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CD Besprechung Natalie Imbruglia - Left Of The Middle

Interpret: Natalie Imbruglia

Titel: Left Of The Middle

Erscheinungsjahr: 1997

Genre: Soft-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Left of the Middle ist das erste Album der australischen Sängerin Natalie Imbruglia. Das Album erschien im Jahr 1997 und verkaufte sich weltweit sehr gut. In Australien, Kanada, im UK und den USA gab es mehrfach Platin für das Album. Dabei hat das Album seinen großen Erfolg sicherlich der zuvor ausgekoppelten Single Torn zu verdanken. Bis 2008 hat sich das Album weltweit über 6 Millionen Mal verkauft. Left Of The Middle wurde als Best Pop Vocal Album für einen Grammy nominiert, der dann jedoch an Ray Of Light von Madonna ging

Die Kritiker bewerteten das Album unterschiedlich. Der Rolling Stone zum Beispiel kam nicht gut mit dem Album zurecht und vergab eine eher schwache Bewertung. Die Erwartungen an das Album waren damals sicherlich auch hoch, zumal die Single Torn weltweit hoch in die Charts einstieg. Wenn auch nicht jeder Song auf dem Album so klingt wie Torn, so hält sich Imbruglia doch grob an die Rezeptur aus relaxtem Pop mit schönen melodischen Gesangslinien. Auch wenn das alles manchmal sehr unaufregend klingt, kann sich Imbruglia nahtlos in die Riege der damals bekannten weiblichen Popacts wie Sheryl Crow, Alanis Morissette oder Meredith Brooks einreihen.

Natalie Imbruglia kommt aus Australien. Genauso wie ihre Kollegin Kylie Minogue war sie Darstellerin in einer Teenie Soap und wurde dann als Sängerin bekannt. Deshalb wird sie auch häufig in einem Atemzug mit Minogue genannt. Natalie ist ein paar Jahre jünger und hat eine ganz andere Ausstrahlung als Minogue. Künstlerisch verbindet beide sowieso nur wenig. Musikalisch macht sich Imbruglia vergleichsweise rar, sie bringt alle Schaltjahre ein Album heraus. Ihre größten Erfolge feiert Imbruglia damit mittlerweile in ihrer Wahlheimat England.

Das Debütalbum kann überzeugen. Bekannt wurde vor allem der Song Torn, der weltweit ein Hit wurde. Torn wurde fast schon zu einer Plage für Gitarrenlehrer, da jede(r) Schüler(in) diesen Strumming Song spielen wollte. Das Album bewegt sich ansonsten vornehmlich im Soft-Rock Bereich, streift dabei aber auch einige Grenzbereiche. Manchmal wird es balladesk, manchmal rockiger. Selten werden Prisen von Jazz oder sogar leicht psychedelische Parts eingeworfen. Auffallend ist der hohe Anteil an synthetischen Sounds. So tauchen immer wieder die zu jener Zeit obligatorischen Dancefloor-Beats auf. Ich verstehe zwar nicht, warum man auf Rockplatten nicht lieber auf organische Drummer zurückgriff. Aber immerhin klingt das bei Natalie Imbruglia noch ganz angenehm. Alle Songs können überzeugen. Torn bildet sicherlich das Highlight des Albums, Big Mistake erreicht in etwa das Niveau von Torn. Auch den an Alanis Morissette erinnernden Song Intuition könnte man aus der Masse herausheben.

Fazit Mit Left Of The Middle legt Natalie Imbruglia ein grundsolides Album vor. Es ist sicherlich kein überwältigendes Album, aber unterhaltsam ist das allemal. Natalie Imbruglia konnte damit auf jeden Fall in der Frauenriege um Meredith Brooks oder Alanis Morissette mithalten.

Trackliste

  1. Torn 4:04
  2. One More Addiction 3:30
  3. Big Mistake 4:32
  4. Leave Me Alone 4:21
  5. Wishing I Was There 3:52
  6. Smoke 4:37
  7. Pigeons and Crumbs 5:21
  8. Don't You Think? 3:55
  9. Impressed 4:47
  10. Intuition 3:22
  11. City 4:33
  12. Left of the Middle (hidden track) 3:46

bonus tracks Australien

  • Tomorrow Morning 3:00
  • Something Better 4:04
  • Frightened Child 1:56
  • Diving in the Deep End 3:54
  • City (Live in Barecelona) 4:04

bonus tracks Japan

  • Frightened Child 1:56
  • Diving in the Deep End 3:54

Rezensent: MP

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