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Albumbesprechung Frequency Drift - …Laid To Rest

Interpret: Frequency Drift

Titel: …Laid To Rest

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Art-Rock, Cinematic-Prog

 

Rezension/Review

Laid To Rest ist ein Album der Band Frequency Drift. Das Album soll am 06. Juli 2012 auf dem RPWL Label Gentle Art Of Music erscheinen.

Die Band Frequency Drift stammt aus Bayreuth, musikalisch wird sie dem Bereich Prog zugeordnet, wobei die Band selbst von Cinematic Prog spricht. Mit Laid To Rest stellen Frequency Drift ihren vierten Output (nach Personal Effects 1, Personal Effects 2 und Ghosts) vor.

Eingespielt wurde dieses Album in folgender Besetzung:

  • Antje Auer: Vocals
  • Christian Hack: Guitar, Flutes, Clarinette
  • Jürgen Rennecke (Bass, Stick)
  • Nerissa Schwarz (Harp)
  • Andreas Hack (Keyboards)
  • Frank Schmitz (violine)
  • Jasper Jöris (Drums, Percussion, Gemshorn)

Als Gäste sind dabei: Barbara Jöris (gemshorn & sev.mideval instruments), Thomas Epp (clarinette), Alexander Galimbis (git), Martin Schnella (git)

Die Band bietet in der Besetzung eine ungemein abwechslungsreiche Instrumentierung und überzeugt in allen Instrumentalparts. Der musikalische Bogen reicht von spacigem Art-Rock über Ambient bis hin zu melodischem Symphonic-Rock. Stellenweise klingt das Ergebnis, aufgrund der Instrumentierung, auch orientalisch bis mittelalterlich.

In Hochform läuft die Band aus meiner Sicht vor allem auf den Songs Cold und Wish auf, deren Instrumentalparts erste Sahne sind. Besonders der permanente Anstieg des Spannungsbogens auf Cold hat es mir spontan angetan.

Etwas abfallend wirkt die Spannungskurve auf dem Song Parted, der vergleichsweise eingängig/melodisch, mit einer gewissen Vergleichbarkeit zu Acts wie Evanescence, wirkt. Das muss nun natürlich nichts schlechtes sein, Evanescence gehör(t)en schließlich zu den Topsellern. Mir persönlich fehlt bei so etwas jedoch die Tiefe, die Frequency Drift z. B. auf Cold ab Minute 4:00 anbietet. Aber das ist auch Klagen auf hohem Niveau.

Denn die Band bietet auf diesem Album instrumental ein ums andere Mal schöne Bonmots - so z. B. die spacigen Parts, die oft mit einer Gilmour-ähnlichen Gitarre gestaltet werden. Neben den typischen schwebenden Voicings kann man das schön im Intro zu Ice hören. Die Gitarrenlinien schwelgen hier zwischen Gilmour Spaceparts und Knopfler Brothers in Arms Sounds. Das klingt wunderschön. Ebenfalls beachtlich ist das Gitarrensolo auf Copper, welches härter wirkt und einen Mix aus Pink Floyd der Spätphase und moderneren Styles bietet.

Fazit Laid To Rest ist für mich vor allem eines: schwer zu bewerten. Zum einen ist es ein ungemein nuancenreiches Album. Instrumental ist das erste Sahne, die Band bietet interessante Sounds zwischen Ambient, Space-Rock, Art-Rock bis hin zu einer Art melodischen Symphonic Rock/Metal. Aber die Instrumentalparts laufen, nach meinem Geschmack, dem Gesang den Rang ab. Mit den gefällig biederen Gesangsparts fällt die Spannungskurve in der Regel ab, besser würde mir hier etwa die Dramatik gefallen, die weiblicher Gesang z. B. bei White Willow bieten kann. Aber hier muss letztlich der persönliche Geschmack entscheiden.

 

Trackliste

  1. Dead 10.15
  2. Parted 7.19
  3. Cold 15.32
  4. Wish 16.04
  5. Ice 9.33
  6. Copper 12.22 (feat. Martin Schnella of Flaming Row)

Rezensent: MP