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Info und Diskographie Saga

Zusammen mit Marillion zählt man Saga zu den wichtigsten Vertretern des so genannten Neo-Prog, auch wenn sich beide Bands musikalisch doch deutlich voneinander unterscheiden. Im Gegensatz zum Melodic-Rock ähnlichen Stil Marillions pflegten Saga in der Regel eine relativ eigenwillige Mischung aus härterem Rock und progressiven Ideen. Typisch sind die flächigen Keyboardsounds und die gut vernehmliche, oft in schnellen Single-Note Figuren gespielte E-Gitarre.

Die Band stammt aus Toronto, Kanada. Dort brachte Saga im Jahr 1978 das Debütalbum Saga auf den Markt. Dieses Album war nicht sehr erfolgreich, erstaunlicherweise feiert es vor allem in Schweden einen gewissen Erfolg. Etwas besser lief es mit dem Album Images At Twilight. Es schaffte gute Chartplatzierungen in Kanada. Die Single It's Time kam bis auf Platz 12 der Single Charts in Kanada. Saga erhielt in Kanada den Juno Award als vielversprechendste Gruppe. Mit Worlds Apart lief es noch besser. Das Album erreichte sowohl in den USA als auch in Deutschland die Top 10. Mit Wind Him Up und On The Loose konnte die Band sogar zwei relativ erfolgreiche Singles auskoppeln.

Saga konnte mit den Alben In Transit, Heads Or Tales und Behaviour bis 1985 drei ähnlich erfolgreiche Alben nachschieben, in der Phase legten sie mit Scratching The Surface eine weitere relativ erfolgreiche Single vor.

Danach brachen die Verkaufszahlen der Band allerdings etwas ein, was vielleicht auch an bandinternen Spannungen lag. So gingen Drummer Steve Negus und Keyboarder Jim Gilmour, Sänger Sadler und die Crichtons ersetzten die beiden in der Folge gerne mit Session-Musikern oder in schlimmeren Fällen mit Sequenzern und Drummachines. Das kam bei Fans nicht immer gut an, vor allem präsentierte sich die Band so nicht mehr für alle Fans als eine echte Band. Alleine in Kanada und vor allem in Deutschland konnte sich die Band in den folgenden Jahren noch auf eine relativ treue Fangemeinde stützen. Die Outputs waren von eher wechselnder Qualität, herausgehoben wird dabei in der Regel das Konzeptalbum Generation 13. Im Jahr 2007 verließ Sänger Sadler die Band, nach eigenen Aussagen um sich mehr um seine Familie zu kümmern und etwas vom Tourstress wegzukommen. Für ihn kam im Jahr 2008 der Sänger Rob Moratti. Mit Moratti erschien im Jahr 2008 das überraschend starke Album The Human Condition. Anfang 2011 wurde aber bekanntgegeben, dass Michael Sadler wieder die Position als Sänger einnehmen will, mit ihm erschien im Jahr 2012 das Album 20/20.

Diskographie (Auszug, Studio- und Livealben)

  • 1978: Saga
  • 1979: Images At Twilight
  • 1980: Silent Knight
  • 1981: Worlds Apart
  • 1982: In Transit - Live
  • 1983: Heads or Tales
  • 1985: Behaviour
  • 1987: Wildest Dreams
  • 1989: The Beginner's Guide to Throwing Shapes
  • 1993: The Security of Illusion
  • 1994: Steel Umbrellas
  • 1995: Generation 13
  • 1997: Pleasure & The Pain
  • 1998: Phase One
  • 1998: Detours - Live
  • 1999: Full Circle
  • 2001: House of Cards
  • 2003: Marathon
  • 2004: Network
  • 2005: Chapters Live
  • 2006: Trust
  • 2007: Worlds Apart Revisited
  • 2007: 10.000 Days
  • 2009: Contact - Live in Munich
  • 2009: The Human Condition
  • 2012: 20/20
  • 2014: Sagacity