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Info und Diskographie Soft Machine

Soft Machine war eine Band aus England, die man ganz allgemein der so genannten Canterbury Szene zuordnete. Musikalisch bewegte sich die Band zunächst im Feld Psychedelic bis Prog, mit dem vierten Album erfolgte eine Drift Richtung Jazz-Fusion.

Soft Machine wurde im Jahr 1966 gegründet. Mitglieder waren damals Robert Wyatt (drums, voc), Kevin Ayers (bass, git, voc), Daevid Allen (git) und Mike Ratledge (key). Soft Machine machten sich schnell einen guten Namen in psychedelischen Kreisen. Die Band tourte erfolgreich, vor allem in Frankreich wurde die Band sehr bekannt. Als die Band von einer Tour zurück nach England wollte, verweigerte man dem Australier Allen die Einreise. Der musste in Frankreich bleiben und gründete dort die Band Gong. Daraufhin stieß kurzzeitig der spätere Police Gitarrist Andy Summers zur Band. Nach der Veröffentlichung des ersten Albums im Jahr 1968 war es zunächst einmal aus mit Soft Machine.

Allerdings musste die Soft Machine ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen und ein zweites Album einspielen. So reformierte sich die Band wieder, dieses mal mit Hugh Hopper am Bass. In einer relativ stabilen Besetzung kamen dann die nächsten Alben Volume Two, Third und Fourth heraus. Third stellt das erfolgreichste Album der Band dar. Das Doppelalbum war recht ungewöhnlich, da jede Seite praktisch aus einer Suite bestand. Auch Fourth war ein wichtiges Album. Das Album war das erste rein instrumentale Album der Band, es war das letzte mit Robert Wyatt und es war das bislang jazzigste der Band.

In der Band kam es zu Problemen wegen der ungleichen musikalischen Auffassungen, die "jazzige Fraktion" setzte sich schließlich durch. Die Alben Fifth, Six und Seven gingen noch stärker Richtung Jazz Fusion. Eine erneute wesentliche Änderung erfolgte, als die Band den Gitarristen Allan Holdsworth verpflichtete. Mit Holdsworth wurde die Gitarre zu einem der bestimmenden Elemente, soundmäßig lag das Album Bundles durchaus in der Nähe zum Jazz Fusion des Mahavishnu Orchestras. Holdsworth ging jedoch nach dem Album wieder. Auf Soft wurde er durch John Etheridge ersetzt. Es war das letzte offizielle Studioalbum der Band. 1978 kam noch ein Live Album der Band mit Live-Aufnahmen von 1977 auf den Markt. Eigentlich war dann, mehr oder weniger, Ende mit der klassischen Soft Machine.

Trotzdem hörte man immer wieder etwas von der Band. 1981 kam es zum Album Land Of Cockayne, allerdings in einer Besetzung ohne Originalmitglieder. Spätere Veröffentlichungen lauteten auf den Namen Soft Machine Legacy. Von den Originalmitgliedern ist kein Musiker mehr vertreten, verstorben sind Elton Dean (2006), Hugh Hopper (2009) und Kevin Ayers (2013).

 

Diskographie (Auszug)

  • The Soft Machine (1968)
  • Volume Two (1969)
  • Third (1970)
  • Fourth (1971)
  • Fifth (1972)
  • Six (1973)
  • Seven (1973)
  • Bundles (1975)
  • Softs (1976)
  • Alive & Well: Recorded in Paris (1978)
  • Land of Cockayne (1981)
  • als Soft Machine Legacy
  • Live in Zaandam (2005)
  • Soft Machine Legacy (2006)
  • Live at the New Morning (2006)