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Albumbesprechung Dream Theater - Octavarium

Interpret: Dream Theater

Titel: Octavarium

Erscheinungsjahr: 2005

Genre: Prog-Metal, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Octavarium war das achte Studioalbum von Dream Theater. Das Album erschien im Jahr 2005 in der Besetzung Petrucci, Portnoy, Myung, Rudess und LaBrie. Um den Titel des Albums gab es wieder viele Spekulationen. Tatsache ist, dass es das achte Album der Band war und der Titel etwas mit der Zahl Acht zu tun hat. Dazu kommt, dass dieses Album als achtes Album auch acht Titel besaß. Jeder einzelne der acht Songs symbolisiert dabei einen gewissen eigenen Stil, jeder Song wurde in einer unterschiedlichen Tonart geschrieben, wobei der erste und letzte Song in der gleichen Tonart gehalten sind. Die Tonarten bewegt sich zwischen F und F. Das Cover zeigt ein Kugelpendel mit acht Pendeln und fünf Vögeln. Dies soll die weißen Tasten und schwarzen Tasten einer Oktave auf dem Piano abbilden (wieder vom F zum F). Auf dem Rückcover der CD ist zusätzlich eine Pianoabbildung, eben wieder von F zu F. Dazu sind einige Hinweise und symbolische Abbildungen auf dem Album und den Songs zu erkennen. Wie immer ist das alles sehr tiefgründig, typisch Dream Theater eben.

Das Album war recht erfolgreich. Es knackte in einigen europäischen Ländern die Top 5. In Deutschland erreichte es Platz 15, in den USA Platz 36 und im UK Platz 72.

Die Songs

Der erste Song "The Root Of All Evil" beginnt mit einen schönen Pianointro und wird dann schön Riffrockig. Das klingt relativ eingängig, dazu gibt es aber auch ein paar abgedrehte Parts. Der Song ist wieder ein Teil der AA-Saga von Drummer Portnoy. "The Answer Lies Within " überrascht etwas. Die größtenteils akustische Ballade mit Piano und Akustikgitarre wird durch recht üppige Streichersounds angedickt. "These Walls" beginnt heavy und fett, besitzt aber auch schöne progressive und atmosphärische Parts. "I Walk Beside You" erstaunt erneut, zumal einem das Gitarrenintro extrem bekannt vorkommt. Der ganze Song erinnert stellenweise an U2. "Panic Attack" beginnt mit einem schönen Bassintro, danach wird es ultrahart und brachial. Die Instrumentalparts überzeugen aber einmal mehr.

"Never Enough" beginnt mit einem schönen Keyboardintro. Danach wird es stellenweise schräg, was aber durch einen recht eingängigen Refrain entschärft wird. "Sacrificed Sons" erinnert zunächst an Pink Floyd. Nach knapp 4 Minuten beginnt eine Steigerung in einen interessanten Instrumentalpart, der später wieder in einen soften Part mündet. "Octavarium" ist Titelsong und Herzstück des Albums zugleich. Der Song läuft über 24 Minuten. Diese Suite ist in 5 Parts aufgeteilt, die praktisch alles bieten, was die Band ausmacht: atmosphärische Parts, akustische Parts, pop-orientierte und proggige Parts. Aus meiner Sicht erwähnenswert ist vor allem der Progpart ab 12:15 mit schönen Keyboardfiguren, die an Genesis erinnern. Der Part läuft mit Variationen über ca. 8 Minuten und ist, einmal mehr, bemerkenswert.

Fazit Octavarium hinterläßt einen uneinheitlichen Eindruck. Wenn die Band Richtung Mainstream driftet, dann kann das den klassischen Fan etwas erschrecken. Aber immerhin legt die Band auch dann noch gute Popsongs vor. Auch sonst verwöhnt die Band mit gutem Material. Eine Art Sahnestück ist der Titelsong, der über 24 Minuten recht unterhaltsam ist. Trotzdem kann man (vielleicht geht es nur mir so) gewisse Abnutzungserscheinungen feststellen.

Trackliste

  1. The Root Of All Evil8:25
    1. Ready
    2. Remove
  2. The Answer Lies Within 5:33
  3. These Walls 7:36
  4. I Walk Beside You 4:29
  5. Panic Attack 8:13
  6. Never Enough 6:46
  7. Sacrificed Sons 10:42
  8. Octavarium 24:00
    1. Someone Like Him
    2. Medicate (Awakening)
    3. Full Circle
    4. Intervals
    5. Razorīs Edge

Rezensent: MP