle Stile ihr experimentelles Konzept durchzog. Das Album verkaufte sich trotz des ungemein experimentellen musikalischen und textlichen Ansatzes recht gut und wurde in einigen Publikationen zum besten Album des Jahres 2003 gewählt. Im Jahr 2005 erschien das zweite Album Frances The Mute. Wieder handelte es sich um ein Album mit einem in sich geschlossenen textlichen Inhalt, wieder bediente die Band unzählige experimentelle Stilistiken. Frances The Mute war doch schon etwas schwer verdaulich, das Album wird in der Regel auch relativ kontrovers diskutiert. Für viele Hörer stellte sich die Frage, ob man hier nun Kunst oder einfach nur Lärm serviert bekommt. Ungeachtet der kontroversen Diskussionen verkaufte sich auch Frances The Mute wieder sehr gut, in Deutschland erreichte die Band sogar Rang 8 der Albumcharts.

Im Spätjahr 2005 erschien das Live Album Scab Dates. Es zeigt die Livequalitäten der Band, die ihre komplexen und etwas schrägen Statements auch Live durchaus gut rüberbringen kann. 2006 folgte das dritte Studioalbum Amputechture. Wieder hielt sich die Band an Konzepte der ersten Alben. Was anfangs gefeiert wurde, wurde nun nicht selten als Abklatsch der ersten Alben kritisiert. The Mars Volta hielten aber auch für das folgende Album The Bedlam In Goliath (2005) an ihrem Konzept experimenteller Musik fest. Dafür folgte eine gewisse Abkehr von alten Sounds auf dem Album Octahedron (2009), welches gemäß Bixler-Zavala das Pop Album der Band war, das den Fans schon lange versprochen wurde. 2012 folgte schließlich ein weiteres Konzeptalbum, Noctourniquet.

Im Internet kursierte die Nachricht, dass Cedric Bixler-Zavala am 23.01.2013 die Auflösung der Band getwittert hätte. Tatsächlich gibt er nur seinen Ausstieg aus der Band bekannt. Zum gleichen Datum gab es auf der Twitter-Seite der Band einen Tweet auf einen Artikel des NME. Dort gab Omar Rodriguez-Lopez die baldige Veröffentlichung eines Albums des neuen Projekts Bosnian Rainbows bekannt. Er stellte klar, dass er sich momentan ganz auf das neue Projekt konzentriert. 2014 hörte man davon, dass sich Bixler-Zavala and Rodríguez-López getroffen hätten und eine Reunion von The Mars Volta möglich wäre. Daraus wurde nichts, die beiden stellten ein neues Projekt namens Antemasque (mit Flea von den Red Hot Chili Peppers und Dave Elitch) vor. Im Oktober 2014 verstarb eines der Gründungsmitglieder der Band, der Keyboarder Ikey Owens.

Diskographie (Auszug)

  • 2002: Tremulant EP
  • 2003: De-Loused In The Comatorium
  • 2005: Frances the Mute
  • 2006: Amputechture
  • 2008: The Bedlam In Goliath
  • 2009: Octahedron
  • 2012: Noctourniquet