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Albumbesprechung Lil Wayne - Tha Carter III

Interpret: Lil Wayne

Titel: Tha Carter III

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Hip Hop

 

Rezension/Review

Tha Carter III ist der Titel eines Albums von Lil Wayne. Das Album erschien im Jahr 2008 und war das bestverkaufte Album des Jahres. Darüber hinaus wurde es von Kritikern in der Regel sehr gut bewertet und fand sich in den meisten Jahreslistings weit oben.

Lil Wayne überließ kaum etwas dem Zufall. Als Produzenten plante er The Alchemist, Cool & Dre, Deezle, Jim Jonsin, Just Blaze, Kanye West, Mannie Fresh, The Runners, Timbaland, Danja, and will.i.am ein. Außerdem hatten auf dem Album etliche damals bekannte Künstler Gastauftritte, u. a. Fabolous, T-Pain, Brisco, Bobby V, Babyface, Betty Wright, Static Major, Robin Thicke, Jay-Z, Juelz Santana und Busta Rhymes.

Musikalisch war die Marschroute im Fall von Lil Waynee klar: es gab relativ klassischen reduzierten Hip Hop ohne großen Schnickschnack. Außerdem wurde auf diesem Album, relativ stiltypisch, gerne bekanntes Material verwendet. Heute spricht man in dem Fall von Samplen und darunter versteht man, zumindest in der Szene, ironischerweise kein Covern sondern ein eigenständiges Werk. Darüber kann man streiten. Im Fall von Lil Wayne machte ein Gericht z. B. bezogen auf den Track Playing With Fire klar, dass der zu nahe am alten Stones-Song Play With Fire liegt. Daneben gab es Rechtsstreitigkeiten mit anderen Urhebern. Aber wie gesagt: in der Szene sieht man das relaxt, zumindest solange es nicht an die eigene Kohle geht.

An die Sampelei gewöhnt man sich, mehr oder weniger. Überraschend finde ich bei solch' wortgewaltigen Künstlern aber, dass sie sich auch textlich gerne bei anderen bedienen. Na ja, auch das ist sicherlich Ansichtssache. Allgemein gelobt wurde immerhin vor allem Lil Waynes Wortgewandtheit auf dem Album.

Fazit Das Album stelle ich deshalb vor, weil es zu den Meilensteinen der moderenen Popmusik gehört. Es ist das bestverkaufte Album des Jahres 2008 und findet sich in den meisten Listings weit oben. Soweit so gut. Musikalisch ist das wenig ergiebig, nicht innovativ und weist kaum Eigenständigkeit auf. Die Texte, na ja. Mich überzeugt das zu keinem Zeitpunkt. Aber Wayne hat mit seiner speziellen Art der Wortgewalt sein Publikum und seine Kriitiker gefunden, der Erfolg bestätigt das. Und das muss man akzeptieren.

Trackliste

  1. 3 Peat 3:19
  2. Mr. Carter (featuring Jay-Z) 5:16
  3. A Milli 3:41
  4. Got Money (featuring T-Pain) 4:04
  5. Comfortable (featuring Babyface) 4:25
  6. Dr. Carter 4:24
  7. Phone Home 3:11
  8. Tie My Hands (featuring Robin Thicke) 5:19
  9. Mrs. Officer1 (featuring Bobby V) 4:47
  10. Let the Beat Build 5:09
  11. Shoot Me Down (featuring D. Smith) 4:29
  12. Lollipop (featuring Static Major) 4:59
  13. La La (featuring Brisco & Busta Rhymes) 4:21
  14. Playing with Fire (featuring Betty Wright) 4:21
  15. You Ain't Got Nuthin (featuring Juelz Santana & Fabolous) 5:27
  16. Dontgetit 9:52

Rezensent: MP