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Info und Diskographie: ZZ Top

ZZ Top ist ein legendäres Trio aus Houston, Texas. Dort formierte sich die Band um 1969 und besteht, nach einem kurzen Intermezzo von Dan Mitchell, Billy Ethridge und Lanier Greig, seither aus denselben Mitgliedern: Billy Gibbons (lead vocals, guitar), Dusty Hill (vocals, bass, keyboards), und Frank Beard (drums, percussion). Damit dürften ZZ Top zu den Bands gehören, die am längsten in ein und der selben Besetzung spielt. Mit ihrer beharrlichen Konstanz und den beachtlichen Rauschebärten hat die Band so etwas wie Kultstatus erreicht.

ZZ Top tourten in ihren Anfangsjahren unglaublich viel und konnte sich ein treues Stammpublikum erspielen, auch wenn sich die ersten beiden Alben zunächst nicht so gut verkaufen sollten. 1973 spielte die Band als Vorgruppe der Rolling Stones, was viele Betrachter für die ganz ordentlichen Verkaufszahlen ihres dritten Albums Tres Hombres verantwortlich machten. Immerhin erreichte das Album die Top 10 der US-Charts und die Band legte mit La Grange einen Shuffle-Klassiker und gleichzeitig einen ihrer Trademark Songs vor. Die Band tourte weiterhin ziemlich viel. Von daher verwundert es nicht, dass man eine Albumseite des nächsten Albums Fandango! mit Livesongs bepackte. Die andere Seite enthielt Studiosongs mit den Highlights Tush, Blue Jeans Blues oder Heard It On The X. Das Album war wiederum recht erfolgreich.

1977 folgte das Album Tejas, welches kommerziell nicht ganz so erfolgreich war wie die beiden Vorgängeralben. Die Band schien irgendwie ausgebrannt zu sein und genehmigte sich erst einmal eine Auszeit. Im Jahr 1979 folgten Reunion-Konzerte sowie das neue Album Degüello. Degüello lief zwar in den Charts nicht ganz so gut, dafür verkaufte sich das Album aber ganz gut. Mit Cheap Sunglasses und dem Cover I Thank You warf das Album sogar zwei veritable Hits ab. Musikalisch hatte sich etwas geändert. Die Band spielte insgesamt nicht mehr so druckvoll, vor allem Gibbons spielte einen deutlich anderen Sound als auf den frühen Alben.

Diese Veränderung im Sound ging weiter. Auf dem 1980er Album El Loco mit seiner etwas sonderbaren Mixtur setzten ZZ Top erstmals Synthesizer ein. Damals konnte man noch nicht wissen, dass dies der eigentliche Start einer fortan fulminanten Karriere sein sollte. Der absolute Durchbruch gelang der Band nämlich im Jahr 1983 mit dem Album Eliminator. ZZ Top verlegten sich auf eine Art Diskoblues mit Synthesizer Sounds, vergleichsweise monotonen synthetischen Drumsounds und deutlich verzerrten Gitarrensounds von Gibbons. Während viele Fans der frühen Stunde die rohen Sounds der ersten Alben als typisch ZZ Top wahrnehmen wollten, fand die Band mit diesen neuen Sounds unglaublich viele neue Fans. Für diese bedeutete der typische ZZ Top Sound genau das, was die Band auf Eliminator präsentierte. Stilistisch ähnlich gelagert war das nächste Album Afterburner (1985), das wiederum sehr erfolgreich war, jedoch nicht ganz an Eliminator herankam. Die Band schien irgendwie etwas satt zu sein, genug verdient hatten die Drei. Es folgte wieder einmal eine Pause. Die nächsten Alben Recycler (1990) und Antenna (1994) konnten die Verkaufszahlen von Eliminator nicht erreichen, waren aber leidlich erfolgreich.

Nicht besser lief es mit den Alben Rhythmeen (1996) und XXX (1999). ZZ Top hatten sich irgendwie festgefahren in der Eliminator Phase, die Band konnte aber immer noch auf ihre Beliebtheit als Liveband bauen, sie füllten nach wie vor große Hallen und Stadien. Mit dem 2003er Album Mescalero nahmen ZZ Top Korrekturen im Sound vor, versuchten wieder etwas zurück zu den Roots zu gehen. Dennoch war der Rückgang in den Verkaufszahlen nicht aufzuhalten. Aber von vielen Fans und Kritikern wurde der Schritt zurück als richtig und gut bewertet. Die Band ließ sich danach Zeit, viel Zeit sogar. Das 15. Studioalbum wurde ab 2006 immer wieder angekündigt, es sollte aber erst 2012 erscheinen. In der Zwischenzeit erschien dafür das recht erfolgreiche Live-Album Live From Texas (2008). 2012 war es dann endlich soweit, das 15. Studioalbum La Futura erschien und die Band hielt an ihrer schrittweisen Rückkehr zu frühen Sounds fest. Das kam wiederum sowohl bei Fans als auch Kritikern mehr als gut an. Der Erfolg waren Top 10 Platzierungen u. a. in den USA und in Deutschland.

 

Diskographie (Auszug)

  • 1971 ZZ Top's First Album
  • 1972 Rio Grande Mud
  • 1973 Tres Hombres
  • 1975 Fandango!
  • 1977 Tejas
  • 1977 The Best of ZZ Top
  • 1979 Degüello
  • 1981 El Loco
  • 1983 Eliminator
  • 1985 Afterburner
  • 1990 Recycler
  • 1994 Antenna
  • 1994 One Foot in the Blues
  • 1996 Rhythmeen
  • 1999 XXX
  • 2003 Mescalero
  • 2012 La Futura

Compilations, Live

  • 1977 The Best Of ZZ Top
  • 1987 Six Pack
  • 1992 Greatest Hits
  • 2003 Chrome, Smoke & BBQ
  • 2004 Rancho Texicano
  • 2008 Live From Texas
  • 2009 Double Down Live
  • 2014 Live At Montreux 2013