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CD-Kritik Rory Gallagher - Defender

Interpret: Rory Gallagher

Titel: Defender

Erscheinungsjahr: 1987

Genre: Rock, Blues-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Defender war das zehnte Studioalbum von Rory Gallagher, welches 1987 veröffentlicht wurde.

Das Album kam bei Kritikern nicht ganz so gut an, häufig wurde Defender im direkten Vergleich zum Vorgängeralbum Jinx ein Mangel an Frische und Originalität vorgeworfen. Überraschend, da Originalität nun eine Sache ist, welche für die musikalische Ausrichtung Rorys nur bedingt wichtig ist. Daher scherten sich Gallagher Fans auch nicht darum und nahmen auch Defender gut auf.

Kein Zweifel, Rory hielt auch auf Defender an Bewährtem fest. Neben der Musik war das in dem Fall auch die Besetzung mit Bassist Gerry McAvoy, Drummer Brendan O’Neill sowie Gastmusiker Keyboarder Lou Martin, der schon in Rorys Anfangstagen mit an Bord war. Der Kreis schien sich also musikalisch und personell zu schließen. Ganz neu allerdings war die Veröffentlichung auf Rorys eigenem Label Capo. Hier hatte er nach eigenen Aussagen die künstlerische Freiheit, welche er benötigte.

Die Songs

  • Kickback City eröffnet das Album wuchtig und passt sich musikalisch in etwa an den Rory aus Top Priority Phase ein.
  • Loanshark Blues ist ein Song, auf dem Rory den Weg zum Blues sucht. Das kann er bekanntlich sehr gut, allerdings überrascht er damit nicht und erreicht nicht die Klasse von früher.
  • Continental Op knüpft auch an traditionelle Gallagher Sounds an. Hier steht das eher für seinen frühen Blues-Rock und das funktioniert sehr gut.
  • I Ain't No Saint hat ebenfalls den Blues, in diesem Fall mit einer Tendenz zur BritInvasion.
  • Failsafe Day verlässt die klassische Bluesschiene und erinnert an den Pub Rock. Relativ eingängig und gleichzeitig ungemein unterhaltsam.
  • Road To Hell wird von einem kräftigen Rock-Riff bestimmt. Gerade diese rockige Seite war auch eine seiner Stärken und das funktioniert prima.
  • Doing Time zeigt die unverwechselbare bluesige Seite Rorys mit dieser speziellen Leidenschaft. Das hat mächtig Dampf im Kessel.
  • Smear Campaign groovt angenehm um das rockige Single Note Hauptriff. Wieder so ein Song, welcher gut in die Phase um Top Priority passt.
  • Don't Start Me To Talkin' shuffelt gut, nicht überraschend, aber einfach gut.
  • Seven Days zeigt zum Abschluss eine weitere der vielen starken Seiten des Rory Gallagher, den Akustik-Blueser.

Fazit Defender wirkt beim ersten Anhören etwas sperrig, aber je öfter man das Album anhört, umso besser wird es. Darin unterscheidet es sich m. E. vom Vorgänger Jinx. Im Gegensatz zu vielen Kritikern würde ich das Album daher auch höher bewerten als Jinx, vor allem, weil Rory hier immer wieder mit seinem Mix aus Rock und Blues an alte Klasse anknüpft.

Trackliste

  1. Kickback City 4:49
  2. Loanshark Blues 4:27
  3. Continental Op 4:33
  4. I Ain't No Saint 4:58
  5. Failsafe Day 4:23
  6. Road To Hell 5:32
  7. Doing Time 4:06
  8. Smear Campaign 4:47
  9. Don't Start Me To Talkin' 3:35
  10. Seven Days 5:14

Bonustracks Remaster CD

  • Seems To Me 4:52
  • No Peace For The Wicked 4:09

Rezensent: MP