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Albumbesprechung Dream Theater - When Dream And Day Unite

Interpret: Dream Theater

Titel: When Dream And Day Unite

Erscheinungsjahr: 1989

Genre: Prog-Metal, Heavy-Metal, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

When Dream and Day Unite erschien im Jahr 1989 und war das erste offizielle Studioalbum der Band Dream Theater. Die Aufnahmen erfolgten im Jahr 1988, als die Band eigentlich noch Majesty hieß. Aber zur Veröffentlichung wurde der Name dann in Dream Theater geändert, da es wohl schon eine Band mit Namen Majesty gab. Zur Band gehörten damals John Petrucci (git), John Myung (bass), Mike Portnoy (drums), Kevin Moore (keyboards) und als Sänger Charlie Dominici. Der verließ die Band nach dem Album. Insgesamt klang das manchmal noch etwas ungeschliffen, aber man konnte die Klasse der Band schon damals erahnen. In Heavy-Bereich kam die Band schon damals sehr gut an.

Die Songs

Der Opener "A Fortune in Lies" klingt wie eine härtere Version von Rush, mit vielen schnellen Passagen und häufig wechselnden Rhythmen. "Status Seeker" hört sich stark nach klassischen Prog-Rock an. Der Song besitzt viele schöne atmosphärische Parts, der Refrain klingt fast schon eingängig. "Ytse Jam" (rückwärts gelesen Majesty) ist, im Nachhinein betrachtet, sicherlich eines der frühen Glanzstücke der Band. Der harte instrumentale Prog-Song überzeugt mit interessanten Motiven und vielen Rhythmuswechseln. "The Killing Hand" beginnt mit Akustikgitarren recht einschmeichelnd. Nach einem härteren Intermezzo erinnert der Song an Neo-Progbands wie Marillion. Im Übrigen zitiert der Song auch im klassischen Heavy-Metal, vor allem Petrucci unterscheidet sich technisch kaum von anderen Shreddern.

"Light Fuse and Get Away" ähnelt dem Vorgängersong in vielen Teilen. Abgesehen von einem recht angenehmen Part ab ca. 4:00 gibt es wenig Neues. "Afterlife" gibt am Anfang volle Kante, rockt dann hart und groovig. Wieder besteht der Song aus einem Mix an mittelschnellem und schnellem Material sowie kurzen und langsamen Breaks. "The Ones Who Help to Set the Sun" beginnt mit Naturgeräuschen und schönen abgedrehten Gitarrensounds. Danach wird es atmosphärisch mit schönem Flageolettspiel, bis Portnoy loslegt und die Band in einen rhythmisch vertrackten Part führt. Bis ca. 5:00 wirkt das recht einfallsreich, allerdings verfällt die Band dann in etwas abgegriffene Heavy-Muster. "Only a Matter of Time" beginnt verheißungsvoll. Insgesamt kann sich die Band dieses Mal die überharten Sounds verkneifen. Der Song klingt nach Neo-Prog a la Marillion. Neben dem Ytse Jam, aus meiner Sicht, einer der besten Songs des Albums.

Fazit Was Dream Theater mit ihrem Erstling auf die Welt brachten, ist aller Ehren wert. Bei Heavy-Metalfans kam das damals sehr gut an, denn nur allzu gerne gaben die Jungs hier mächtig Gas. Das klingt ganz gut, aber irgendwann wird es auch etwas langweilig. Dabei wird es eigentlich immer dann interessant, wenn die Band nicht permanent irgendwelchen Höllentempi hinterher hechelt. Die Progparts klingen gut, wenngleich nicht immer ganz neu. Besonders schön gelungen sind, aus meiner Sicht, der Ytse Jam und Only A Matter of Time. Insgesamt hört man eine gewisse Verwandtschaft der Band zu Rush, was sicherlich die stimmliche Ähnlichkeit von Sänger Dominici zu Geddy Lee verstärkt wird. Interessanterweise wurde Dominici oft gescholten und musste nach dem Debüt gehen. When Dream And Day Unite ist in der gesamten Diskographie der Band kein Überalbum, aber für ein Debütalbum ist das schon beachtlich.

Trackliste

  1. A Fortune in Lies 5:12
  2. Status Seeker 4:15
  3. Ytse Jam 5:43
  4. The Killing Hand 8:40
    • I. The Observance
    • II. Ancient Renewal
    • III. The Stray Seed
    • IV. Thorns
    • V. Exodus
  5. Light Fuse and Get Away 7:23
  6. Afterlife 5:27
  7. The Ones Who Help to Set the Sun 8:04
  8. Only a Matter of Time 6:35

Rezensent: MP