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Albumbesprechung Journey - Look Into The Future

Interpret: Journey

Titel: Look Into The Future

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)
Rezension/Review

Look Into the Future ist der Titel des zweiten Journey Albums. Das Album erschien im Jahr 1976.

Eingespielt wurde das Album in der Besetzung Greg Rolie (lead vocals/keyboards), Neal Schon (guitar), Ross Valory (bass) und Aynsley Dunbar (drums). Rhythmusgitarrist George Tickner hatte die Band mittlerwiele verlassen.

Die Band wollte sich mit dieser Produktion bewusst dem US-Mainstreammarkt nähern. Das Ergebnis war aber durchwachsen. Look Into The Future ging zwar bis auf Rang 100 der Charts und lag damit deutlich besser als das Debütalbum (Rang 138). Die Verkaufszahlen war aber kaum besser und die Kritiken waren nach wie vor nicht gerade überschwänglich.

Die Songs

  • On A Saturday Night eröffnet das Album sehr eingängig. Ich würde das als reinen AOR bezeichen, in der Form aber auch als stimmigen Song mit guten Instrumentalbeiträgen.
  • It's All Too Much ist eine ziemlich akademisch gemachte Coverversion des George Harrison Songs. Im direkten Vergleich würde ich aber jederzeit die Steve Hillage Version vorziehen.
  • Anyway erinnert eher an das rockige Material des Vorgängeralbums mit reichlich Santana Flair.
  • She Makes Me (Feel Alright) rockt gut, sehr gut würde ich sogar sagen. Da kommt zumindest einmal Leben in die Bude.
  • You're on Your Own wirkt auf mich verstörend. Die Akkordprogression mit den Leadmotiven klingt zunächst sehr stark nach While My Guitar, im weiteren Verlauf entwickelt sich eine Art Beatles-Medley. Das ist m. E. nicht gut gelungen.
  • Look Into the Future ist ein gut gemachter gitarrenlastiger Song, wieder mit gewissen Anleihen an die klassische Beatlesharmonik. Im Vergleich zu You're On Your Own eine Steigerung.
  • Midnight Dreamer ist ein weiterer guter Rocker, ähnlich wie She Makes Me mit einer guten harten US-Rocknote, allerdings mit interessanten Hendrix-Zitaten.
  • I'm Gonna Leave You beginnt mit einem harten Riff, welches später als Mainriff im Kansas Song Carry On Wayward wieder auftauchte. Sehr bemerkenswert, allerdings ist der gesamte Song bei Journey weniger komplex als bei Kansas. Stellenweise erinnern Journey hier eher an englischen Rock a la Deep Purple oder Led Zep.

Fazit Look Into the Future ist, wie es die Band wollte, wesentlich eingängiger konzipiert als das Debütalbum. D. h. die Komplexität geht nahe Null, dafür gibt es Anspielungen an die Beatles (nicht nur wegen des Harrison Covers) und Zitate aus dem Bereich UK-Hard Rock bis hin zu Jimi Hendrix. Das macht die Sache nicht gerade eigenständig und daher nicht besser als das Debüt.

Trackliste

  1. On a Saturday Night (Rolie) 4:01
  2. It's All Too Much (George Harrison) 4:06
  3. Anyway (Rolie) 4:12
  4. She Makes Me (Feel Alright) (Rolie, Schon, Alex Kash) 3:13
  5. You're on Your Own (Schon, George Tickner, Rolie) 5:55
  6. Look into the Future (Schon, Rolie, Diane Valory) 8:13
  7. Midnight Dreamer (Schon, Rolie) 5:14
  8. I'm Gonna Leave You (Schon, Rolie, George Tickner) 7:01

Rezensent: MP