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Albumbesprechung Frumpy - By The Way

Interpret: Frumpy

Titel: By The Way

Erscheinungsjahr: 1972

Genre: Rock, Krautrock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

By The Way war das dritte Studioalbum der deutschen Band Frumpy. Das Album erschien im Jahr 1972 und kennzeichnete sozusagen das Ende der ersten Bandphase. Die Band bestand anfangs von 1969 bis 1972, 1990 folgte eine Reunion. Frumpy wurde als deutsche Band gerne in den Krautrock-Topf gepackt. Allerdings trifft das den Kern ihrer Musik nicht komplett. Die Band entstand, nachdem Inga Rumpf, Carsten Bohn, Jean-Jaques Kravetz und Karl-Heinz Schott die Band City Preachers verließen. Die vier nahmen später den guten Gitarristen Rainer Baumann mit an Bord. Musikalisch gibt es zwar Anleihen an Krautiges und damit auch Verbindungen zu Prog- und Psychedelic. Aber das klingt immer auch rockig mit Elementen aus Blues und Soul. Spieltechnisch waren Frumpy anderen deutschen Bands jener Zeit ein gutes Stück voraus, in Inga Rumpf hatten sie außerdem einen Frontfrau, die internationalen Ansprüchen durchaus genügen konnte.

Frumpy legten mit By The Way ein Album im typischen musikalischen Zeitgeist vor. Da wurde viel experimentiert, Frumpy bringen psychedelische Stilelemente der damaligen Zeit genauso ein wie bluesiges Material. Die Band agiert auch in der Härteskala auf einem breiten Niveau. Es gibt softere Elemente, aber auch härtere Rockelemente. Aus dem Grund kann man die Band auch weder als typische Krautrockband noch als typische Prog-Rockband oder ähnliches bezeichnen. Schon mit dem Opener Goin' Up The Country legt die Band einen reinrassigen Boogie-Rock vor, den Rumpf gut interpretiert. Ebenfalls viel Blues bzw. R&B gibt es auf dem Song Keep On Going. Psychedelische Parts und einen subtile Prog-Note hört man auf Songs wie By The Way, Singing Songs und Release. Auch hier überzeugt mich Inga Rumpf. I'm Afraid Big Moon ist ein härterer Rocksong mit einigen krautigen Anteilen und einer erneut gut performenden Inga Rumpf.

Fazit Frumpy waren eine der besten deutschen Bands der frühen 1970er. Überall wo Rumpf drin war, kam erstaunliches raus. So ist es auch hier. Frumpy konnten den City Preachers und Atlantis locker das Wasser reichen. Die Band war sehr gut besetzt, über allem thront natürlich Inga Rumpf mit ihrer vorzüglichen Stimme. By The Way ist sicherlich kein Spitzenalbum aus der Phase, aber es bietet einen guten Einblick in die damalige Musikkultur in Deutschland.

Trackliste

  1. Goin' To The Country (3:40)
  2. By The Way (8:51)
  3. Singing Songs (7:02)
  4. I'm Afraid Big Moon (6:25)
  5. Release (8:50)
  6. Keep On Going (5:25)

Rezensent: MP

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