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Review Lilith Laying Down - Nether Regions

Interpret: Lilith Laying Down

Titel: Nether Regions

Erscheinungsjahr: 2011/2013

Genre: Heavy-Metal, Prog-Metal, Thrash

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Nether Regions ist der Titel eines Albums der Band Lilith Laying Down. Das Album wurde wohl schon einmal 2011 im Eigenvertrieb veröffentlicht, es soll via SAOL / Bret Hard Records / H'Art / Zebralution am 08.03.2013 noch einmal veröffentlicht werden.

Lilith Laying Down stammen aus Köln, eingespielt wurde das Album in der Besetzung Pavlos Batziakas (Gesang, Gitarre), Lars Kauffmann (Bass), Eduardo Vizzarro (Gitarre) und Marc Spiekermann (Schlagzeug). Lilith Laying Down frönen in starkem Maß dem klassischen Metal, was sich in geschmackvollen und druckvollen Arrangements mit Twin-Leads und anderen klassischen Zutaten niederschlägt. Andererseits gibt es aber Anleihen an einige Metal-Spielarten von Folk-Metal bis Thrash. Vor allem in thrashigen Phasen kommen in Verbindung mit dem Gesang Erinnerungen an Metallica auf. Aber Lilith Laying Down sind weder eine Metallica Kopie noch eine x-beliebige Metalband. Dafür sorgen sie mit interessanten Ideen und Songstrukturen, die auch eine gewisse Nähe zum Prog-Metal vermuten lassen.

Eine interessante Sache also, was dem Hörer geboten wird. Was auf "Fated To Die" noch reichlich nach Metallica klingt, ist schon auf "King Of Gods" wesentlich wandlungsfähiger. Da wird einiges geboten und die Band liegt näher am Prog-Metal als im reinen Power- oder Thrash-Metal. "Life Is That Pain" ist wieder wesentlich straighter gestaltet, aber auch hier wird ein schöner Break angeboten. "You Defy" ist sozusagen ein Sandwichsong: Midtempo Metal in der Mitte, drumherum Atmoparts.

"What lies Beneath" beweist, dass Sänger Batziakas auch growlen kann. Die Band bemüht Motive aus dem Death-Metal, bietet aber auch einen Wechsel zwischen klassischem Metal, Death-Metal und einer Art Mittelalter-Rock. Diese Nähe zu Mittelalter-Rock Motiven kann man auf dem Album immer wieder wahrnehmen, sehr intensiv auf dem Song "Death of a Norseman". Hier zieht die Band ein Konzept ohne harte Parts durch, das äußert gut gelungen ist.

Der Übergang zu "Chosen Ones" mit dessen anfänglichen chorusgetränkten Pickingparts ist gut gelungen. Nach dem Intro gibt es klassischen Metal, der an den klassischen Teutonen Power Metal erinnert. "Even the Light" ist wieder ein Song, der vergleichsweise komplex aufgebaut ist. "Nightmare of your Life" dagegen erinnert wieder etwas an Metallica bzw. an deren ruhigere Songs zu Zeiten des Black Albums. Auch wenn das handwerklich in Ordnung geht, so wirkt dieser Song doch etwas beliebig.

"Mens Fate" knüpft stilistisch an den Vorgänger an. Auch hier gibt es druckvollen Metal mit Anleihen an Metallica, auch hier wirkt das etwas austauschbar. Aber die Band legt ab ca. 4:00 einen formidablen Instrumentalpart vor. Den Abschluss des Albums bildet die melancholische Akustikballade "Tear In My Eye".

Fazit Lilith Laying Down legen mit Nether Regions ein, aus meiner Sicht, gutes Album vor. Es ist in jedem Fall so, dass die guten Ideen deutlich überwiegen. Ein gewisses Problem ist vielleicht die große Bandbreite aus Power Metal, Thrash, Doom, Death und Mittelalter-Rock. Es wäre möglicherweise noch besser, wenn sich die Band auf ihre Stärken konzentriert. Die liegen für meinen Geschmack in einer Art Prog- bis Folk-Metal. Immer wenn sich die Band in komplexere Bereiche mit dynamischen Wechseln aus Atmo-Parts und druckvollen Parts traut, klingt das richtig gut. Höhepunkte sind in diesem Sinn Songs wie "Even The Light", "Death Of A Norseman", "You Defy", "King Of Gods" und die Ballade "Tear In My Eye".

 

Trackliste

  1. Fated to Die
  2. King of Gods
  3. Life is that Pain
  4. You Defy
  5. What lies Beneath
  6. Death of a Norseman
  7. Chosen Ones
  8. Even the Light
  9. Nightmare of your Life
  10. Mens Fate
  11. Tear in my eye

Rezensent: MP