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Info und Diskographie Traffic

Traffic war eine Band aus England, die man zu den Supergroups der Rockmusik zählen kann. Gegründet wurde die Band im Jahr 1967 im Zuge des Psychedelic Boom in England. Als Gründungsmitglieder waren Steve Winwood, Jim Capaldi, Chris Wood und Dave Mason dabei. Die Band konnte später vor allem in den USA gute Erfolge feiern, wo sie ab 1970 bis zur Auflösung 1974 jedes Album in die Top 10 der Album Charts brachte.

Anfangs kristallisierten sich Steve Winwood und Dave Mason musikalisch als die wichtigen Mitglieder der Band heraus. Winwood galt seit seiner Zeit in der Spencer Davis Group als musikalisches Wunderkind. Dave Mason konnte sein Songwriting in der Trafficphase schnell auf ein enorm hohes Niveau bringen. Schon die ersten Produktionen von Traffic waren, zumindest im UK, sehr erfolgreich. Die Band legte mit Songs wie Hole In My Shoe, Paper Sun oder etwa Mr. Fantasy einige Rockklassiker vor. Stilistisch lag das noch relativ stark im typischen Psychedelic Sound jener Zeit. Für die bekanntesten Songs zeichnete sich oft Dave Mason verantwortlich. Irgendwie kam es, vielleicht deswegen, dann auch zu Spannungen in der Band und Mason wurde von den anderen drei aus der Band geworfen, weil man mit dem musikalischen Kurs unzufrieden war. Wood, Winwood und Capaldi wollte lieber Rock mit Blues- und Folkeinflüssen spielen.

Mit Winwood war das aber auch so eine Sache, denn der Mann war sehr begehrt. So folgte er im Jahr 1969 dem Ruf Eric Claptons und wurde Mitglied der Supergroup Blind Faith. Für dieses kurzlebige Projekt verließ er Traffic, womit die Band im Prinzip aufgelöst war. Nach nur einem Album mit Blind Faith kehrte Winwood zu Traffic zurück. Die Band legte dann im Jahr 1970 das epochale Werk John Barleycorn Must Die vor. Das Album wurde ohne Mason eingespielt und gehört zu den erfolgreichsten Alben der Band. Stilistisch kam die Band im Bereich Rock mit Blues- und Folkeinflüssen an.

Für das nächste Album Welcome To The Canteen stieß Mason wieder zur Band. Der hatte zwischenzeitlich ein Soloalbum aufgenommen, aus dem er zwei Songs zum Live-Album beisteuerte. Auf dem 1971er Album The Low Spark Of High Heeled war Mason nicht mehr dabei. Das Album war in den USA überraschend erfolgreich, fiel jedoch im Heimatland UK durch. Grundsätzlich kann man sagen, dass Traffic fortan vor allem in den USA kommerziell erfolgreich waren. Nach dem Album drehte sich das Personalkarussell. Drummer Capaldi ging ebenso wie die zwischenzeitlich dazu gekommenen Grech und Gordon.

Dafür kamen Roger Hawkins und David Hood. Es folgte ein weiteres Live Album, Santa Monica Civic Auditorium. Steve Winwood war in der Zeit aufgrund einer Erkrankung mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt. Nach seiner Genesung im Jahr 1973 wurde das erfolgreiche Album Shoot Out At The Fantasy Factory aufgenommen, dem im Jahr 1974 das finale Album When The Eagle Flies folgte. Danach wurde Traffic erst mal für 20 Jahre aufgelöst.

Im Jahr 1994 taten sich Capaldi und Winwood noch einmal für ein Album zusammen. Chris Wood war leider nicht mehr dabei, er starb schon im Jahr 1983. Das Album Far from Home verkaufte sich nicht sehr gut, erreichte aber immerhin Rang 33 der US-Charts.

Weitere Reunionpläne wurden im Jahr 2005 durch den Tod Jim Capaldi's vereitelt.

 

Diskographie Traffic (Auszug)

  • Mr. Fantasy (in den USA auch Heaven Is In Your Mind) 1967
  • Traffic 1968
  • Last Exit (side 2 live at The Fillmore West) 1969
  • John Barleycorn Must Die 1970
  • The Low Spark of High Heeled Boys 1971
  • Welcome to the Canteen (live) 1971
  • On the Road (live in Germany) 1973
  • Shoot Out at the Fantasy Factory 1973
  • When the Eagle Flies 1974
  • Far from Home 1994
  • Last Great Traffic Jam (live) 2005