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CD Kritik Helloween - Keeper Of The Seven Keys Part 1

Interpret: Helloween

Titel: Keeper Of The Seven Keys Part 1

Erscheinungsjahr: 1987

Genre: Power-Metal

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Keeper of the Seven Keys Part 1 ist das zweite Studioalbum der deutschen Power-Metal Band Helloween. Das Album erschien im Jahr 1987 und bedeutete den Durchbruch der Band dar. Das Album schrammte nur knapp an der Top 100 in den USA vorbei, in Deutschland reichte es für Rang 15 der Albumcharts, in der Schweiz für Rang 18. Das Album wurde von Kritikern in der Regel hoch bewertet. Ursprünglich wollte die Band ein Doppelalbum veröffentlichen, was die Plattenfirma aber nicht wollte. Deshalb folgte ein knappes Jahr später Keeper Of The Seven Keys Part II, welches den kommerziellen Erfolg des ersten Teils sogar noch übertreffen sollte.

Von vielen Fans wird Part I als das beste und wichtigste Helloween Album bezeichnet. Für viele Fachleute markiert das Album außerdem einen Meilenstein, denn es war eines der ersten klassischen Power-Metal Alben überhaupt. Mit dabei waren auf dem Album Michael Kiske (Vocals), Kai Hansen (Guitar), Michael Weikath (Guitar), Markus Grosskopf (Bass) und Ingo Schwichtenberg (drums). Die Besetzung hielt noch für das nächste Album, den Sequel von Keeper. Danach ging Gitarrist Kai Hansen. Der setzte wohl als Songwriter die entscheidenden Akzente bei Helloween. Das wurde spätestens nach seinem Weggang überdeutlich klar.

Die Songs

Das Album wird mit dem kurzen symphonischen "Initiation" eingeläutet. Nach diesem verhaltenen Beginn gibt Helloween mit "I'm Alive" Gas. Das ist Power-Metal erster Güte, Melodik gepaart mit hohem Tempo. "A Little Time" donnert zwar auch mit wuchtigen Bassdrums los, allerdings wirkt der Song dezenter. "Twilight Of The Gods" legt tempomäßig wieder zu. Stellenweise erinnert mich der Song etwas an Iron Maiden, dazu gibt es wieder schöne harmonische Gesangsparts und außerdem jede Menge beachtlicher Gitarrensoli.

Die unvermeidliche Genre-Ballade folgt mit dem Song "A Tale That Wasn't Right". Der Song beginnt mehr als schön, aber irgendwie fühlt man sich auf Dauer etwas gelangweilt. "Future World" wurde damals als Single ausgekoppelt. Es ist zweifellos einer der kommerziellsten Songs des Albums, allerdings vergeigt Kiske m. E. die Gesangsparts. Vor allem in den hohen Lagen bricht er immer wieder ein.

"Halloween" ist mit über 13 Minuten der längste Song des Albums und sicherlich eine Art Kernsong des Albums. Das wirkt stellenweise sehr symphonisch und fast pathetisch. Aber natürlich gibt es jede Menge Power-Metal, Harmoniegesänge und exzellente Gitarrensoli. "Follow the Sign" ist eine, leider sehr kurze, Co-Produktion der beiden Gitarristen Weikath und Hansen. Ein schöner, mehr oder weniger instrumentaler Song. Wenn man so will, schließt der Song den Kreis und knüpft an Initiation an. Das ist schön gemacht.

Fazit Mit Keeper Of The Seven Keys Part 1 legten Helloween nach meiner Ansicht ihr bestes Bandalbum vor. Das ist lupenreiner Power-Metal, möglicherweise war es das erste Album des Genres. Die Band spielt enorm abgezockt. Da gibt es wenig zu mäkeln. Vielleicht muss man bei Sänger Kiske manchmal in der B-Note Abzüge erteilen, weil er in den hohen Lagen schwächelt. Aber insgesamt macht er seine Sache nicht schlecht. Keeper Of The Seven Keys Pt. 1 ist ein insgesamt essentielles Album. Heavy-Fans sollten es einmal gehört haben.

Trackliste

  1. Initiation (Hansen) 1:21
  2. I'm Alive (Hansen) 3:23
  3. A Little Time (Kiske) 3:59
  4. Twilight of the Gods (Hansen) 4:29
  5. A Tale That Wasn't Right (Weikath) 4:42
  6. Future World (Hansen) 4:02
  7. Halloween (Hansen) 13:18
  8. Follow the Sign (Hansen/Weikath) 1:46

Expanded edition bonus tracks

  • Victim of Fate '88 (Hansen) 7:00
  • Starlight (Remix) (Hansen/Weikath) 4:15
  • A Little Time (Alternative Version) (Kiske) 3:33
  • Halloween (Video Edit) (Hansen) 5:02

Rezensent: MP

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