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Albumbesprechung David Gilmour - David Gilmour

Interpret: David Gilmour

Titel: David Gilmour

Erscheinungsjahr: 1978

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

David Gilmour ist das selbstbetitelte Debütalbum von David Gilmour. Das Album erschien im Jahr 1978. In Großbritannien erreichte das Album Rang 17 der Charts, in den USA Rang 29. Ein großer kommerzieller Erfolg war das Album nicht, auch die ausgekoppelte Single There's No Way Out Of Here verkaufte sich eher schlecht. Für Gilmour war dieses Album aber, nach eigenen Aussagen, sehr wichtig. Ihm war klar, dass es schwer war, unter seinem Namen ein Album heraus zu bringen. Als Gitarrist der Band Pink Floyd war er zwar Mitglied einer äußerst bekannten Band, aber sein Name war vielen Hörern damals doch nicht so geläufig (was sich später ändern sollte). Gilmour wagte den Versuch, aus dem großen Schatten Pink Floyds heraus zu treten. Das gelang ihm teilweise.

1978 kämpften Pink Floyd schon/noch mit gewissen internen Problemen. Es schien auch ein gewisses musikalisches Vakuum zu geben. Das 1977er Album Animals war, so empfanden es Gilmour, Wright und Mason, nicht mehr als ein Ego-Trip von Roger Waters. Zumindest waren die drei kaum in die Realisierung eingebunden. Ähnlich verhielt es sich auch bezüglich der Planungen zu The Wall. Die anderen drei Musiker hatten Zeit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Gilmour nutzte die Zeit, um ein Soloalbum zu produzieren. Er nannte es schlicht David Gilmour und holte sich mit Rick Wills (Small Faces) und Willie Wilson (Sutherland Brothers & Quiver) zwei alte musikalische Kumpels, die ihn auf gutem Niveau an Bass und Drums unterstützten. David Gilmour schrieb (bis auf There's No Way Out of Here) alle Songs selbst, auf Short And Sweet trug sich Roy Harper als Mitautor ein. Es gelang David Gilmour zumindest, mit diesem Album die Pink Floyd lose Zeit für die Fans zu überbrücken. Sehr viel mehr kann man nicht zu dem Album sagen. Es ist ein recht typische Gilmour Sache. Das gitarrenlastige Album ist ordentlich gemacht, ohne zu überragen. Gilmour spielt schöne Gitarrenparts ein. Er singt, wie immer, nicht schlecht. Die Songs sind überwiegend in einem gemächlichen Tempo eingespielt. Nur selten geht Gilmour extrem aus sich heraus und deutet an, was möglich ist. Man hört durchaus, woher Gilmour kommt. Etwas vom Geist Pink Floyds lebt auch in diesem Werk. Verglichen mit den Leistungen auf den beiden Pink Floyd Vorgängeralben Wish You Were Here und Animals wirkt die Musik aber etwas leblos.

Fazit Das vorliegende Album ist ein typisches Machwerk von David Gilmour. Gilmour präsentiert kaum schlechte Momente, aber mit musikalischen Feuerwerken hält er sich auch vornehm zurück. Recht gut wird es eigentlich immer dann, wenn Gilmour sphärische Parts und Gitarrensoli zum Besten gibt. Wenn man Gilmour und seine Arbeiten auf den Vorgängeralben Pink Floyds kennt, dann würde man sich mehr wünschen. So plätschert das Album etwas höhepunktlos vor sich hin. Unterhaltsam ist es aber allemal.

Trackliste

  1. Mihalis 5:46
  2. There's No Way Out Of Here 5:08
  3. Cry From The Street 5:13
  4. So Far Away 6:04
  5. Short And Sweet 5:30
  6. Raise My Rent 5:33
  7. No Way 5:32
  8. Deafinitely 4:27
  9. I Can't Breathe Anymore 3:04

Rezensent: MP

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