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Albumbesprechung King Crimson -The Power To Believe

Interpret: King Crimson

Titel: The Power To Believe

Erscheinungsjahr: 2003

Genre: Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Power To Believe ist ein Album der Band King Crimson, welches im Jahr 2003 veröffentlicht wurde. Die Band besteht zum Zeitpunkt der Aufnahmen aus Robert Fripp, Adrian Belew, Trey Gunn und Pat Mastelotto. Das Vorgängeralbum The Construkction Of Light wurde kontrovers diskutiert. The Power To Believe knüpft zwar an das Vorgängeralbum an, klingt aber differenzierter und interessanter. Die Zeit der großen Charterfolge war 2003 für King Crimson schon lange vorbei. Von daher überrascht es nicht, dass dieses Album kein großer kommerzieller Erfolg wurde. In den USA erreichte die Band nur Rang 162 der Charts, im UK Rang 150. Eine der besten Platzierungen war Rang 25 in Finnland. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum fielen aber die Kritiken für das Album aber recht gut aus.

Die Songs

"The Power to Believe (Part I: A Capella)" zieht sich in vier Teilen über das Album. Der erste Teil ist A Capella gehalten. Dieses kurze Intro besteht aus einem durch Vocoder verfremdeten Sprechgesang. "Level Five" nutzt zwar moderne Sounds, erinnert von der Konzeption aber an die King Crimson der Red Phase. Die synthetischen Drums verleihen dem Song einen steril-harten Groove. "Eyes Wide Open" ist atmosphärisch angelegt und überzeugt mit schönen rhythmischen Spielereien. "EleKtriK" erinnert an klassische Electronic Music, wobei allerdings die Gitarren den Ton angeben. "Facts of Life (Intro)" ist ein kurzes Stück, das vor allem aus Soundcollagen besteht. Das Versatzstück bildet das Intro zum folgenden Song "Facts of Life". Der Song erinnert mit abgedrehten Ideen und dem verfremdeten Gesang an 21 Century Schizoid Man, wobei Facts Of Life wieder relativ hart präsentiert wird.

"The Power to Believe (Part II: Power Circle)" ist relativ abwechslungsreich gestaltet. Zuerst gibt es atmosphärische Gitarrensynthiesounds, dazu gesellen sich später Percussions. Im Anschluss wird es ambientmäßig und gegen Ende tendiert der Song Richtung Prog-Rock. "Dangerous Curves" erinnert mich an Electronic-Pop Bands der 80er Jahre in einem Mix mit Elementen der klassischen King Crimson. "Happy with What You Have to Be Happy With" ist ein harter Song, mit überzeugendem Refrain. "The Power to Believe (Part III)" offeriert nach sphärischem Beginn eine abgedrehte E-Gitarrenmelodie und harte Drumsounds. "The Power to Believe (Part IV: Coda)" ist experimentell angelegt. Die Soundcollagen klingen schön, wieder featured der Song die vertraute Vocoder Stimme von Teil 1.

Fazit The Power To Believe ist keine leichte Kost. Auch nach mehrmaligem Hören will sich nicht die große Begeisterung einstellen, welche ältere King Crimson Werke immer wieder auslösten. Die Band gibt sich, wie immer, experimentierfreudig. Auch wenn die Band an alte Sounds anknüpft, klingt das Album doch anders. Crimson 2003 klingen moderner und sind von daher nicht direkt mit älteren Werken vergleichbar. Die Songs sind ordentlich gemacht. Musikalisch gibt es bei der Band selten etwas zu mäkeln. Was mir persönlich nicht gefällt, sind die synthetisch klingenden Drums. Aber immerhin klingt der Mix auf dem Album besser als auf dem Vorgängeralbum The Construkction Of Light.

Trackliste

  1. The Power to Believe (Part I: A Capella) (Adrian Belew) 0:44
  2. Level Five (Belew, Robert Fripp, Trey Gunn, Pat Mastelotto) 7:17
  3. Eyes Wide Open (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 4:08
  4. EleKtriK (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 7:59
  5. Facts of Life (Intro) (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 1:38
  6. Facts of Life (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 5:05
  7. The Power to Believe (Part II: Power Circle) (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 7:43
  8. Dangerous Curves (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 6:42
  9. Happy with What You Have to Be Happy With (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 3:17
  10. The Power to Believe (Part III) (Belew, Fripp, Gunn, Mastelotto) 4:09
  11. The Power to Believe (Part IV: Coda) (Fripp) 2:29

Rezensent: MP