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Albumbesprechung Dragonsclaw - Judgement Day

Interpret: Dragonsclaw

Titel: Judgement Day

Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Power-Metal

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Judgement Day ist der Titel eines Albums der australischen Band Dragonsclaw. Das Album soll in Deutschland via Killer Metal Records/SAOL am 02. August 2013 erscheinen.

Die Band gibt es seit 2010, gegründet wurde sie in New South Wales, Australien. Dragonsclaw orientieren sich am klassischen Power Metal mit Genretypischen Fantasy Texten. Das bieten sie weitestgehend auch auf diesem Album: eingängige und kraftvolle Melodien mit fetten Gitarrenriffs und relativ hohem Gesang. Dazu gibt es Fantasy Texte und auch eine Orchestrierung, wie man sie von Bands des Power Metal eben so kennt.

Das Album wurde eingespielt in der Besetzung Giles Lavery (Vocals), Ben Thomas (Gitarren, Orchestrierung), Aaron Thomas (Bass, Gitarren, Orchestrierung) und Ray Martens (Keyboards). Stammschlagzeuger Alcides "Seed" Stowe (Drums) war nicht mehr mit von der Partie, die Drums wurden lt. Credits von Joseph Matten eingespielt. Weitere Gäste auf dem Album waren David Reece (Gesang auf Watching My Every Move), Jack Starr (Leadgitarre auf Battle Cry), Natalie Whitton (Gesang auf Fear).

Wie eingangs erwähnt, gibt es von Dragonsclaw primär traditionellen Power Metal. Die Band orientiert sich an Vorbildern wie Racer X, Bands des NWOBHM und Teutonen-Stahlbands. Die Teutonen Note gibt es für meinen Geschmack zumindest gleich auf dem Opener Watching My Every Move. Der Song geht gut ab, bietet jede Menge genretypischer Klischees inclusive der beliebten synthetischen Orchestrierung. So bzw. so ähnlich geht es größtenteils weiter. Dabei gibt die Band mit sehr vertrauten Gitarrenriffs gut Gas (Judgement Day, Bullet, Battle Cry). Mit Lucifer's Hammer legt die Band aber eine etwas kraftlose Coverversion des Warlord Songs vor, Eternally dagegen ist eine gut gelungene Powerballade.

Das kurze symphonische Onset Of War lockert das Geschehen nett auf. Fear löst sich zu Beginn etwas vom klassischen Power-Metal. Der Sabbath-Psychedelische Beginn lässt hoffen, danach ergeht sich die Band aber wiederum in reichlich bekannten Metal-Mustern. Schade. Aber Dragonsclaw legen doch noch den einen Song vor, der klar macht, dass diese Band mehr kann als reinen Power Metal. Es handelt sich um den Song Fly, m. E. das Sahnestück des Albums. Schön u. a. der Break mit den Pianoparts, der in der Form etwas an Savatage erinnert.

Fazit Eines kann man sagen: die Heavy-Szene lebt, sie ist nicht totzukriegen. Und das ist auch gut so. Da wurden aber auch schon so viele Statements abgegeben, dass man mit Aufgüssen bekannter Muster leben muss. Dragonsclaw ist so eine Band, die sich relativ eng an bekannten Vorgaben orientiert. Ich denke, der Metalhead müsste mit dem Output gut zurecht kommen. Mir persönlich fehlt einiges zum guten Album. Die Band ergeht sich zu oft in zig-fach gehörten Klischees, das Timing ist nicht immer ausgewogen und die synthetische Orchestrierung wirkt eher nervig. Schade, dass die Band vielversprechende Ansätze nicht konsequent weiterentwickelt hat. Den Judgement Day stelle ich mir etwas aufregender vor.

Trackliste

  1. Watching My Every Move 5:19
  2. Onset of War 1:49
  3. Judgement Day 3:54
  4. Bullet 4:08
  5. Fear 4:44
  6. Fly: Defenders of the Sky Part II 7:21
  7. Lucifer's Hammer 3:53
  8. Battle Cry 4:18
  9. Eternally 5:44

Rezensent: MP