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Review DNA Group - performs Red Hot Chili Peppers

Interpret: DNA Group

Titel: performs Red Hot Chili Peppers

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Jazz-Fusion

 

 

Rezension/Review

DNA GROUP performs Red Hot Chili Peppers ist Name und Programm eines Albums der DNA-Group aus Hannover. Das Album wurde am 26.10.2012 über MIG veröffentlicht.

Die DNA Group, das sind Saxophonist David Milzow, Gitarrist Johannes Uhlmann, Bassist Sebastian Hoffmann und Drummer Robert Jöcks. Die Musiker kamen zusammen, um Songs der Red Hot Chili Peppers in ein Jazz-Fusion Gewand zu kleiden. Das probierten sie Live - mit so viel Erfolg, dass sie ihren Mix nun auf Tonträger bannen.

Zeitgenössische Musik als Grundlage für Jazz-Songs zu nehmen, ist an sich nichts ungewöhnliches. Dass man sich eine Band vornimmt, ist dagegen nicht ganz gewöhnlich. Nun sind die Chili Peppers zweifellos Grenzgänger, deren Stil man als Crossover aus Punk, Funk, Metal und Pop bezeichnen könnte. Nach Jazz Fusion hören sie sich aber weniger an. Diese Lücke schließt die DNA Group.

David Milzow meinte zum Album bzw. zur Intention:

Unser musikalisches Credo ist "Freiheit" und wir wollen diese "Freiheit" mit unserem Publikum teilen.
Die Songs der RHCP geben uns diese tolle Möglichkeit, uns auszudrücken und noch viel mehr: Mit ihrer Hilfe können wir auf andere Weise einzigartige Stimmungen und Atmosphären kreieren, mit Songs, die von Erfahrungen aus dem täglichen Leben erzählen.

Gewählt wurden Songs von den "neueren" Erfolgsalben "Blood Sugar Sex Magic" (Breaking The Girl. Suck My Kiss, Under The Bridge ), "Californication" (Otherside, Californication), "By The Way" (Canīt Stop), "Stadium Arcadium "(Hump De Bump) und dem 2011er Album "I'm With You" (The Adventures Of Rain Dance Maggie). "Soul to Squeeze" ist zwar einer der bekanntesten Songs der Chili Peppers, schaffte es aber nicht auf das Album Blood Sugar Sex Magik.

Dazu gibt es vier bandeigene Songs: "Slow Mood" und "Fast Mood" von David Milzow und "Kingcrop" sowie "Beauty" von Johannes Uhlmann/Jo Barnabasse.

Die Band hält sich bei den Covers in gewissem Maß an die Vorgaben der Chili Peppers. Das heißt, die Hauptmotive werden nah am Orignal performt, wobei Milzow mit den Saxes die Gesangsparts von Kieldis übernimmt. Das klingt authentisch, aber nicht aufregend. Die Musiker nutzen allerdings auch die Freiräume, die es im Jazz/Jazz-Fusion naturgemäß gibt. Das ufert primär in Soloparts von Milzow und Uhlmann aus und die klingen vorzüglich. Dazu gibt es die vier kurzen Einwürfe der Band. Es handelt sich um Soloperformances von Uhlmann und Milzow, die gut gelungen sind. Kingscrop erinnert an Hendrix/Vaughan, Beauty an Frusciante. Die Solosongs von Milzow präsentieren einen schönen Mix aus Jazz und Chili Peppers Motiven.

Fazit Wer die Chili Peppers nicht mag, wird mit dem Album wenig anfangen können, zumal die Band in den Melodieparts in der Regel nahe am Original bleibt. Diese Parts sind ordentlich eingespielt, reißen mich als Hörer aber nicht mit. Immer dann, wenn die DNA-Group die Zügel locker lässt, wird es interessant. Das ist aus meiner Sicht auch die Stärke des Albums - die Impro-/Soloparts der Covers und die vier (zu) kurzen Interludes. Musikalisch ist das erste Sahne, da trifft vorzügliche Technik auf reichlich Spielwitz. Nur etwas mehr Experimentierfreude hätte ich mir gewünscht.

 

Trackliste

  1. Canīt Stop 8:06
  2. Otherside 6:07
  3. Slow Mood 1:12
  4. Breaking The Girl 7:10
  5. Kingcrop 0:52
  6. Californication 7:39
  7. The Adventures Of Rain Dance Maggie 5:28
  8. Hump De Bump 9:14
  9. Suck My Kiss 6:26
  10. Fast Mood 1:00
  11. Soul To Squeeze 6:07
  12. Beauty 0:39
  13. Under The Bridge 6:25

Rezensent: MP