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Albumbesprechung Kottak - Attack

Interpret: Kottak

Titel: Attack

Erscheinungsjahr: 2011

Genre: Funpunk

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)
Rezension/Review

James Kottak, zuletzt vor allem als Drummer der Scorpions bekannt, legt mit seinem Projekt Kottak zum 27.05.2011 ein neues Album vor. Der Titel Attack lässt Erinnerungen an die Scorpions Live-Nummer Kottak Attack aufkommen. Davon ist das Album jedoch ein gutes Stück entfernt.

Zur stilistischen Beschreibung kann man James Kottak selbst zitieren, der die Musik auf Attack wie folgt beschreibt

Cheap Trick meets Green Day mit einer Portion Social Distortion und Nickelbag, welche einen überrollt wie ein tonnenschwerer Güterzug.

Damit wird in etwa klar, was man erwarten kann: eingängige funpunkige Musik mit einer gewissen Härte. Von einem Güterzug bin ich nicht gerade erfasst worden, aber sonst hat die Beschreibung schon etwas.

Um ehrlich zu sein, muss man zum Album nicht viel mehr wissen. Kottak ist weit entfernt vom Hard-Rock, noch weiter vom Heavy Metal. Er ist aber auch weit entfernt vom Hardcore Punk. Dieser Vergleich von Cheap Trick und Green Day trifft es ziemlich gut, da belügt Kottak niemanden. Cheap Trick war eine unterhaltsame Rocktruppe und Green Day eine unterhaltsame Fun-Punkband. Attack hat etwas von beidem. Die Songs sind alle eingängig konzipiert, die Band funktioniert gut, James Kottak singt ordentlich.

Da kann man eigentlich nicht meckern, aber es fehlen die großen Höhepunkte. Das fließt vor sich hin, hinterlässt aber auch keinen tiefen Eindruck in den Gehörgängen.

Fazit Ob sich Kottak mit Attack eine große Fanbase erspielen kann, muss sich weisen. Seine Kollegin Stephanie Smith (der er den Song Sexy Motherfucker widmet) klingt z. B. irgendwie authentischer. Was Kottak mit Attack vorlegt, wirkt einfach zu unverbindlich. Schlechte Musik ist das nicht, aber aufregend klingt anders. Als Untermalung für einen frühen American Pie Film oder Teenie-College Filme aus den USA taugt diese Musik gut. Aber für mehr fehlt eine gute Prise Substanz und Reibung.

Trackliste

  1. Teenage Kix
  2. Scandalous
  3. Hit The Heartbrakes
  4. Let's Do It Tonite
  5. Sexy Motherfucker
  6. Perfect Defects
  7. Bang Bang Baby
  8. World War Love
  9. So Disconnected
  10. Time To Say Goodbye

Rezensent: MP