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CD Kritik Helloween - Keeper Of The Seven Keys Part 2

Interpret: Helloween

Titel: Keeper Of The Seven Keys Part 2

Erscheinungsjahr: 1988

Genre: Power-Metal

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Keeper Of The Seven Keys Part 2 war das dritte Album der deutschen Heavy Metal Band Helloween. Es erschien im Jahr 1988 und zählt zu den wichtigsten Alben der Band und des deutschen Heavy Metal. Helloween schließt an Keeper Of The Seven Keys Part I an. Allerdings konnte die Band mit Part II den Erfolg des Vorgängers sogar noch übertreffen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ging es in die Top 10 der Albumcharts, im UK kam die Band bis auf Rang 24 der Charts. In den USA schrammte die Band knapp an den Top 100 vorbei.

Die Besetzung war im Prinzip gleich zum Vorgängeralbum, mit dabei waren Ingo Schwichtenberg (drums), Markus Grosskopf (bass guitar), Kai Hansen (guitars), Michael Weikath (guitars) und Michael Kiske (vocals). Allerdings war es das letzte Album mit Kai Hansen. Vom Aufbau her ähnelt Part II dem ersten Teil. Ursprünglich wollte die Band das Material ja als Doppelalbum veröffentlichen, was von der Plattenfirma jedoch vereitelt wurde.

Die Songs

Eingeleitet wird das Album vom kurzen Instrumental "Invitation". Das klingt etwas pathetisch, ist aber gelungen. Mit dem Power Metal Song "Eagle Fly Free" legt die Band einen ihrer bekannteren Songs vor. "You Always Walk Alone" ist ein Werk von Michael Kiske. Der Song besitzt mit seinen Twin-Guitarlines einen gewissen Iron Maiden Touch.

"Rise And Fall" ist ein schneller Heavy Metal Song, der aus meiner Sicht ein gewisses Glamrock Flair besitzt. "Dr. Stein" gehört auch zu den bekannteren Songs von Helloween. Der als Single ausgekoppelte Song verfügt über ein langes bluesiges Gitarrensolo und ein Orgelsolo, was in der Form ungewöhnlich für Helloween war. "We Got The Right" ist die einzige Power Ballade auf dem Album. Das klingt ganz gut, wobei auch hier die stimmlichen Beiträge von Kiske grenzwertig wirken. "March Of Time" beginnt wieder mit einem fast pathetischen Intro. Danach gibt es aber wieder lupenreinen Power Metal mit einem sehr eingängigem Refrain.

"I Want Out" war die zweite Single des Albums und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Songs der Band. Mit I Want Out liegt die Band im sehr eingängigen Power-Metal, mit einer gewissen Tendenz zum AOR. Das klingt manchmal wie Bon Jovi, Riff und Melodieführung erinnern aber auch stark an Out In The Fields von Lynott/Moore. "Keeper Of The Seven Keys" ist mit über 13 Minuten der längste Song des Albums. Der Song beginnt balladesk und verträumt - Vergleiche zu Styx seien hier erlaubt (z. B. zur Suite Madame Blue). Danach entwickelt sich ein recht kunstvoller Song mit allen Zutaten, die man in dem Genre braucht: balladeskes, Power Metal und Symphonisches. "Save Us" gibt dann noch mal typische Power-Metalkante mit üppigen Vokalharmonien. Auf neueren Pressungen ist der Titel der letzte des Albums, im Original war es der siebte Titel.

Fazit Keeper Of The Seven Keys Parts 2 gehört zu den wichtigen Alben der Band Helloween und gleichzeitig ist es auch eines der wichtigen Alben des deutschen Power-Metal. Ich denke, das kann man einfach einmal so stehen lassen. Musikalisch lagen Helloween zu dem Zeitpunkt noch klar im Power-Metal, mit geringen Tendenzen zum AOR. Das sollte sich später ja leider ändern. Im direkten Vergleich kann dieses Album nicht mit Part I mithalten. Irgendwie schien Kai Hansen gedanklich schon raus zu sein, was sich bemerkbar macht. Denn er hatte großen Anteil am Songwriting des Vorgängeralbums. Manchmal würde ich mir auch etwas mehr Originalität wünschen.

Trackliste

  1. Invitation (Weikath) 1:06
  2. Eagle Fly Free (Weikath) 5:08
  3. You Always Walk Alone (Kiske) 5:08
  4. Rise and Fall (Weikath) 4:22
  5. Dr. Stein (Weikath) 5:03
  6. We Got the Right (Kiske) 5:07
  7. Save Us (Hansen) 5:12
  8. March of Time (Hansen) 5:13
  9. I Want Out (Hansen) 4:39
  10. Keeper of the Seven Keys (Weikath) 13:38
    Expanded edition bonus tracks
  • Savage 3:25
  • Livin' Ain't No Crime 4:42
  • Don't Run for Cover 4:45
  • Dr Stein (Remix) 5:05
  • Keeper of the Seven Keys (Remix) 13:52

Rezensent: MP