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Albumbesprechung Eloy - Metromania

Interpret: Eloy

Titel: Metromania

Erscheinungsjahr: 1984

Genre: Art Rock, Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Metromania war das insgesamt dreizehnte Album der Band Eloy. Es erschien im Jahr 1984 in der Phase der Band, als Eloy sich etwas vom Art-Rock abgewandt hatten. Der Sound war etwas härter und klang moderner mit einem guten Bezug zum eingängigen AOR und Mainstream Rock. Die Besetzung hatte sich seit 1979 mehrfach geändert. Von der erfolgreichen Besetzung von früher waren Frank Bornemann (Gesang, Gitarre) und Klaus-Peter Matziol (Bass) dabei. Später stieß Gitarrist Hannes Arkona zur Band. An den Keyboards saß hier Hannes Folberth, an den Drums Fritz Randow. Der war in den frühen 1970ern schon einmal bei Eloy dabei.

Textlich blieb die Vorliebe zu mystischen und etwas verklärten Themen. Das kennt man von Eloy, u. a. deshalb war die Band immer etwas umstritten. Musikalisch hatte sich gegenüber den Erfolgsalben ab Dawn über Ocean bis Silent Cries einiges geändert. Metromania klang wie eingangs erwähnt mit Bezügen zum AOR bzw. Mainstream Rock eingängiger und etwas härter. Die Songs an sich waren, im Vergleich zu früher, relativ kurz und kompakt.

Die Songs

Escape to the Heights macht klar, wo es langgehen soll. Dem sphärischen Anfang folgen relativ harte Gitarrenriffs. Das klingt wie ein Mix aus Hard-Rock, New Wave und etwas Prog. Seeds of Creation ist nicht ganz so hart angelegt. Die Keyboardsounds können hier etwas dominieren. Der Rhythmus ist relativ vertrackt, aber der Song hat dennoch klare Tendenzen Richtung AOR. All Life is One setzt sich etwas ab. Der relativ langsame Titel mit modernen Sounds und verfremdeter Stimme klingt aber etwas monoton.

The Stranger klingt recht modern und etwas synthetisch. Follow the Light erinnert anfangs an die alten Eloy. Allerdings wendet sich die Band auch hier Richtung Songende mehr und mehr modernen AOR Sounds zu. Nightriders basiert auf einem zentralen harten Gitarrenriff und pendelt irgendwo zwischen Hard-Rock und AOR. Metromania liebäugelt wieder mit alten Eloy Sounds. Da kommt dann ein leichtes Prog-Feeling auf, welches aber wieder mit einer gehörigen Portion AOR verwässert wird.

Fazit Eloy Werken bis 1979 konnte ich persönlich viel abgewinnen. Die folgenden Releases waren von eher wechselhafter Qualität. Die Releases gingen immer irgendwie in Ordnung, die erhebenden Gefühle mancher früherer Werke konnten sich aber nur selten einstellen. So geht es mir auch mit dem Album Metromania. Eloy waren 1984 weit entfernt von alten Glanztaten. Die Band folgte dem Ruf des Kommerz und näherte sich in starkem Maß eingängigen AOR Sounds. Damit machten sie das, was viele der alten Progheroes erfolglos vormachten. Insgesamt biedert sich die Band zu stark dem härteren AOR an. Da blitzen immer mal wieder alte Tugenden auf, aber insgesamt setzt man doch zu sehr auf modernere und vermeintlich erfolgversprechende Sounds. Das klingt ordentlich, aber es reißt einfach nicht mit.

Trackliste

  1. Escape to the Heights 5:03
  2. Seeds of Creation 4:28
  3. All Life is One 6:28
  4. The Stranger 3:59
  5. Follow the Light 9:37
  6. Nightriders 4:39
  7. Metromania 6:10

Rezensent: MP