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Albumbesprechung Ramon Goose - Blues And Spirituals

Interpret: Ramon Goose

Titel:Blues And Spirituals

Erscheinungsjahr: 2014

Genre: Blues

 

Rezension/Review

Blues And Spirituals ist der Titel eines Albums von Ramon Goose. Das Album soll am 31.10.2014 über Acoustic Music im Vertrieb von Rough Trade erscheinen.

Ramon Goose, Jahrgang 1977, gehört zu den jüngeren Bluesgitarristen. Der Engländer scheint aber schon lange vom Blues infiziert zu sein. Bekannt wurde er vor allem als moderner Vertreter dieser traditionellen Musik u. a. in Form von Hip Hop Blues bzw. mit der Band Nu Blues.

Auf diesem Album konzentriert sich Goose vor allem auf die akustische Interpretation von Blues mit einer, nach seinen Aussagen, Konzentration Pre-War Blues und Country Blues. Goose selbst spielt vor allem Gitarre und singt und wird von Bassist Akos Hasznos sowie Drummer Eric Ford und auf einem Song von Pianist Dom Pipkin begleitet. Als Gastvocalisten/Background-Vocalisten sind Rebecca Amissah, Modou Toure und Abdoulaye Samb dabei.

Goose beginnt mit einer Soloperformance des Blind Blake Klassikers Police Dog Blues. Weitere Covers klassischer Blueser wie Meat Shakin' Woman von Blind Boy Fuller und Hard Time Killin' Floor Blues von Skip James spielt Goose ebenfalls solo ein. Anders das Arrangement des Robert Johnson Songs Kind Hearted Woman mit Piano, Bass und Drums.

Zwei Songs, Perpetual Blues Machine und Angelina, stammen im Original von Keb' Mo. Dazu gibt es selbstgeschriebenes von Goose. Das Instrumental Mountain Song folgt direkt auf Angelina und klingt wie eine instrumentale Weiterentwicklung des Mo Songs. Ein weiteres Instrumental (von Goose und Hasznos), der Mystique Blues, zeigt Goose von einer Jazz-Fusion Seite.

Songs wie Take Me Out Of The City und Walking In The Rain klingen ebenfalls nicht ganz so rootsmäßig, anders Going Home mit einer klaren Delta-Blues/Spiritual Note.

Fazit Goose hat den Blues, das kann man sagen. Aber man muss auch sagen, dass er vor allem den weißen Blues hat. Das klingt in den Interpretationen klassischer Blueser wie Blind Blake, Blind Boy Fuller, Skip James und Robert Johnson ordentlich, kann die Tiefe der Originale aber einfach nicht erreichen. Besser klappt das mit seinen Interpretationen des moderneren und eher Pop-bluesigen Keb' Mo und vor allem mit seinen eigenen Kompositionen. Hier löst sich Goose (bis auf Going Home) vom traditionellen Blues und das steht ihm gut zu Gesicht.

Bezugsadresse: Acoustic Music

Trackliste

  1. Police Dog Blues
  2. I Want Jesus To Walk With Me
  3. Perpetual Blues Machine
  4. Take Me Out The City
  5. Going Home
  6. Angelina
  7. Mountain Song
  8. Meat Shakin' Woman
  9. Walking In The Rain
  10. Kind Hearted Woman
  11. Hard Time Killin' Floor Blues
  12. Mystique Blues

Rezensent: MP