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Albumbesprechung Lake - Lake II

Interpret: Lake

Titel: Lake II

Erscheinungsjahr: 1978

Genre: Westcoast-Rock, Country-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Lake II ist das zweite Album Deutschen Band Lake. Das Album erschien im Jahr 1978. Die Ansprüche an die Band waren nach dem überraschenden Erfolg des Debütalbums relativ hoch. Auch in den USA nahm man von der Band aus Deutschland Notiz. Daher wollten es die Jungs mit dem zweiten Album wohl wissen. Man produzierte bzw. mixte einiges im berühmten Studio Caribou Ranch in Colorado.

Lake waren nach Ansicht vieler Kritiker die einzige Deutsche Band jener Zeit, die internationalen Ansprüchen genügte. Es gab zwar andere Deutsche Bands, welche mithalten konnte, aber Lake war zweifellos eine außerordentlich professionelle Band. Das erste Album Lake war die Überraschung des Jahres 1976. Zu der Zeit war James Hopkins-Harrison Sänger. Geoff Peacy ergänzte die englische Fraktion der Band. Auf Lake II waren außerdem Gitarrist Alex Conti, Bassist Martin Tiefensee, Drummer Dieter Ahrend und Keyboarder Detlef Petersen dabei. Möglicherweise hatte die Band schon mit diesem zweiten Album ihren Zenit erreicht, denn die Erfolgskurve zeigte in der Folge leider eher nach unten.

Ich habe eingangs eigentlich schon relativ viel zu Lake gesagt. Die Musik der ersten Alben war sehr professionell dargeboten, musikalisch dürften Hopkins-Harrison und Peacy eine wichtige Rolle gespielt haben. Aber auch den Rest der Band darf man keineswegs unterschlagen. Gerade Detlef Petersen war ein entscheidender Faktor innerhalb der Band. Alex Conti ist ein anerkannt guter Gitarrist. Er hält sich zwar extrem zurück, spielt aber songdienlich und gut. Bass und Drums unterstützen die Songs unaufdringlich, aber professionell. Lake II hätte genausogut von einer amerikanischen Westcoast Band sein können. Die Musik klingt enorm relaxt und ist sehr professionell eingespielt. Der Opener "Welcome To The West" steht synonym für den eher unaufdringlichen PopRock Charakter der Band. Mit "Love's the Jailor" bietet die Band einen Pianosong an, der durchaus von Elton John hätte stammen können. Diesem Grundmuster folgen die restlichen Songs. Das klingt alles locker, mit diesem typischen Westcoast Flair. Manchmal driften Lake dabei in Richtung Country-Rock. Ganz interessant sind auf diesem Album die subtilen Anspielungen an Prog-Rock Größen. So hört man auch das eine oder andere Mal gewisse Anspielungen an Genesis und Yes, vor allem in den Vokalharmonien.

Fazit Lake legten mit dem zweiten Album ein eigentlich makelloses Album vor. Aber das klingt dann auch in typischer Westcoast Form etwas zu perfekt. Das ist das Kreuz mit Bands, welche im Bereich Westcoast/Country-Rock musizieren. Das klingt immer gut und meistens perfekt, aber zugleich auch etwas steril. Was so einem Album oft fehlt, sind die (emotionalen) Highlights. Dennoch gehört Lake II zu den besten Produktionen des Jahres 1978 aus deutschen Landen. Für Freunde des Mainstream Rock ist das Album in jedem Fall eine gute Wahl.

Trackliste

  1. Welcome to the West 5:07
  2. See Them Glow 4:59
  3. Letters of Love3:40
  4. Red Lake (J. Hopkins-Harrison, Geoffrey Peacey) 4:57
  5. Love's the Jailor (auch Love's A Jailer) 4:29
  6. Lost by the Wayside (J. Hopkins-Harrison, Geoffrey Peacey) 4:25
  7. Highway 216 3:37
  8. Angel in Disguise 4:28
  9. Scoobie Doobies (J. Hopkins-Harrison, Geoffrey Peacey) 7:44

Rezensent: MP