Anzeige

Albumbesprechung knez rosén - RED

Interpret: knez rosén

Titel: RED

Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Indie-Rock, Protopunk, Psychedelic

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Red ist der Titel des neuen Albums von Knez Rosén. Das Album wurde im Mai 2013 über Rosens Label Sugarbeat It vorgestellt.

Knez Rosén sind Igor Knez und Hans Rosén, ein schwedisches Duo. 2011 legten die beiden ihr Debütalbum ten handmade pieces vor, welches sich in seiner minimalistischen eigenwilligen Form einer genauen Kategorisierung entzog. Man konnte damals durchaus von Avantgarde mit krautigen Aspekten sprechen. Mit Red sind die beiden zurück, aber anders. Hans und Igor schrieben mir:

it's a bit different compared to the last one.

Das würde ich unterschreiben.

Sieht man nämlich vom instrumentalen Horses ab, rocken Knez Rosén auf diesem Album gerne mal in bester früher Indie-/Protopunkmanier los. Das erinnert mal etwas an Lou Reed (In Surreal Småland, The Brute) oder nach Bowie aus der Berlin-Phase (Hotel Balkan), nach Protopunk allgemein (In The Pub), nach einer Art psychedelischem Desert-Rock Richtung Tito And Tarantula (The Cow And The Stork), modern groovend auf Cassiopeia bzw. teilweise auf The Red Sign und, wie erwähnt, auch näher am Stil des Debüts (Horses oder She's The Sea). Im Gesamtergebnis würde ich von einer kunstvollen Form des Indie-Rock sprechen. Eigenwillig, aber besonders und daher auch sehr unterhaltsam.

Fazit Schweden ist nicht gerade arm an grandiosen Musicacts. Knez Rosén gehören dazu, sie besetzen im Duo eine Nische. Während ihr Output auf dem Debüt Richtung instrumentalem Avantgarde tendierte, wenden sie sich hier vergleichsweise eingängigen Motiven zu. Das wirkt in straighten Songs wie ein Mix aus Lou Reed, David Bowie, Neu oder den frühen Roxy Music. Im experimentelleren Bereich fallen mir Vergleiche zu Can ein. Aber das ist eine sehr individuelle Wahrnehmung, denn knez rosén machen ihr eigenes Ding. Das wirkt retro und ist gleichzeitig ungemein zeitgemäß. Anders als das Debütalbum, aber keinesfalls schlechter und ebenfalls sehr empfehlenswert.

Trackliste

  1. In Surreal Småland 4:28
  2. In The Pub 3:16
  3. Horses 7:53
  4. The Cow And The Stork 5:43
  5. Cassiopeia 6:47
  6. Hotel Balkan 4:24
  7. The Brute 2:59
  8. The Red Sign 4:46
  9. She's The Sea 10:09

Rezensent: MP

Anzeige