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CD-Kritik Jethro Tull - Songs From The Wood

Interpret: Jethro Tull

Titel: Songs From The Wood

Erscheinungsjahr: 1977

Genre: Folk Rock/Progressive Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Songs from the Wood ist ein Album von Jethro Tull, das im Jahr 1977 erschien. Mit dem Album begann Jethro Tull eine folkorientierte Phase, die sich über knapp drei Alben erstreckte (Songs From The Wood, Heavy Horses und stellenweise Stormwatch). Songs From The Wood gehört dabei zu den Alben, mit denen Jethro Tull sowohl Fans als auch Kritiker durchaus positiv stimmen konnten. Songs From The Wood war auch das Album, auf dem David Palmer erstmalig als vollwertiges Bandmitglied genannt wurde.

Die Songs

"Songs From The Wood" macht die folkige Ausrichtung deutlich, vor allem die Gesangsharmonien und Akustikgitarrenparts klingen melodisch folkig, dazu gibt es kurze progressive Rockparts. "Jack-In-The-Green" ist ebenfalls extrem folklastig. Ian Anderson nahm diesen Song alleine auf und spielte alle Instrumente selbst ein. "Cup Of Wonder" besitzt wieder einen starken Folkansatz, ist aber straight rockiger als die ersten Nummern eingespielt. "Hunting Girl" legt noch einmal zu. Der Song klingt, wieder mit folkigen und rockigen Parts, stärker nach Prog-Rock. "Ring Out, Solstice Bells" ist der bislang rockigste Song des Albums.

"Velvet Green" beginnt mit einem romantisch klassischen Intro, wird dann progressiv weiter verarbeitet. "The Whistler" ist ein weiterer vornehmlich akustischer Song. Die Akustikgitarren werden durch einen treibenden Marchingrhythmus der Drums unterstützt. Dazu gibt es schöne Harmonien und viel Flötenarbeit Andersons. "Pibroch (Cap In Hand)" ist das längste Stück des Albums. Die Band lässt sich hier auf die meisten Experimente ein. Auch "Fire At Midnight" überrascht, nach einem getragenen und ruhigen Anfang, mit interessanten progressiven Motiven.

Fazit Songs From The Wood besitzt, wie das Folgealbum Heavy Horses, eine starke Orientierung zu Folk- und Romantikthemen. Wenn ich mir Ian Anderson ansehe, dann spiegelt dieses Album für mich am ehesten seine "wahre" Ausstrahlung wieder. Ein Naturbursche, der mit der Flöte im Wald herumrennt und Folkmusik zelebriert. Genau das bringt das Album extrem gut zur Geltung. Songs From The Wood klingt aus meiner Sicht deutlich besser als die meisten Heavy-Tull Spätwerke und kann durchaus mit den guten Alben der Progphase mithalten.

Trackliste

  1. Songs From The Wood 4:52
  2. Jack-In-The-Green 2:27
  3. Cup Of Wonder 4:30
  4. Hunting Girl 5:11
  5. Ring Out, Solstice Bells 3:43
  6. Velvet Green 6:03
  7. The Whistler 3:30
  8. Pibroch (Cap In Hand) 8:27
  9. Fire At Midnight 2:26
  10. Beltane (Bonus) 5:19
  11. Velvet Green (Bonus; Live) 5:56

Rezensent: MP