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Info und Diskographie Ton Steine Scherben

Ton Steine Scherben gehörten zu den einflussreichsten deutschsprachigen Rockbands. Die Band bestand von 1970 bis 1985. Wichtigstes und wohl bekanntestes Mitglied der Band dürfte der 1996 verstorbene Rio Reiser gewesen sein.

Der legendäre Ruf der Band Ton Steine Scherben stützt sich vor allem auf ihre Rolle als sozialkritischer Wortführer "linksalternativer" Bewegungen bzw. der so genannten Häuserbesetzerszene. Die Band stand dabei in Berlin zumindest bis 1975 mitten in den politischen Brennpunkten und wurde immer wieder zum Sprachrohr politischer Aktivisten gemacht. Im Jahr 1975 zog die Band auf einen Bauernhof nach Norddeutschland. Ein Grund war wohl, dass sich die Band nicht politisch instrumentalisieren lassen wollte. Ab 1975 wurden die politischen Ansagen der Band weniger stark, die Scherben konzentrierten sich in stärkerem Maß auf soziale Themen. Im geschichtlichen Rückblick wird klar, dass die Band nur zu gerne von anderen vor den politischen Karren gespannte wurde. Allerdings macht die Band auch schnell klar, dass sie genau das nicht wollte.

Im Nachhinein wurde bei der Auflösung 1985 der Band klar, wie wenig die Band eigentlich mit ihrer Musik verdiente. Was blieb, waren vor allem Schulden. Ein großes Problem war dabei sicherlich die Weigerung öffentlich rechtlicher Medien, die Scherben zu spielen. Die Band lebte praktisch nur von der Mundpropaganda. Gäbe es in demokratischen Ländern keine Zensur, könnten einem solches spontan in den Sinn kommen. Aber diese Sache alleine zeigt schon, wie wichtig der inhaltliche Beitrag dieser Band war und ist. Die Scherben sind eine Kultband. Nach Auflösung der Band war erst mal längere Zeit nichts mehr zu hören, Rio Reiser konnte bis zu seinem Tod im Jahr 1996 einige recht erfolgreiche Soloalben vorlegen. Soweit ich weiß, gab es im Jahr 2005 ein Reunionkonzert.

 

Diskographie Ton Steine Scherben (Auszug)

  • 1971: Warum geht es mir so dreckig
  • 1972: Keine Macht für Niemand
  • 1973: Herr Freßsack und die Bremer Stadtmusikanten (Hörspiel)
  • 1975: Wenn die Nacht am tiefsten
  • 1976: Teufel hast du Wind (Hörspiel)
  • 1976: Paranoia
  • 1977: Mannstoll
  • 1979: Entartet
  • 1981: IV (Die Schwarze)
  • 1981: Auswahl I
  • 1982: Bootleg Live Hamburg 1982
  • 1983: Scherben
  • 1985: Live in Berlin (Live I)
  • 1996: Live II
  • 2005: "18"
  • 2006: Live III

 

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