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CD-Kritik: Jethro Tull - Benefit

Interpret: Jethro Tull

Titel: Benefit

Erscheinungsjahr: 1970

Genre: Prog-Rock, Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Benefit war das dritte Album der Band Jethro Tull, es kam im Jahr 1970 auf den Markt. Benefit war das erste Album mit John Evan an den Keyboards und das letzte mit dem Bassisten Glenn Cornick. An der Gitarre spielte Martin Barre, an den Drums saß Clive Bunker. David Palmer war wieder für die Orchesterarrangements verantwortlich. Das Album schaffte es bis auf Platz 3 der UK Charts, erhielt aber keine sehr guten Bewertungen von Kritikern.

Die Songs

"With You There To Help Me" ist ein Song, der mit einigen interessanten progressiven Ideen aufwarten kann. Die Gitarrensounds klingen ziemlich heavy, was dem Song einiges an Härte verleiht. "Nothing To Say" klingt ganz anders. Der Song klingt fast schon eingängig, den Gitarrensounds fehlt praktisch jede Härte und es gibt ein paar nette progressive Strukturen. "Alive and Well and Living In" besitzt ebenfalls, trotz vezerrt röhrender Gitarrensounds, eine etwas geringere Grundhärte. Wieder gibt es interessante progressive Momente, stellenweise klingt das fast etwas jazzig. "Son" geht wieder härter ab, der Song baut dabei auf einer Art Bluesriff auf. Andersons Stimme ist ziemlich stark in den Vordergrund gemischt.

"For Michael Collins, Jeffrey And Me" beginnt akustisch und folkig, dann legt der Song kurz zu und wird rockig, schaltet danach aber wieder in den gefälligen akustischen Gang zurück. "To Cry You A Song" besitzt ein geiles Intro. Das Single Note Riff erinnert mich entfernt an King Crimson. Insgesamt handelt es sich auch um den bislang progressivsten Song. "A Time For Everything?" besitzt zwar weniger Druck als To Cry You A Song, dennoch geht der Song ordentlich ab. "Inside" klingt sonderbar und wirkt wie ein Fremdkörper. Den Song hätte auch ein Schlager- oder ein Countrysänger singen können. "Play In Time" beginnt mit einem schönen Zusammenspiel von Gitarre und Querflöte. Das folgende Gitarrenriff verleiht dem Song wieder etwas Härte, interessant sind die rückwärts aufgenommenen Sounds. "Sossity; You're A Woman" beschließt das Album akustisch. Das kennt man von Anderson, das kann er gut und es klingt auch hier gut.

Fazit Bei den Kritikern kam das Album damals nicht gut an. Es galt als zu hart und flach. Irgendwie kann man das Urteil nachvollziehen. Die Härte ist spürbar, auch wenn sie selten zu vordergründig wirkt. Dafür sind die Songs von äußerst unterschiedlicher Qualität. Ein totaler Reinfall ist für mich der Song "Inside". Auch "Son" und "Play In Time" machen kaum nachhaltigen Eindruck. Dafür hat das Album aber auch seine guten Seiten, "To Cry You A Song" etwa oder die akustischen Songs und Parts klingen gut. Vielleicht hätte Anderson etwas entschlossener an der Verbindung aus Folk und Prog arbeiten sollen. Keines der besten Jethro Tull Alben.

Trackliste

  1. With You There To Help Me 6:15
  2. Nothing To Say 5:10
  3. Alive and Well and Living In 2:43
  4. Son 2:48
  5. For Michael Collins, Jeffrey And Me 3:47
  6. To Cry You A Song 6:09
  7. A Time For Everything? 2:42
  8. Inside 3:38
  9. Play In Time 3:44
  10. Sossity; You're A Woman 4:31

Bonus tracks

  • Singing All Day 3:07
  • Witch's Promise 3:52
  • Just Trying To Be 1:37
  • Teacher 3:49

Rezensent: MP

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