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Info und Diskographie Stevie Wonder

Stevie Wonder ist einer der wichtigsten US-Musiker des 20. Jahrhunderts. Das kann man ohne Übertreibung so sagen. Der blinde Multiinstrumentalist, Komponist und Sänger legte vor allem in den 1970ern einige Meilensteine der Rockmusik vor.

Wonder wurde als Stevland Hardaway Judkins Morris am 13.05.1950 in Michigan geboren. Ich gehe mal davon aus, dass ihm der Name echt zu lang war, vor allem war er für das Pop-Business nicht unbedingt förderlich. Von daher trat er unter dem Namen Stevie Wonder auf, dem die Plattenbosse anfangs ein "Little" voranstellten.

Wonder war von Geburt an blind. Schon früh stellt sich heraus, dass der kleine Stevie musikalisch äußerst begabt war. Er soll schon mit neun Jahren perfekt Klavier und Mundharmonika sowie Schlagzeug gespielt haben. Wonder erhielt 1961 einen Plattenvertrag und machte ab 1962 als Little Stevie Wonder Furore. In der Folge wurde Stevie Wonder als eine Art Kinderstar aufgebaut, dem das musikalische Konzept von der Plattenfirma vorgegeben wurde. Stevie musste vor allem Songs anderer Künstler einspielen, die er musikalisch aber veredeln konnte. Bekannt wurde Wonder in der Zeit auch als hevorragender Mundharmonikaspieler.

Nachdem sein erster Plattenvertrag in den frühen 1970ern endete, gründet Stevie sein eigenes Label. Wonder nutzte die Gelegenheit, um dem starren Korsett der Plattenfirma zu entweichen. Er war besessen von der Idee, möglichst alles selbst machen zu können. So konnte sich Stevie Wonder auf sein eigenes Songwriting konzentrieren und etablierte sich schnell als einer der wichtigen Soul- und Funk Interpreten in den USA.

Schon mit dem 1972er Album Talking Book konnte er Akzente setzen, wenn man so will stellt das Album den Beginn der klassischen Phase Wonders dar. Der Song Superstition ist einer der berühmtesten und meistgespielten Funksongs überhaupt. Auch der Song You Are The Sunshine Of My Life zählt zu den Evergreens der modernen Musik. Im selben Jahr schob er das Album Music Of My Mind nach, auf dem er fast alle Instrumente im Alleingang einspielte. Mit dem Album gelang ihm eine Nummer 1 in den R&B Charts der USA und es gab Gold.

Im Jahr 1973 folgte das Album Innervisions, das wieder auf Rang 1 in den US-R&B Charts kam. Das Album wird als ein erster Höhepunkt der klassischen Phase Wonders bezeichnet. 1974 legte er mit Fulfillingness' Firts Final einen Nachfolger vor, der kommerziell noch besser lief und auch in den US 200 auf Rang 1 schoss. Für das Album gab es Platin. Allerdings toppte er das Ganze mit dem Album Songs in the Key of Life, das im Jahr 1976 erschien. Es markiert im Prinzip den Höhepunkt und auch das Ende der klassischen Phase Wonders. Für das Album gab es alleine in den USA 10-fach Platin.

Musikalisch wurde es danach erst mal ruhiger um Stevie Wonder. Der versuchte sich eher für Bürgerrechte und Rassengleichberechtigung zu engagieren. Musikalisch folgte nicht mehr sehr viel nach, zwischen den Veröffentlichungen lagen immer größere Pausen. Wonder schaffte es aber immer noch locker, Millionseller zu produzieren. Kommerziell konnte er mit den folgenden drei Alben bis 1987 regelmäßig auf Platz 1 der R&B Charts in den USA kommen. Qualitativ lag das aber in anderen Dimensionen als die Werke der klassischen Phase (siehe I Just Called To Say I Love You).

Immerhin konnte Wonder im Jahr 2005 mit A Time 2 Love wieder ein Album vorlegen, das auch von Kritikern gut aufgenommen wurde. Der Song So What The Fuss knüpfte musikalisch durchaus an alte Heldentaten an. Nach langer Bühnenabstinenz ging Wonder 2007 und 2008 wieder auf Tour, die Konzerte wurden begeistert aufgenommen und Wonder zeigte sich spielfreudig wie eh und je.

 

Diskographie (Auszug)

Studioalben

  • 1962: The Jazz Soul of Little Stevie Wonder
  • 1962: Tribute to Uncle Ray
  • 1963: Recorded Live: The 12 Year Old Genius
  • 1963: With a Song in My Heart
  • 1964: Stevie at the Beach
  • 1966: Up-Tight
  • 1966: Down to Earth
  • 1967: I Was Made to Love Her
  • 1967: Someday at Christmas
  • 1968: For Once in My Life
  • 1968: Eivets Rednow
  • 1969: My Cherie Amour
  • 1970: Signed, Sealed, and Delivered
  • 1970: Stevie Wonder Live
  • 1970: Live at the Talk of the Town
  • 1971: Where I'm Coming From
  • 1972: Music of My Mind
  • 1972: Talking Book
  • 1973: Innervisions
  • 1974: Fulfillingness' First Finale
  • 1976: Songs in the Key of Life
  • 1979: Journey Through the Secret Life of Plants Soundtrack
  • 1980: Hotter Than July
  • 1982: Original Musiquarium
  • 1984: The Woman in Red Soundtrack
  • 1985: In Square Circle
  • 1987: Characters
  • 1991: Jungle Fever Soundtrack
  • 1995: Conversation Peace
  • 1995: Natural Wonder
  • 2005: A Time to Love

Compilations

  • 1968: Greatest Hits
  • 1971: Greatest Hits Volume 2
  • 1981: Stevie Wonder's Original Musiquarium
  • 1996: Song Review - A Greatest Hits Collection
  • 1997: Song Review - A Greatest Hits Collection (digital remastert, 24 Karat Gold CD)
  • 1999: The Ballad Collection
  • 1999: At the Close of a Century
  • 2002: The Definitive Collection
  • 2004: The Christmas Collection
  • 2005: 20th Century Masters - The Millennium Collection: The Best Of Stevie Wonder
  • 2007: Number Ones