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Kurzinfo und Diskographie Yes

Yes gehören, neben Genesis, ELP und King Crimson, zu den großen 4 des klassischen Prog aus dem UK. Die Musik der Anfangszeit war geprägt durch äußerst komplexe Arrangements und virtuose Musik. Die Band ließ alle möglichen Stilistiken von Jazz bis Klassik in ihre Musik einfließen. Die Besetzungen von Yes haben sich im Lauf der Jahre permanent verändert. Ebenso wechselnd war dann auch die musikalische Ausrichtung der Band.

Die erste Besetzung von Yes kristallisierte sich um 1969 in London heraus. Sie bestand aus Jon Anderson, Chris Squire, Tony Kaye, Peter Banks und Bill Bruford. Im Jahr 1969 nahm die Band das erste Album Yes und im Jahr 1970 das Nachfolgealbum Time And A Word auf. Beide Alben waren am ehesten eine Mischung aus Psychedelic und Pop. Nach dem zweiten Album verließ Peter Banks die Band. Dafür kam der Gitarrist Steve Howe. Das war gut für die Band. Howe war ein äußerst filigraner und virtuoser Gitarrist. Auf dem Album The Yes Album zeigte sich Yes deutlich gereift. Das Werk war das erste reine Prog-Album der Band. Howe konnte mit seinem raffinierten Spiel erheblichen Einfluss auf die Songs nehmen. Daneben sollten vorerst Andersons durchdringend hoher Gesang und Squires virtuose Basslinien mit dem eigentümlichen Rickenbaker Sound charakteristische Bestandteile der Musik sein.

Auf dem Album Fragile ersetzte Rick Wakeman den alten Keyboarder Tony Kaye. Das wirkte sich genauso aus, wie der Wechsel des Gitarristen. Wakeman zeigte sich als hochvirtuoser Keyboarder und Klassikspezialist. Die Songs der Band wurden komplexer, aufwändiger und etwas stärker von der Klassik beeinflusst. Fragile war ein erster Höhepunkt mit einem der bekanntesten Bandsongs, Roundabout. Mit Cose To The Edge nahm die Band eines ihrer besten Alben auf, zumindest gilt es bei vielen Fans als eines der wichtigsten Bandalben.

Auch das folgende Live Album Yessongs konnte Fans und Kritiker überzeugen. Mit dem Album Tales From Topographic Oceans fiel die Band etwas ab. Rick Wakeman war mit dem Werk unzufrieden und verließ die Band nach den Aufnahmen. Für ihn kam zuerst Vangelis, danach Patrick Moraz. Mit dem Album Relayer fing sich die Band im Jahr 1974 und konnte ein Werk vorlegen, das in etwa auf Augenhöhe mit Close To The Edge stand. Die Band tourte anschließend erfolgreich und nahm sich dann eine Auszeit. Wie bei ELP dauerte die Pause praktisch drei Jahre und ähnlich ELP war das darauf folgenden Album nach Ansicht der Fans eher unbefriedigend. Going For The One verkaufte sich im Jahr 1977 zwar nicht schlecht und warf mit Don't Kill The Whale einen guten Charterfolg ab. Allerdings waren die Fans mit dem musikalischen Kurs nicht ganz zufrieden. Zu kurz waren die Songs und etwas zu wenig komplex, zu radiokompatibel war das alles (zumindest nach Ansicht der klassischen Fans). Der Trend setzte sich auf Tormato im Jahr 1978 fort.

Danach folgt eine Pause und Anderson verließ die Band. 1980 erschien mit Sänger Trevor Horn das erfolglose Album Drama, welches allerdings später von vielen Progfans besser bewertet wurde. Anderson kehrte zur Band zurück und der profilierte Gitarrist Trevor Rabin stieß zur Band. Es folgte die kommerziell erfolgreichste Phase von Yes. Vor allem das Album 90125 mit dem Hit Owner Of A Lonely Heart wurde zu einem gigantischen Erfolg, das Nachfolgealbum Big Generator war ähnlich gestrickt, aber weniger erfolgreich. Trevor Rabin wurde zum bestimmenden Musiker, was Anderson (und den meisten Fans aus dem Proglager) nicht passte. Anderson verließ die Band und gründete mit Howe, Bruford und Wakeman die Band Anderson, Bruford, Wakeman, Howe. Die Namensrechte für Yes lagen zu dem Zeitpunkt bei Chris Squire, die Situation war etwas unklar. Die Folge war im Jahr 1991 das kuriose Album Union, auf dem gleich alle acht Musiker als Yes spielten. Auf dem nächsten Album Talk waren Howe, Bruford und Wakeman nicht mehr dabei. Aufgrund weiterer Probleme zerfiel die Band erneut, um sich schließlich in der Besetzung Anderson, Squire, Howe, Wakeman und White neu zu formieren. Die Band orientierte sich zunächst wieder stärker am klassischen Prog-Rock, allerdings kam es auf den Alben Open Your Eyes und The Ladder erneut zu einer Umkehr zum eher seichten Pop. 2001 erschien ein symphonisches Album von Yes. Bis 2004 tourte die Band immer wieder in der klassischen Yesbesetzung. Im Jahr 2011 folgte der Release des Albums Fly From Here

Diskographie (Auszug, Studio- und Livealben)

  • 1969 Yes
  • 1970 Time And A Word
  • 1971 The Yes Album
  • 1972 Fragile
  • 1972 Close to the Edge
  • 1973 Yessongs
  • 1974 Tales from Topographic Oceans
  • 1974 Relayer
  • 1977 Going for the One
  • 1978 Tormato
  • 1980 Drama
  • 1980 Yesshows
  • 1983 90125
  • 1985 9012Live: The Solos
  • 1987 Big Generator
  • 1989 Anderson Bruford Wakeman Howe
  • 1991 Union
  • 1993 An Evening of Yes Music Plus
  • 1994 Talk
  • 1996 Keys to Ascension
  • 1997 Keys to Ascension 2
  • 1997 Keys to Ascension Volume 1 & 2
  • 1997 Something's Coming / Beyond and Before
  • 1997 Open Your Eyes
  • 1999 The Ladder
  • 2000 House of Yes - Live from House of Blues
  • 2001 Magnification
  • 2005 The Word Is Live
  • 2011 Fly From Here
  • 2014 Heaven & Earth