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Albumbesprechung Eddie & The Hot Rods - Teenage Depression

Interpret: Eddie & The Hot Rods

Titel: Teenage Depression

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Pub-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Teenage Depression ist der Titel des ersten Studioalbums der Band Eddie And The Hot Rods. Das Album erschien im Jahr 1976 und erreichte Rang 43 der UK Charts.

Eddie And The Hot Rods gingen aus der Band Buckshee hervor und gaben erste Konzerte unter dem Namen Eddie And The Hot Rods im Jahr 1975, damals immer dabei das Bandmaskottchen Eddie. Auf diesem Debütalbum waren neben Sänger Barrie Masters dabei: Paul Gray (Bass, Backing Vocals), Steve Nicol (Drums, Backing Vocals) und David Higgs (Gitarre, Backing Vocals, Piano auf Horseplay).

David Higgs war damals Hauptsongwriter der Band, von ihm stammten alle Tracks außer den Coverversionen The Kids Are Alright (Pete Townshend), Show Me (Joe Tex) und Shake (Sam Cooke). Stilistisch kann man die Musik auf den frühen Alben dem Pub-Rock zuordnen, letztlich waren die Hot Rods eine Band, welche zuvor in der Londoner Pub Rockszene groß wurden. Dort war die Band recht beliebt für ihre energetische Auslegung von Klassikern aus Rock bis Rhythm'n'Blues. Damit gab es auch eine gewisse Schnittmenge zum entstehenden Punk, in welchem dem echten und einfachen Rock'n'Roll durchaus gehuldigt wurde und daher auch viele klassische Pub-Rockbands durchaus respektiert wurden.

Im Fall von Teenage Depression ist es sogar so, dass dieses Album von Fachleuten häufig als eines der wichtigsten Verbindungsglieder zwischen Pub-Rock und Punk-Rock bezeichnet wird. Was man da hört, scheint den Eindruck zu bestätigen. Die Band geht auf Basis des R&B kraftvoll und flott zu Werke. Die Texte befassen sich mit typischen Jugendthemen.

Mit relativ reinrassigem Pub-Rock im Stil etwa von Dr. Feelgood geht es mit "Get Across To You" los. "Why Can't It Be" schließt relativ nahtlos an.

Auf "All I Need is Money" drehen die Jungs an der Schraube, das groovt mit einem Rockabilly Einschlag schön. Den Titeltrack "Teenage Depression" könnte man als eine Art Protopunk und zugleich einen frühen Vertreter des New Wave bezeichnen. Vergleichsweise komplex für einen Pub-Rocksong geht es auf "On The Run" zu.

Zu diesen eigenen Songs passen die Covers von "The Kids Are Alright", "Show Me" und "Shake" inhaltlich und musikalisch perfekt.

Fazit Eddie And The Hot Rods klangen auf diesem Album wie ein Mix aus Dr. Feelgood und den frühen Ramones, also Pub Rock mit subtil punkigen Rock'n'Roll Anteilen. Das ist äußerst unterhaltsam, auch wenn es für meinen Geschmack etwas hinter der Intensität von Dr. Feelgood und gleichermaßen den Ramones bleibt. Die Band klang hier noch sehr viel rauer und klassischer nach Pub-Rock, als auf dem folgenden Album. Allerdings klangen die Hot Rods auf diesem Gebiet etwas beliebig bzw. konnten sich zumindest nicht wirklich von anderen Bands des Genres absetzen.

Trackliste

  1. Get Across to You 2:48
  2. Why Can't It Be? 2:33
  3. Show Me (Joe Tex) 2:03
  4. All I Need Is Money 2:21
  5. Double Checkin' Woman 2:29
  6. The Kids Are Alright (Pete Townshend) 2:40
  7. Teenage Depression 2:59
  8. Horseplay (Wearier of the Schmaltz) 2:22
  9. Been So Long 3:22
  10. Shake (Sam Cooke) 1:30
  11. On the Run 6:26

Alle Songs Dave Higgs sofern nicht anders vermerkt

Bonus Tracks Reissue

  • Writing on the Wall 2:42
  • Cruisin (In the Lincoln) 3:33
  • Wooly Bully (Domingo Samudio) 2:37
  • Horseplay (Single Version) 2:24
  • 96 Tears (Live) (Rudy Martinez) 2:58
  • Get Out of Denver (Live) (Bob Seger)3:51
  • Medley: Gloria / Satisfaction (Live) (Van Morrison/Mick Jagger/Keith Richards)5:24
  • On the Run (Live) 9:02
  • Hard Drivin Man (Live) 2:11
  • Horseplay (Live) 2:30
  • Double Checkin' Woman (Live) 2:37
  • All I Need Is Money (Live) 2:56

Rezensent: MP