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Info und Diskographie Patti Smith / Patti Smith Group

Patti Smith (eigentlich Patricia Lee Smith) ist eine Künstlerin aus den USA. Sie wurde am 30.12.1946 in Chicago geboren. Bekannt wurde Smith vor allem durch die Hitsingle Because The Night, die es bis auf Rang 13 der US Billboard Charts schaffte. Im Sog des Singleerfolges wurde aus dem folgenden Album Easter das erfolgreichste Album von Patti Smith.

Smith stammt nach eigenen Aussagen aus einem sehr religiösen Elternhaus. Ihre Mutter, eine Jazzsängerin, gehörte Jehovas Zeugen an. Um 1967 kam Patti nach New York und fand relativ schnell Kontakt mit der Kunstszene. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris versuchte sie sich über die Clubszene in New York Bekanntheit zu verschaffen. In ihren frühen Jahren war sie vor allem als Theaterakteurin und in literarischen Projekten aktiv. Nach einem Auftritt im Jahr 1971 folgte die Zusammenarbeit mit dem Blue Öyster Cult Musiker Allen Lanier sowie journalistische Arbeiten für das Creem Magazin.

Im Jahr 1974 verstärkte sie ihre eigenen musikalischen Ambitionen und gründete mit Lenny Kaye eine Band. Im selben Jahr erschien die Single Hey Joe / Piss Factory. Ein Jahr später folgte das erste Album Horses. Das Album wird heute von vielen Fachleuten als ein Meilenstein der modernen Rockmusik gewertet, weil es eine Art Blaupause für den Punk-Rock darstellt und die Punkszene in New York nachhaltig beeinflussen sollte.

Daraufhin tourte die Band als Patti Smith Group. Nach Horses folgte das Album Radio Ethiopia, welches noch etwas rauer klang. Das Album fand aber keinen großen Anklang und wurde von Kritikern nicht ganz so gut bewertet.

Nach einem schweren Unfall während eines Konzertes musste Patti eine Weile pausieren. Gestärkt zeigte sie sich 1978 mit dem Album Easter, welches mit dem Singleerfolg Because The Night ihr bislang erfolgreichstes Album werden sollte. Auch mit dem 1979er Album Wave legte Patti Smith erfolgreiche Singles wie Frederic vor, das Album konnte jedoch den Erfolg von Easter nicht bestätigen.

Schon vor dem Release von Wave trennte sie sich von ihrem alten Weggefährten Allen Lanier. Patti kam in Kontakt mit dem früheren MC5-Gitarristen Fred Sonic Smith, den sie schließlich heiratete. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Patti zog sich längere Zeit aus der Musikszene zurück. Im Jahr 1988 hörte man wieder von ihr, als sie das Album Dream Of Life herausbrachte. Danach wurde es wieder ruhiger um die Sängerin. Mitte der 1990er wurde sie von einigen schweren Schicksalsschlägen getroffen. 1994 starb ihr Mann Fred Smith, später starb ihr Bruder und kurz später der ehemalige Keyboarder ihrer Band, Richard Sohl.

Patti Smith wollte sich daraufhin wohl wieder zurückziehen, auf Drängen einiger musikalischer Freunde ging sie aber schnell wieder auf die Bühne. Nach einer Tour mit Bob Dylan im Jahr 1995 folgte im Jahr 1996 das Album Gone Again. Im selben Jahr arbeitete sie mit REM's Michael Stipe zusammen. 1997 nahm sie wieder ein eigenes Album auf, Peace And Noise. Erst im Jahr 2000 folgte das Album Gung Ho. Für dieses Album erhielt sie einige Grammy Nominierungen.

Nach zwei Samplern erschien im Jahr 2004 das Album Trampin', das sich inhaltlich mit dem Tod von Patti's Mutter im Jahr 2002 befasste.

In den folgenden Jahren erhielt Smith einige wichtige Preise, u. a. einem Orden vom Französischen Kulturministerium (wohl vor allem wegen ihrer Arbeiten zum Thema Rimbaud). 2007 folgte die Aufnahme in die Rock And Roll Hall Of Fame, welche sie ihrem verstorbenen Mann widmete. Im selben Jahr erschien das Album Twelve.

 

Diskographie (Auszug)

  • Hey Joe / Piss Factory (1974, Single)
  • Horses (1975)
  • Radio Ethiopia (1976)
  • Hey Joe / Radio Ethiopia (1977, Single)
  • Easter (1978)
  • Set Free (EP, 1978)
  • Wave (1979)
  • Dream of Life (1988)
  • Gone Again (1996)
  • Peace and Noise (1997)
  • Gung Ho (2000)
  • Trampin' (2004)
  • Horses/Horses (2005)
  • Twelve (2007)
  • The Coral Sea - Live (2008)
  • Banga (2012)

Compilations

  • The Patti Smith Masters (1996)
  • Land 1975-2002(2002)
  • iTunes Originals (2008)

Bibliographie

  • Seventh Heaven (1972)
  • Witt (1973)
  • Ha! Ha! Houdini! (1977)
  • Babel (1978)
  • Woolgathering (1992)
  • Early Work (1994)
  • The Coral Sea (1996)
  • Patti Smith Complete (1998)
  • Strange Messenger (2003)
  • Auguries of Innocence (2005)
  • Land 250 (2008)
  • Trois (2008)
  • Just Kids (2010)

 

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